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Ostkreis Wohratal will wachsen
Landkreis Ostkreis Wohratal will wachsen
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17:58 09.09.2021
Die Gemeinde Wohratal will wachsen: Die kleinste Gemeinde im Landkreis will neue Bauplätze schaffen – zehn bis zwölf in Langendorf und 14 in Wohra.
Die Gemeinde Wohratal will wachsen: Die kleinste Gemeinde im Landkreis will neue Bauplätze schaffen – zehn bis zwölf in Langendorf und 14 in Wohra. Quelle: Tobias Hirsch
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Wohratal

Die kleinste Gemeinde im Landkreis Marburg-Biedenkopf will wachsen. Die Wohrataler Gemeindevertreter haben sich in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig für die Schaffung von zwei Baugebieten ausgesprochen. In Wohra soll der zweite Bauabschnitt des vorhandenen Baugebietes „Knottengärten“ aktiviert werden. In Langendorf ist ein komplett neues Baugebiet geplant.

Im Nordwesten des 430 Einwohner zählenden Ortsteils Langendorf wollen die Gemeindevertreter ein neues Baugebiet an der Sandstraße erschließen. Zehn bis zwölf Grundstücke mit Größen zwischen 400 und 800 Quadratmetern sollen in dem insgesamt 13.000 Quadratmeter großen Baugebiet entstehen – inklusive Straßen und Ausgleichsflächen. Der Bauausschuss hat der Vorlage bereits einstimmig zugestimmt. „In Langendorf haben wir Interessenten, aber kein Angebot“, begründete Harald Homberger (OLW) die Entscheidung des Bauausschusses. Darüber hinaus sei die Einwohnerzahl in Langendorf rückläufig – und dem müsse man entgegensteuern.

Nur noch drei Baugrundstücke zu vergeben

In Wohra wird der zweite Bauabschnitt des Baugebietes „Knottengärten“ an der Langendorfer Straße aktiviert. Die SPD äußerte während der Gemeindevertretersitzung zunächst Bedenken wegen der kompletten Freigabe. „Wenn wir die Grundstücke nicht loswerden und nur vereinzelt gebaut wird, haben wir große Baulücken“, sagte Hartmut Dörr (SPD) und schlug vor, die Grundstücke „Stück für Stück“ anzubieten. Harald Homberger widersprach: „Dass man Baugebiete in Vorhalt hat, ist gängige Praxis.

Wir müssen für Bauwillige Angebote zur Verfügung haben, sonst wandern sie ab – und die kommen dann nicht mehr wieder“. Tanja Boucsein (OLW) erinnerte daran, dass die wichtigsten Einnahmequellen der Gemeinde die Grundsteuer und der Anteil der Einkommensteuer seien. „Daher ist es wichtig, Leute zu halten und hierher zu bekommen“. Sie warb für mehr Mut: „Wir müssen spekulativ denken“.

Der zweite Bauabschnitt

Nach Angaben von Bürgermeister Heiko Dawedeit hat die Gemeinde Wohratal nur noch drei Baugrundstücke zu vergeben – eines im Baugebiet „Lücke“ in Halsdorf und zwei im ersten Bauabschnitt der „Knottengärten“ – für dessen zweiten Bauabschnitt es schon mehrere Anfragen gegeben habe. „Der zweite Bauabschnitt ist dafür da, dass er entwickelt wird, nicht, dass er brachliegt“, betonte Dawedeit.

Letztendlich stimmten die zehn anwesenden Gemeindevertreter für die Freigabe aller 14 Baugrundstücke im zweiten Bauabschnitt der „Knottengärten“. Die Grundstücke dort weisen eine Größe zwischen 430 und 856 Quadratmetern auf und sind für eine Einzel- und Doppelhausbebauung vorgesehen. Es können ein bis zwei Vollgeschosse mit zwei Wohnungen je Wohngebäude errichtet werden.

Von Tobias Hirsch

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