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Ostkreis Die magische 100 000-Euro-Grenze ist übertroffen
Landkreis Ostkreis Die magische 100 000-Euro-Grenze ist übertroffen
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20:17 31.10.2021
Alle Beteiligten des vierten Festivals gegen Krebs stehen zum Schluss gemeinsam auf der Bühne.
Alle Beteiligten des vierten Festivals gegen Krebs stehen zum Schluss gemeinsam auf der Bühne. Quelle: Michael Rinde
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Wohratal

Kurz nach 16 Uhr stand die magische Zahl fest: 105 000 Euro Spendengelder sind bei den vier Festivals gegen Krebs in der Gemeinde Wohratal im Laufe der Jahre zusammengekommen. Ganz am Ende stockten die Jungen Zillertaler die Summe von ursprünglich 102 000 Euro noch einmal um 3000 Euro auf. Der Stammtisch und Verein „Komm mit, tratsch Dich fit“ hat sein großes Ziel also erreicht. Allein bei diesem vierten Festival sind mehr als 27 000 Euro Spenden- und Sponsorengelder zusammengekommen. Dieser Betrag wird jetzt verteilt. Am Ende gab es sehr viele lachende und fröhliche Menschen im Festzelt. Besonders strahlten die Vertreter der vier Vereine, die sich jetzt über hohe Spenden freuen dürfen: der Verein „Hilfe für Kinder und Erwachsenen im Krankenhaus Kassel“, die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Marburg, die Elterninitiative „Kinderdialyse Marburg“ und der Verein „Leben mit Krebs Marburg“.

Patrik Heidenreich, Schlagerikone Gaby Baginsky, die „Skyliners“ und noch einmal die „Jungen Zillertaler“ und natürlich „Gina“, Wohratals „Ehrenbürgerin der Herzen“ standen am Sonntag (31. Oktober) auf der Bühne, mit Begeisterung und Leidenschaft. Es war „Gina“, die Moderator Jens Ratz als erstes gratulierte, als die Gesamtsumme klar war. Die vier begünstigten Vereine werden mit dem Geld weiter Erkrankten und Angehörigen helfen können. Betreuung und Begleitung in einer Ausnahmesituation haben sie sich allesamt auf verschiedenen Wegen zur Aufgabe gesetzt. Fernsehstar Willi Weitzel forderte die Besucher zu einem warmen Applaus für alle Krebserkrankten und deren Angehörigen auf – es war ein ganz besonderer Applaus im Festzelt an diesem Nachmittag. Er wurde nur noch einmal beim großen Gruppenauftritt am Schluss übertroffen, als alle Beteiligten auf der Bühne standen.

Zeit für eine erste Bilanz dieses vierten Festivals gegen den Krebs: Am Freitag (29. Oktober) kamen mehr als 900 Besucher, zum großen Konzertabend am Samstag (30. Oktober) 770. „Wir hatten deutlich mehr Karten verkauft, aber viele sind nicht gekommen“, erläutert Jens Ratz der OP. Für das gesamte Festival galt die „2G“-Regel, Zutritt nur für Genesene oder Geimpfte, es gab strenge Zugangskontrollen, wie auch Besucher der OP bestätigten. Leider habe man 20 Personen am Freitag wieder wegschicken müssen, weil sie die Kriterien nicht erfüllt hätten. „Ansonsten waren ausnahmslos alle sehr diszipliniert“, lobt Ratz.

Wie geht es jetzt weiter, wo das große Ziel erreicht ist? Es sollte ja eigentlich das letzte Festival gegen Krebs werden. Doch Jens Ratz entwickelte auf der Bühne eine Idee. Warum die Organisation nicht auf breitere Beine stellen gemeinsam mit anderen Vereinen aus Wohratal? „Ich bin dabei, wenn Hilfe gebraucht wird“, versprach er.

Gina dürfte sicher gerne wieder nach Wohratal kommen, nicht nur für einen Auftritt beim Festival gegen Krebs. „Das ist Familie hier für mich“, sagte sie am Ende des Tages gegenüber der OP. Die Besuche in Wohratal bedeuteten ihr sehr, sehr viel.

Von Michael Rinde

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