Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Südkreis Arbeiten nur mit einem Sicherheitskonzept
Landkreis Südkreis Arbeiten nur mit einem Sicherheitskonzept
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:56 09.05.2020
Der Vorplatz am Bahnhof in Fronhausen erhält gerade ein neues Aussehen. Rechterhand vom Kreisel ist ein Rasen-Bolzplatz entstanden, weitere Arbeiten sollen bald folgen. Quelle: Götz Schaub
Anzeige
Fronhausen

Die Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie brachten bisher einiges zum Erliegen. Mittlerweile sieht man aber auch wieder vermehrt Bautätigkeiten im privaten wie im öffentlichen Sektor.

Das Wetter ist prächtig, es darf losgehen. Auch die Gemeinde Fronhausen hat sich einiges vorgenommen. Stichwort: Bürgerbahnhof. In diesen Tagen unterrichtete Bürgermeisterin Claudia Schnabel alle Projektbeteiligten über den Stand der Dinge und was aktuell ansteht.

Anzeige

Dies war ihr ein besonderes Anliegen, weil der für den 29. April geplante Workshop zur Konzeptabstimmung aufgrund der Corona-Einschränkungen nicht stattfinden konnte.

Ihre wichtige Botschaft: „Die Arbeiten am Bürgerbahnhof laufen trotz Corona planmäßig weiter.“ Nach dem Abriss der Mehrzweckhalle hat eine Tiefbaufirma die Arbeit aufgenommen, um die Fläche für eine spätere Einsaat vorzubereiten, die Wege und das Multifunktionsfeld zu pflastern, und die Bereiche für Spielen und Begegnen zu modellieren.

Pflanzaktion fiel wegen Corona aus

Der Kreisel sowie die Umgebung des „Kiss & Ride“-Parkplatzes wurden mittlerweile zur Einsaat mit einer Blühmischung und für die Pflanzung von Sträuchern vorbereitet. Dabei wurde auch darauf geachtet Bürger mitzunehmen, in diesem Fall engagierte sich der Nabu Fronhausen, dessen Mitglieder eines der Beete mit Rosen bepflanzten.

Auch hier war eigentlich eine größere gemeinsame Pflanzaktion geplant, die aufgrund der Pandemie ausfallen musste. Die Auswahl der Pflanzen und Saatmischungen wurde vom Bauamt gemeinsam mit dem Nabu vorgenommen.

Kleine Lokomotive für Kinder zum Spielen

Glücklicherweise gab es aber auch schon einen Workshop vor den Beschränkungen. „Unser Partner für das Bauprojekt, die Firma Alea, hat nach dem Workshop am 6. März die gesammelten Ideen und Anregungen in einem neuen Plan skizziert. Dieser soll als Grundlage für das im Juni vorgesehene Projekt dienen. Natürlich können sich Details während der Bauphase entwickeln, allerdings sind bestimmte Anforderungen aus den vergangenen Workshops als Grundlage fixiert“, sagt Claudia Schnabel.

Weiter führt sie aus: Es wird im westlichen Bereich einen durch Zaunelemente gesicherten Spielbereich für kleinere Kinder geben. „Hier hatten wir das Thema ,Reisen’ bereits festgelegt, so dass dort eine kleine Lokomotive mit Anhängern zum Klettern, Hüpfen, Buddeln und Verstecken gebaut werden soll“, sagt Schnabel. Außerdem Sitzgelegenheiten für die Aufsichtspersonen. Daran anschließend soll der Parcours für die etwas älteren Kinder und Jugendlichen, mit Kletter-, Hangel- und Balanciermöglichkeiten kommen.

Ablauf wird Gegebenheiten angepasst

Im Osten entstehen Hügel und Rampen für Biker, die auch zum Klettern genutzt werden können. „Als Abgrenzung und Schallschutzwand zwischen Bolzplatz und Parkplatz werden wir im Bauprojekt eine Boulderwand errichten, die dann zusätzliche Herausforderungen für Kletterer bietet“, führt Schnabel aus.

Zwischen Parkplatz und Freifläche sollen verschiedene Bewegungselemente für Senioren platziert werden. Die Arbeiten sollen nach Planung Anfang Juni aufgenommen werden. Corona hat hier die Voraussetzungen und Planungen deutlich beeinflusst. Der Ablauf des Projekts muss auf die neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Schnabel will Mitarbeiter schützen

Die Baufirma hat im Vorfeld Hygienekonzepte entwickelt, die schon im Mai anderenorts zur Anwendung kommen sollen. Auf diese Erfahrungen will die Gemeinde dann im wahrsten Sinne des Wortes „bauen“. „Auf keinen Fall möchten wir die Gesundheit der Mitwirkenden gefährden“, sagt Schnabel. Sie erinnert aber auch an die bisher noch geltenden Fördervorschriften, die eine Verschiebung in das kommende Jahr nicht erlauben.

Aber es gelte auch, die Bürger zu schützen, die freiwillig an dem Projekt mitarbeiten, sei es mit Muskelkraft oder in der „Logistik“ und der Versorgung mit Essen und Getränken. Sobald die Bürgermeisterin mehr über den Ablauf der Bauphase weiß, wolle sie die Projektbeteiligten unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften zu einem Treffen direkt auf der Fläche des Bürgerbahnhofs einladen.

Von Götz Schaub

Südkreis Feuerwehreinsatz - Brand in Wohnhaus
08.05.2020
08.05.2020
Anzeige