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Südkreis Fokus liegt auf Belebung der Dorfzentren
Landkreis Südkreis Fokus liegt auf Belebung der Dorfzentren
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18:00 15.09.2021
Bürgermeisterin Claudia Schnabel wohnt mit ihrer Familie im Kernort Fronhausen. Am 26. September stellt sie sich zur Wiederwahl.
Bürgermeisterin Claudia Schnabel wohnt mit ihrer Familie im Kernort Fronhausen. Am 26. September stellt sie sich zur Wiederwahl. Quelle: Privatfoto
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Fronhausen

Claudia Schnabel ist Fronhäuserin durch und durch. Als Bürgermeisterin nun mehr denn je. Es macht ihr Spaß als direkt gewählte Hauptamtliche die Verwaltung zu führen und Fronhausen zu repräsentieren. Am meisten Spaß macht es ihr aber, als Bürgermeisterin einen Beitrag zu einer positiven Entwicklung der Gemeinde leisten zu können, zu dürfen. Das hat sie nun gute sechs Jahre gemacht und mit ihrer erneuten Kandidatur macht sie deutlich, dass sie gerne weitere sechs Jahre die Verantwortung als Bürgermeisterin übernehmen will.

Dabei ist Fronhausen auf einigen Gebieten alles andere als eine einfache Kommune. Etwa bei der Suche nach Baugebieten wurde die Verwaltung aus unterschiedlichen Gründen immer wieder ausgebremst. Auch das Thema Sportzentrum wird kontrovers diskutiert. Das gehöre nun mal dazu, sagt Claudia Schnabel. Wichtig sei es doch, miteinander zu reden und zu versuchen, die bestmöglichen Lösungen zum Wohle der Gemeinde zu finden.

Dazu gibt es Themenfelder, die viele Möglichkeiten eröffnen, die Schnabel weiter mitgestalten möchte. Da wären beispielsweise die IKZ und das ISEK. Also die Interkommunale Zusammenarbeit mit den Gemeinden Weimar und Lohra und das Integrierte Stadtentwicklungskonzept als Grundlage für das mehrjährige Förderprogramm „Lebendige Zentren“ für den Kernort Fronhausen. Ganz aktuell spielt da auch die Idee rein, einen neuen Kindergarten in die Altortlage zu bringen, auf einem Gehöft.

Schnabel setzt auf neue Wohnformen

In Sachen Wohnbebauung möchte Schnabel den Fokus nicht nur auf neue Bauflächen, sondern auch auf ungenutzte Gebäude legen. In Sachen Baulücken gebe es weniger Möglichkeiten, räumt sie ein, weil die Besitzer nach aktuell erfolgter Abfrage nicht verkaufen wollen.

Hingegen sei es gelungen, dass das Gebiet im vordersten Boden zukunftsorientiert beplant werden konnte. In ihrem Programm setzt sie aber auch in den übrigen Ortsteilen auf neue Wohnformen inklusive altersgerechtem Wohnen. Dazu müsse eine verstärkte Zusammenarbeit mit Eigentümern und Investoren stattfinden. Für Kinder und Jugendliche sollen nach Möglichkeit neue bedarfsgerechte Formate entwickelt werden. Die thematisch sehr unterschiedliche Ausgestaltung des Bahnhofvorplatzes sei da schon ein guter Anfang gewesen.

Auch das kulturelle Leben, das gerade durch Corona zuletzt sehr gelitten hat, soll wiederbelebt und gerne ausgeweitet werden. Die Teilnahme am Literaturfrühling ist da als jüngstes Beispiel zu nennen. Dann gehe es darum, den Feuerwehrbedarfsplan im Zeitplan abzuarbeiten, um nicht im Investitionsstau hängen zu bleiben. Die Bauarbeiten am neuen Stützpunkt Ost, der bei Bellnhausen entsteht, seien ja nun gut zu erkennen.

Auch der Ausbau von Radwegen soll vorangehen. Für den Lahndirektweg zwischen Marburg und Gießen wird sich die Gemeinde Fronhausen als Planungsbehörde für den Abschnitt Fronhausen - Niederwalgern zur Verfügung stellen. „Wir werden bauen und das Geld dann vom Land Hessen erstattet bekommen“, erläutert Schnabel. Es gehe auch darum, Radwege als gute Verbindungsalternative im Alltag anzubieten. Auch könne sie es sich vorstellen, mehr Umweltaktionen zu planen und umzusetzen. Auch bei Neubauten sollen Umweltaspekte stärker berücksichtigt werden.

Am 26. September stellt sich Bürgermeisterin Claudia Schnabel als Allein-Kandidatin zur Wiederwahl. Wer mehr über sie erfahren will, kann das im Internet unter claudia.schnabel.de

Von Götz Schaub