Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Südkreis Claudia Schnabel bleibt im Amt
Landkreis Südkreis Claudia Schnabel bleibt im Amt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:55 26.09.2021
Claudia Schnabel bleibt Bürgermeisterin von Fronhausen. Sie feierte am Wahlabend gemeinsam mit Familie, Freunden und Fraktionskollegen in der Gaststätte Zur Krone.
Claudia Schnabel bleibt Bürgermeisterin von Fronhausen. Sie feierte am Wahlabend gemeinsam mit Familie, Freunden und Fraktionskollegen in der Gaststätte Zur Krone. Quelle: Ina Tannert
Anzeige
Fronhausen

Claudia Schnabel wird auch in der neuen und für sie zweiten Amtszeit ab dem 1. Januar 2022 im Fronhäuser Rathaus sitzen. Sie wurde am Sonntag mit 57,99 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterinnenwahl ist mit 79,69 Prozent sehr hoch. 2641 stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger haben in sechs Wahlbezirken oder per Briefwahl abgestimmt, ob Schnabel im Amt bleiben soll oder nicht. Bis alle Stimmen ausgezählt waren, dauerte es etwas, gerade da sich mit rund 1200 Wählern besonders viele für die Briefwahl entschieden haben.

Und es blieb durchaus spannend: Die erste Prognose nach der Schließung der Wahllokale liegt noch bei 63 Prozent Zustimmung. Je weiter im Laufe des Abends die Zahl sinkt, umso mehr steigt die Spannung auf der Wahlparty in der Gaststätte „Zur Krone“, wo Schnabel im Kreise ihrer Familie, mit Freunden und Fraktionskollegen der Initiative Fronhausen die ständig eintrudelnden Ergebnisse verfolgt. „Ich bin unheimlich nervös, viel mehr als beim ersten mal“, verrät sie.

Vor sechs Jahren, als sie zum ersten mal erst gegen drei, dann in der Stichwahl gegen einen Konkurrenten antrat, „da war das eine Chance und kein Muss“. Diese Wahl bestritt sie alleine, der Druck ist ungleich höher.

Bis zuletzt fiebert die 48-Jährige am Wahlabend spürbar angespannt dem Endergebnis entgegen. Dort bricht gegen 20 Uhr zum ersten mal lauter Jubel aus, als die Briefwahl-Auszählung abgeschlossen ist. Einige Minuten später folgt dann die Gewissheit, alle sieben Ergebnisse stehen fest. Es folgen Applaus und Jubelrufe, die aktuelle und auch ab 2022 amtierende Bürgermeisterin kann sich vor Gratulationen kaum retten. Hier und da fließen Tränen, vor allem ihre Familie ist spürbar gerührt. Ebenso wie Schnabel selber: „Ich bin einfach nur erleichtert, es ist geschafft, jetzt kann es weiter gehen“, sagt sie lachend in einer ersten Reaktion.

Große Erleichterung herrscht auch bei Ehemann Marc Schnabel, „mir fällt jetzt einfach ein Stein vom Herzen“, freut er sich über den Sieg, auf den gemeinsam angestoßen wird. Auch zwei Bürgermeisterkollegen der Nachbarkommunen, Georg Gaul (Lohra) und Peter Eidam (Weimar), gratulieren noch am Abend auf der Wahlparty.

Ergebnis knapp unter 60-Prozent-Ziel

Schnabel hat durchaus bange Stunden ausgestanden und sie hätte sich eine Zustimmung von 60 Prozent aufwärts erhofft. Das Endergebnis liegt knapp unter diesem Ziel. Am Ende erhält sie in allen Wahlbezirken und bei der Briefwahl die Mehrheit, wenn teils auch nur knapp: Die höchste Zustimmung gibt es in Sichertshausen, die niedrigste in Bellnhausen, knapp gefolgt von Fronhausen II, diese beiden Wahlbezirke bleiben unter 52 Prozent Zustimmung. Ein Grund sieht die Bürgermeisterin in aktuell heiß diskutierten und umstrittenen politischen Themen, etwa dem geplanten Sportzentrum. Das Wahlergebnis will sie sich zu Herzen nehmen, ist aber erleichtert, dass ihr die Wählerinnen und Wähler erneut das Vertrauen schenken.

Die Mehrheit steht hinter ihr und sie bleibt für die nächsten sechs Jahre im Amt. Die Bürgermeisterwahl ist immer eine Mehrheitswahl – es gewinnt, wer mehr als die Hälfte aller gültigen Stimmen erhält, auch wenn nur eine Kandidatin antritt.

Hätte sie nicht die Mehrheit bekommen, hätte die Wahl wiederholt werden müssen. „Beim nächsten mal würde ich mir auf jeden Fall einen Gegenkandidaten wünschen“, sagt Schnabel lachend und spürbar erlöst nach einem emotionalen Wahlabend.

Von Ina Tannert

22.09.2021
18.09.2021