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Ostkreis Viele setzen die Maske freiwillig auf
Landkreis Ostkreis Viele setzen die Maske freiwillig auf
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17:58 17.12.2020
In Kirchhains Fußgängerzone gilt jetzt Maskenpflicht, nicht mehr nur auf dem Wochenmarkt.
In Kirchhains Fußgängerzone gilt jetzt Maskenpflicht, nicht mehr nur auf dem Wochenmarkt. Quelle: Foto: Michael Rinde
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Kirchhain

In der Fußgängerzone, auf dem Bahnhofsvorplatz und auf dem Marktplatz gilt in Kirchhain Maskenpflicht. Dies passiert auf Anordnung des Magistrats. Noch fehlt es an den bestellten, aber noch nicht gelieferten Hinweisschildern in den genannten Bereichen. Trotzdem schien es sich gestern bei kurzen Besuchen der OP in der Fußgängerzone zumindest herumgesprochen zu haben. Menschen ohne Maske im Gesicht waren am Vormittag und Nachmittag dort eher die Ausnahme.

Eine 27 Jahre alte Kirchhainerin arbeitet in einer Nachbarstadt im Einzelhandel. Sie findet die Maskenpflicht richtig gut. „Lieber gar nicht erst ein Risiko eingehen“, so ihr Statement. Allerdings habe sie die Maske ehedem beim Einkaufen in der Stadt gar nicht mehr abgelegt.

Der Magistrat hatte die Maskenpflicht vor allem angeordnet, weil er Klarheit schaffen wollte angesichts verschiedener Regelungen (die OP berichtete gestern). So gilt auf dem Wochenmarkt ohnehin Maskenpflicht. Sie gilt auch in Warteschlangen vor Geschäften wie etwa dem Postshop auf dem Marktplatz. Und dort schien sich gestern Nachmittag noch nicht verbreitet zu haben, dass die Maske auch bei anderthalb Metern Abstand zu tragen ist. In der Warteschlange vor der Post wie auch vor der Stadtverwaltung gab es augenscheinlich einige Wartende, die sich der Maskenpflicht nicht bewusst waren. „Das war mir nicht klar, eigentlich ist es ja richtig“, so der Tenor bei Gesprächen mit der OP.

Trauer in Neustädter Seniorenheim

Kirchhains Bürgermeister Olaf Hausmann ist überzeugt, dass es nur eine Frage der Gewöhnung sein wird, bis sich die Maskenpflicht bei allen durchsetzt. Er hoffe auf eine schnelle Lieferung der nötigen Hinweisschilder. Die Stadt will bei Kontrollen zunächst auf freundliche Hinweise setzen.

Unterdessen gibt es schlechte Nachrichten aus dem Neustädter Seniorenheim „Haus Wiesenhof“, wie Hephata in Treysa gestern mitteilte. Dort sind zwei Bewohner, die an oder mit dem Coronavirus infiziert waren, zwischenzeitlich verstorben. Gleichzeitig hat sich die Zahl der infizierten Bewohner deutlich erhöht. Aktuell sind 18 der 41 Bewohner infiziert, zunächst waren es 6 gewesen. Außerdem sind 14 von 57 Mitarbeitern mit dem Virus infiziert.

Von Michael Rinde