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Südkreis Maximilian Kühn setzt auf Ideen und Argumente
Landkreis Südkreis Maximilian Kühn setzt auf Ideen und Argumente
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16:00 28.07.2022
Maximilian Kühn mit seiner Lebensgefährtin Sandra Schnabel. Beide sind in der Gemeinde Ebsdorfergrund groß geworden, doch ein Paar sind sie erst seit zweieinhalb Jahren.
Maximilian Kühn mit seiner Lebensgefährtin Sandra Schnabel. Beide sind in der Gemeinde Ebsdorfergrund groß geworden, doch ein Paar sind sie erst seit zweieinhalb Jahren. Quelle: Götz Schaub
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Ebsdorfergrund

Wenn sich Maximilian Kühn etwas in den Kopf gesetzt hat, was seine persönliche Lebensplanung angeht, dann arbeitet er auch sofort an der Umsetzung und verschiebt es nicht auf später. Er lebt ganz bewusst im Hier und Jetzt und hat klare Vorstellungen, wie sein Platz darin aussehen soll. Aktuell arbeitet er daran, Bürgermeister seiner Heimatgemeinde zu werden.

Das stand eigentlich in diesem Jahr gar nicht zur Debatte, gibt er zu, denn eigentlich sind die Menschen im Grund davon ausgegangen, dass sich der amtierende Bürgermeister Andreas Schulz noch einmal um eine Amtsperiode bewerben würde. Und da Maximilian Kühn zum einen der gleichen Partei, also der SPD, angehört und zum anderen mit Schulz sehr zufrieden ist, wäre es ihm im Traum nicht eingefallen, seinen Hut in den Ring zu werfen. Nun aber, da Schulz seinen Rückzug bekannt gemacht hatte, wusste Kühn, dass sich ihm eine große Chance bietet und die will er möglichst nutzen. Ebsdorfergrund war, ist und soll seine Heimat bleiben. Er möchte sehr gerne an der Entwicklung seiner Gemeinde aktiv mitarbeiten. Das tut der Beltershäuser aber schon sehr lange.

Mit 21 in der Gemeindevertretung

Als 21-Jähriger zog er vor elf Jahren für die SPD erstmals in die Gemeindevertretung ein, mittlerweile ist er seit 2019 Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses. Warum? Weil er es kann und weil ihm seine Mitstreiter in der Fraktion genau diese Aufgaben zutrauen. Enttäuscht wurden sie bisher nie. Also war es auch innerhalb der SPD schnell klar, wenn einer für sie ins Rennen gehen soll, dann Maximilian Kühn.

Er bringt frischen Schwung, junge moderne Ideen mit, verfügt aber auch schon über politische Erfahrung. Das kommt nicht von ungefähr, trat er doch schon mit 14 Jahren in die SPD ein. Politik interessierte ihn schon als Teenager sehr. Die Begeisterung dafür hat nicht nachgelassen, sie hat sich verfestigt. So sehr, dass er sich vorstellen kann, Politik zu seinem Beruf zu machen. Dazu auch noch in seiner Heimatgemeinde – ein Traum.

Also will er alles dafür tun, die Menschen von sich zu überzeugen. Eine weitere Fraktion weiß er neben der SPD hinter sich: Der Koalitionspartner Bündnis 90 / Die Grünen hat auf einen eigenen Kandidaten verzichtet, traut Kühn ebenfalls zu, ein guter Bürgermeister für den Grund zu werden. Und wie will er die Bürgerinnen und Bürger überzeugen, ihn zu wählen?

Mit dem Rad auf Bürgermeisterwahlkampf

„Das geht am besten, wenn man sie trifft, mit ihnen redet, erfährt, was sie sich für ihre Lebenswelt in den Dörfern wünschen, was sie kritisieren“, sagt Kühn. Die Zeit muss und will er sich nehmen, obwohl er auch im Bürgermeisterwahlkampf noch stark beruflich eingespannt ist. Wie gesagt, die Kandidatur stand nicht wirklich in der Jahresplanung, jetzt muss sie eben da noch reinpassen. Wie es auch möglich ist, versucht er mit dem Rad die Termine in der Gemeinde wahrzunehmen.

Das hat neben dem Umwelt-Aspekt noch einen praktischen Grund. „So bleibe ich auch körperlich in Bewegung.“ Bei diesem Entschluss blieb er auch, obwohl er auch schon mal ordentlich nass wurde. Der gelernte Kaufmann will die Dorfgemeinschaften stärken, Vereine unterstützen, die Mobilität verbessern, auch wenn er da natürlich nicht die Entscheidungskraft hat. Er will aber Argumente sammeln, warum es wichtig ist, dass die Menschen im Grund beispielsweise ein halbstündiges Angebot im öffentlichen Nahverkehr brauchen.

Unterstützung von der Famile

Kühn: „Wir Kommunalpolitiker sind beauftragt, dafür zu sorgen, dass es sich lohnt, in Ebsdorfergrund zu leben, das bedeutet auch, dass man mit dazu beitragen muss, dass sich die Menschen aus den Dörfern ungeachtet ihres Alters auch leicht begegnen können.“

Als ehemaliger Schulsprecher an der Gesamtschule in Heskem weiß er auch, wie sich die Jugend einbringen muss, um Gehör zu erhalten. Auch da will er Kommunikationsbrücken bauen. Die neuen Angebote in Dreihausen wie etwa das Schülerlabor, um Kinder und Jugendliche zu fördern, sind Schritte in die richtige Richtung, findet Kühn.

Unterstützt wird Kühn auch kräftig von seiner Familie und seiner Lebenspartnerin Sandra Schnabel. Sie ist Lehrerin einer Grundschule in Marburg und kommt wie er aus der Gemeinde. Und ja, die beiden kennen sich bereits seit Kindergarten- und Schultagen. Dann aber gingen sie getrennte Weg, trafen aber vor zweieinhalb Jahren wieder aufeinander und wurden ein Paar. Sandra Schnabel ist davon überzeugt, dass Maximilian Kühn das Bürgermeisteramt bestens ausfüllen wird.

Von .Götz Schaub