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Südkreis Erste Amtszeit macht Lust auf weitere Jahre
Landkreis Südkreis Erste Amtszeit macht Lust auf weitere Jahre
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19:00 04.09.2021
Claudia Schnabel wohnt mit ihrer Familie im Kernort Fronhausen. Am 26. September stellt sie sich zur Wiederwahl.
Claudia Schnabel wohnt mit ihrer Familie im Kernort Fronhausen. Am 26. September stellt sie sich zur Wiederwahl. Quelle: Privatfoto
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Fronhausen

Kaum zu glauben, aber die letzte Bürgermeister-Direktwahl in Fronhausen liegt nun auch schon wieder sechs Jahre zurück. Die damalige Siegerin Claudia Schnabel schrieb nicht nur in Fronhausen Geschichte, sondern landkreisweit. Nach wie vor ist sie die erste und einzige Bürgermeisterin. Das Amt möchte sie auch in den nächsten sechs Jahren weiterführen und stellt sich deshalb am 26. September zur Wiederwahl.

Dadurch hat sie erneut Geschichte geschrieben, nicht aktiv, sondern durch den Verzicht anderer politischer Kräfte, eigene Kandidatinnen oder Kandidaten zu stellen. Weil auch keine unabhängigen Bewerberinnen und Bewerber ihren Hut in den Ring warfen, ist Claudia Schnabel nun Alleinkandidatin. Das gab es in Fronhausen seit Einführung der Bürgermeister-Direktwahl noch nie.

Das erspart Schnabel einen aufwändigen Wahlkampf. Wobei sie auch sagt, dass ihre eigentliche Bewerbung für eine zweite Amtszeit ihre Arbeit der vergangenen sechs Jahre ist. „Es wird keine großartigen Wahlkampftermine geben, weil ich sowieso immer für Bürgerinnen und Bürger greifbar bin und nach wie vor so weit es mir möglich ist an allen Ortsbeiratssitzungen teilnehme und so auch in jedem Ortsteil angesprochen werden kann“, sagt Schnabel. Für alle, die es etwas genauer wissen wollen, was sie von Schnabel in den nächsten sechs Jahren zu erwarten haben, gibt es aber eigens eine Homepage, auch Flyer sind in Planung.

Schnabel gibt zu, dass sie sich am Anfang ihrer Bürgermeisterinnen-Karriere erst einmal zurechtfinden musste. „Es gab doch noch viel zu lernen und auch zu erkennen, dass manche Planungen einfach Zeit benötigen, auch wenn man es gerne schneller lösen möchte.“ Als Kandidatin der Initiative Fronhausen hatte sie keine klassischen politischen Parteien im Rücken, doch traf sie auf ein motiviertes Team in der Gemeindeverwaltung, mit dem sie einiges verändert und dann vorangebracht hat. „Wir haben uns modern aufgestellt und versucht, unsere Stärken gewinnbringend einzusetzen“, sagt die Bürgermeisterin. Es wurden auch gewinnbringende neue Wege eingeschlagen. So stellte Fronhausen zusammen mit Lohra eine Person für das Bauamt ein, die nun für beide Kommunen tätig ist. Schnabel hat sich im Parlament nie allein auf ihre Fraktion zurückgezogen, sondern auch immer das offene Wort mit CDU und SPD gesucht. So gelang es, dass in den Ausschüssen wie auch im Parlament stets sachlich und zielführend diskutiert werden konnte, auch wenn die Meinungen einmal weit auseinanderlagen. Als erste Vertreterin der Gemeinde Fronhausen habe sie als Frau sicher an der einen oder anderen Stelle mehr kämpfen müssen, doch überwiegen im Nachgang die positiven Erfahrungen. „Es gab viele Situationen, in denen mir gesagt wurde, dass es schön sei, eine Frau in der Verantwortung zu sehen.“ Um für bestimmte Projekte trotzdem einen verlässlichen Finanzspielraum zu haben, legte Schnabel deshalb viel Wert darauf, Fördermittel zu generieren. Das sei insbesondere in den vergangenen drei Jahren gut gelaufen, so dass viele Projekte angestoßen und vorbereitet werden konnten. Nun möchte sie diese Projekte auch weiter voranbringen und umsetzen, insbesondere das Städtebauprogramm „Lebendige Zentren“ mit einem Volumen über neun Millionen Euro. Weitere Meilensteine aus der ersten Amtszeit sind der Umbau des Bahnhofsbereichs zum „Bürgerbahnhof“ mit Hilfe von rund einer Viertelmillion Euro Fördergeldern der Europäischen Union, der Ausbau der Kinderbetreuung in der Kita Bellnhausen und die Unterstützung bei der Einrichtung eines Waldkindergartens in Holzhausen, die Erstellung einer Prioritätenliste für die Straßensanierung beziehungsweise -ausbau, die Verabschiedung eines Feuerwehrbedarfs- und -entwicklungsplans und der Beginn des Baus des Stützpunktes Ost, die Digitalisierung der Verwaltung und der Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit mit Weimar und Lohra.

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Eine Hilfestellung für Wählerinnen und Wähler bietet der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung.

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Mehr über Claudia Schnabel als Kandidatin für die Bürgermeister-Direktwahl am 26. September gibt es im Internet unter www.claudia-schnabel.de

Von Götz Schaub