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Südkreis Fronhausen verschiebt Entscheidung
Landkreis Südkreis Fronhausen verschiebt Entscheidung
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13:58 23.05.2020
Mit Abstand und unter Einhaltung der Corona-Auflagen tagte vergangene Woche die Gemeindevertretung Fronhausen. Quelle: Ina Tannert
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Fronhausen

Viele kleine und größere Tagesordnungspunkte gab es für die Gemeindevertretung Fronhausen nach der Corona-Pause vergangene Woche abzuarbeiten – darunter auch die Teilnahme am autofreien Sonntag.

Den möchte der Gemeindevorstand der Nachbargemeinde Ebsdorfergrund wie geplant am 20. September veranstalten. Sie geht trotz der noch geltenden Kontakt-Einschränkungen davon aus, dass das Rad-Event auch stattfinden darf.

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Ob Fronhausen als Mitveranstalter teilnimmt, steht aber noch nicht fest. Die Entscheidung hatte die Gemeindevertretung auch auf der Tagesordnung, um den Vorschlag des Gemeindevorstands – die Veranstaltung für dieses Jahr auszusetzen – zu diskutieren.

Ein entsprechender Beschluss des Gremiums wurde dann allerdings vertagt. Denn die Gemeinde Ebsdorfergrund hat den Nachbarn ein Gesprächsangebot für Juni unterbreitet.

Ärger um Anzeige

„Wir werden am Ball bleiben und Gespräche führen und dann entscheiden“, teilte Bürgermeisterin Claudia Schnabel mit. Über das gewünschte Treffen hatte der „Grund“ indes auch über das Fronhäuser Wochenblatt (19. Ausgabe) informiert, und das in Form einer kostenpflichtigen ganzseitigen Anzeige. Zum Bedauern einiger Fronhäuser Gemeindevertreter sei die allerdings nicht als Anzeige gekennzeichnet gewesen.

Entsprechend wurde Kritik laut, da das den Anschein erweckt, als könne die Nachbargemeinde problemlos im eigenen Blättchen veröffentlichen. Die Bürgermeisterin stellte dazu klar, dass die Anzeige ohne Kenntnis der Gemeinde Fronhausen abgedruckt wurde.

Hoffnung auf „vernünftige Kommunikation“

In der folgenden Ausgabe wurde vom Verlag auf das Versäumnis der Kennzeichnung hingewiesen. Dennoch bleibt ein gewisses „Geschmäckle“ bei dem Thema, das nicht zum ersten Mal zwischen den beiden Kommunen steht.

Das sprachen einige Gemeindevertreter auch an, riefen zugleich zu einem friedlichen Umgang miteinander auf. Etwa zu einer „vernünftigen Kommunikation“, wie es Heiko Fischer (SPD) formulierte. „Das geht bestimmt auch besser“, lautete sein Appell in beide Richtungen. Das Thema autofreier Sonntag wird bei der Sitzung der Gemeindevertretung am 2. Juli wieder auf den Tisch kommen.

Studie soll im Februar fertig sein

Darüber hinaus berichtete Schnabel über den Fortschritt der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Fronhausen, Weimar und Lohra, welche die Nachbarn ausweiten möchten. Im März wurden durch Vertreter der drei Gemeinden eine Konzeptplanung und eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht.

Bis Februar 2021 soll die zu 100 Prozent vom Land geförderte Studie fertig sein und aufzeigen, in welchen Bereichen – von organisatorischen bis wirtschaftlichen Kriterien – die Kommunen intensiver zusammenarbeiten können. Um das zu begleiten, wurde eine parlamentarische Lenkungsgruppe aufgebaut. Am 15. Juni soll dazu die konstituierende Sitzung stattfinden.

Von Ina Tannert

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