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Südkreis Alter Aldi-Markt wird abgerissen
Landkreis Südkreis Alter Aldi-Markt wird abgerissen
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14:00 05.10.2021
Das Gebäude, aus dem Aldi in Niederweimar ausgezogen ist, sollte eigentlich einer neuen Nutzung zugeführt werden. Doch nun wird es abgerissen, weil es den modernen Maßstäben nicht gerecht werden konnte. Die weiteren Gewerbetreibenden bauen auf dem Platz in veränderter Form neu.
Das Gebäude, aus dem Aldi in Niederweimar ausgezogen ist, sollte eigentlich einer neuen Nutzung zugeführt werden. Doch nun wird es abgerissen, weil es den modernen Maßstäben nicht gerecht werden konnte. Die weiteren Gewerbetreibenden bauen auf dem Platz in veränderter Form neu. Quelle: Foto: Götz Schaub
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Roth

In der jüngsten Parlamentssitzung in der Gemeinde Weimar am vergangenen Donnerstag in Roth wurde nicht viel entschieden. Dafür war es einfach noch zu früh. Die von verschiedenen Parteien angestoßenen Themen wurden in die vorbereitenden Ausschüsse verwiesen. Und dort, das darf man ruhig schon mal sagen, kommt auf die Mitglieder schon viel Arbeit zu. Dazu gleich mehr.

Entschieden wurde an diesem Abend schon etwas Wichtiges für die Entwicklung der Infrastruktur in Niederweimar. So wurde der Weg freigemacht für den Abriss des „alten“ Aldi-Marktes am Ortsrand Richtung Gisselberg. Potenzielle Firmen, die dort im Fahrtwind des neuen Aldis investieren und sich ansiedeln wollen, können mit dem Gebäude nicht so viel anfangen, weil es auch energetisch dem heutigen Standard nicht gerecht wird. Also soll es abgerissen werden, damit dann dort etwas Neues entstehen kann. Die neuen Gebäude, in denen unter anderem eine Drogerie und ein Café einziehen sollen, werden dann auch anders auf der Fläche angeordnet. Der Abriss war eigentlich nicht geplant, aber die Gemeindevertreter sahen ein, dass eine komplette Neuinvestition der bessere Weg ist. So galt es noch einmal, eingegangene Hinweise und Anregungen abzuwägen, um dem Projekt ein solides Fundament zur Umsetzung zu geben. Dem Beschluss, die erste Änderung des Bebauungsplanes Holleräcker zur Satzung zu machen, wurde dann auch einstimmig zugestimmt. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst das gesamte Areal des derzeitigen Einzelhandels- und Discounterstandortes. Inhaltlich geändert wurde nur der ehemalige Standort des Aldi-Marktes mit neuen Gebäuden und neuen Nutzungseinrichtungen. Zudem wurde die verkehrliche Anbindung des Plangebietes aktualisiert.

Vier Anträge landen in den Ausschüssen

So, jetzt zu den Themen, die erst einmal in den Ausschüssen landeten. Kurz vor dem Beschluss steht der vorhabenbezogene Bebauungsplan mit städtebaulichem Vertrag „An der Umgehungsstraße“ in Niederweimar (diese Zeitung berichtete). Weil diverse Unterlagen zum städtebaulichen Vertrag recht spät den Gemeindevertretern vorlagen, entschied sich das Parlament nach einer Sitzungsunterbrechung dazu, diese Unterlagen noch einmal im Bauausschuss zu diskutieren, ehe dann wohl in der nächsten Sitzung am 4. November der Beschluss dazu fällt.

Die SPD und die Freie Bürgerliste Weimar brachten einen gemeinsamen Antrag ein, der auf eine weitere, ergänzende Machbarkeitsstudie im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit abzielt. Dabei soll es nur um eine Zusammenarbeit mit der Nachbarkommune Fronhausen gehen sowie um einen möglichen Anschluss an die Stadt Marburg. Michael Pfeffer von der SPD begründete diese zweite Machbarkeitsstudie damit, dass nicht nur die Ergebnisse der ersten Machbarkeitsstudie, die Weimar mit Fronhausen und Lohra beleuchtet, Grundlage eines möglichen Bürgerentscheids zu einer Fusionsfrage sein könne. Es müsse auch über Fronhausen alleine, aber auch über einen Anschluss der Gemeinde Weimar an Marburg nachgedacht werden.

Das kam für die CDU doch recht überraschend. CDU-Mann Lars Plitt stellte die Frage, ob dann nicht auch über Gladenbach und Ebsdorfergrund noch nachgedacht werden müsse, wenn man wirklich alle Möglichkeiten auflisten wolle. „Uns geht es darum, Partnerschaften auf Augenhöhe anzugehen, da sind für uns Fronhausen und Lohra die richtigen Ansprechpartner“, so Plitt. Doch wolle er das Thema gerne öffnen, und so wurde der Antrag in den Hauptausschuss gegeben.

Auch der Antrag der CDU-Fraktion zu einem Budget für die Ortsbeiräte landete im Ausschuss zur weiteren Besprechung. Intention ist, dass Ortsbeiräte kleine Dinge selbstverantwortlich kaufen und erledigen können. Pfeffer meinte, dass es so etwas schon gebe, was auch Bürgermeister Peter Eidam bestätigte. Doch jetzt soll das Thema noch einmal umfassend und auch mit Stellungnahmen der Ortsbeiräte diskutiert werden.

Zu guter Letzt wird auch der Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen zur Fortführung der geplanten Personen- und Radwege-Unterführung am Bahnhof Niederwalgern und Anlage eines Bike- und Ride-Platzes auf der Ostseite der Bahnstation im Haupt- wie auch im Bauausschuss diskutiert.

Von Götz Schaub

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