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Ostkreis Verletzte nach Pfefferspray-Test im Hallenbad
Landkreis Ostkreis Verletzte nach Pfefferspray-Test im Hallenbad
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14:32 22.01.2020
Der Rettungsdienst eilte den verletzten Kindern im Hallenbad Kirchhain zu Hilfe. Foto: Florian Lerchbacher
Der Rettungsdienst eilte den verletzten Kindern im Hallenbad Kirchhain zu Hilfe. Quelle: Florian Lerchbacher
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Kirchhain

Gleich mehrere Rettungswagen standen am Mittwochmittag vor dem Hallenbad. Ein Kind hatte den Großeinsatz ausgelöst, als es das Pfefferspray der Klassenkameradin testete. 

Letztendlich kamen sieben Kinder im Alter von 11 und 12 Jahren mit Reizungen der Augen, der Haut und der Atemwege zur Untersuchung ins Krankenhaus. Ernsthaft verletzt sei aber niemand, kommentierte ein Notarzt.

Eine Mutter habe ihrer Tochter offenbar für Notfälle eine Dose Pfefferspray mitgegeben, berichtete Lars Schäfer im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Kreisbrandinspektor zeigte sich in diesem Zusammenhang überrascht, dass ein so junges Mädchen bereits mit Pfefferspray ausgestattet wurde - und war leicht entsetzt, dass die Patrone pink und mithin sozusagen für Kinder designed worden war.

Schäfer erwartet keine Folgeschäden

Das Interesse der Mitschüler sei jedenfalls geweckt worden, und ein Mädchen habe dann aus Neugierde etwas Pfefferspray in der Umkleide versprüht. Mit fiesen Auswirkungen für die Mitschüler, von denen einige Atemnot bekamen. Nach OP-Informationen ging es für die Rettungskräfte dann erstmal darum, ob Pfefferspray oder CS-Gas zum Einsatz gekommen war - bei letzterem wäre die Atemnot noch größer gewesen, so Schäfer.

Um auf Nummer sicher zu gehen, nahmen die Rettungskräfte sieben Kinder zur Kontrolle mit ins Krankenhaus. Bei Kindern seien sie zusätzlich vorsichtig, kommentierte der Kreisbrandinspektor und betont, der Einsatz von Pfefferspray sei zwar extrem unangenehm für die Leidtragenden, von Folgeschäden sei aber nicht auszugehen.

von Florian Lerchbacher