Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Bürger suchen Wege für besseres Altern
Landkreis Ostkreis Bürger suchen Wege für besseres Altern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:00 01.05.2022
Die Organisatoren der Zukunftswerkstatt, die sogenannte Lenkungsgruppe, freuen sich auf viele Besucher und viele Ideen.
Die Organisatoren der Zukunftswerkstatt, die sogenannte Lenkungsgruppe, freuen sich auf viele Besucher und viele Ideen. Quelle: Michael Rinde
Anzeige
Amöneburg

Wie soll mein Leben im Alter aussehen? Und was brauche ich dafür in meinem Dorf? Oder in der Kernstadt? Wer sich in Amöneburg solche oder ähnliche Fragen stellt, der sollte sich den Samstag, 7. Mai, vormerken und ein klein wenig Zeit mitbringen. Dann geht die Stadt Amöneburg zusammen mit ihren Bürgern den nächsten wichtigen Schritt für die Erstellung ihres Altenhilfekonzeptes – und zwar bei der Zukunftswerkstatt.

Ausgangspunkt für die Diskussion in dieser Zukunftswerkstatt ist das Ergebnis der Bürgerbefragung, die in den vergangenen Monaten gelaufen ist. Über allem steht die Überschrift „Gut leben und alt werden in Amöneburg“. Elena Zarges als Moderatorin macht deutlich, dass es auch bei der Zukunftswerkstatt nicht nur darum geht, ältere Menschen an die Tische zu holen. Die gesamte Lenkungsgruppe für das Altenhilfekonzept wünscht sich, dass Menschen aus verschiedenen Generationen mitmachen – denn es geht eben auch um das Zusammenleben von Jung und Alt jetzt und in der Zukunft. „Bei dem Thema braucht es alle Menschen, die in der Stadtgesellschaft leben, altersübergreifend“, fasst es Zarges zusammen. Die Pflegewissenschaftlerin arbeitet im Auftrag der Stadt an dem künftigen Konzept.

Altenhilfekonzept

Was fehlt in Amöneburg (oder einer anderen Stadt, die ein solches Altenhilfekonzept erstellt hat)? Wie kann dieses Defizit ausgeglichen werden? Welche Angebote sind schon ausreichend vorhanden? Solche Fragen werden in dem Konzept am Ende dieses Jahres beantwortet. Die Stadt erstellt es mithilfe einer Förderung des Landkreises in Höhe von 7 000 Euro. Der Lenkungsgruppe gehören dabei Elena Zarges als Moderatorin und Expertin, Hildegard Krähling als Vorsitzende des Seniorenbeirates, Burkhard Wachtel, Vorsitzender des Bürgervereins, Christina Stettin von der Bürgerhilfe, Marco Puchowski, Leiter des Amtes für Soziales und Nachbarschaftshilfe und Bürgermeister Michael Plettenberg an.

Fest steht: Die Bürgerbefragung war ein voller Erfolg, was die Resonanz angeht. Es haben 505 Amöneburger einen Fragebogen abgegeben, das entspricht einer sehr guten Rücklaufquote von 30 Prozent bei einer solchen Bürgerumfrage. Zu den Ergebnissen gibt es am 7. Mai detaillierte Informationen. „Ein großes Thema ist die gesellschaftliche Teilhabe“, verrät Elena Zarges aber zumindest. Klar herausgekommen sei auch, dass sich die Menschen mehr Begegnungsorte wünschen.

Bei der Zukunftswerkstatt, die von 10 bis 16 Uhr angesetzt ist, gibt es verschiedene Stationen. Wer teilnimmt, der wird im Laufe der Zeit an verschiedenen Thementischen mitdiskutieren können. Am Ende geht es um die zusammengekommenen Ideen für die künftige generationenübergreifende Altenhilfe, also für ein besseres Älterwerden und Zusammenleben. „Das ist ein tolles Format. Da kommt wirklich jeder, der teilnimmt, auch zu Wort“, wirbt Bürgermeister Michael Plettenberg um Teilnehmer. Bei der Bürgerbefragung ist auch deutlich geworden, dass es mitunter an Informationen darüber mangelt, welche und wie viele Angebote es für ältere Menschen in Amöneburg bereits gibt. Auch das wird sicherlich Thema bei der Zukunftswerkstatt werden. Weitere denkbare Themen wären zum Beispiel, wie „sorgende Nachbarschaften“ wieder entstehen könnten oder welche Arten von Begegnungsorten sich die Bürger wünschen.

Wer sich über die ehrenamtlichen Angebote in der Stadt Amöneburg ein wenig eingehender informieren möchte, der hat beim „Marktplatz“ innerhalb der Zukunftswerkstatt alle Möglichkeiten dazu. Dort werden die ehrenamtlichen Angebote vorgestellt. „Wir wünschen uns Menschen, die Lust und Spaß an diesem wichtigen Thema haben“, sagt Burkhard Wachtel als Vorsitzender des Bürgervereins und Mitglied der Lenkungsgruppe. Auch er verspricht, dass die Ergebnisse dieses Tages entscheidenden Einfluss auf das künftige Altenhilfekonzept haben werden.

Weitere Infos

Amöneburger, die neugierig geworden sind, können sich ohne Voranmeldung an der Zukunftswerkstatt beteiligen. Sie findet am 7. Mai von 10 bis 16 Uhr in der Mehrzweckhalle Roßdorf statt. Es gibt Getränke, Snacks und ein warmes Mittagessen. Fragen rund um die Zukunftswerkstatt beantwortet Marco Puchowski, Leiter des Amtes für Soziales und Nachbarschaftshilfe bei der Stadt Amöneburg, Telefon 9 64 22 / 92 95 18, E-Mail m.puchowski@amoeneburg.de

Von Michael Rinde