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Ostkreis Bagger räumt Brandruine ab
Landkreis Ostkreis Bagger räumt Brandruine ab
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20:58 07.08.2021
Ein Abbruchbagger zerlegt das frühere Dach der Tennishalle im Herzen Stadtallendorfs.
Ein Abbruchbagger zerlegt das frühere Dach der Tennishalle im Herzen Stadtallendorfs. Quelle: Foto: Michael Rinde
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Stadtallendorf

Im April 2017 brannten ein Giebel und Teile des Innenraumes der früheren Tennishalle in der Stadtmitte, damals gelang es der Feuerwehr Stadtallendorf, weite Teile der Halle zu retten. Ursache des Feuers war Brandstiftung, der Täter wurde seinerzeit nicht ermittelt. Das Feuer war Teil einer wochenlangen Brandserie in Stadtallendorf, bei der Schäden von weit über 100 000 Euro entstanden. Ermittelt wurde damals nur der Brandstifter, der ein Feuer in einem Gebäude der Georg-Büchner-Schule gelegt hatte.

Um die frühere Tennishalle wurde es nach dem Brand ruhig. Die Bauaufsicht des Landkreises verbot den Zutritt, Teile des Hallengeländes waren eingezäunt. Halle und weitere Gebäude in der Stadtmitte gehören mittlerweile einer Immobiliengesellschaft.

Seit einigen Tagen ist nun ein Abbruchunternehmen damit beschäftigt, die ehemalige Tennishalle endgültig abzureißen. Es geht um eine Fläche von rund 1 200 Quadratmetern. Schon im vergangenen Jahr habe es eine Abbruchgenehmigung durch den Landkreis für das Gebäude gegeben, berichtet Stadtallendorfs Erster Stadtrat Otmar Bonacker (CDU) der OP.

Anwohner sind allerdings froh darüber, dass jetzt zumindest die Brandruine verschwindet. Ein Fußgänger, der an der Baustelle vorbeikommt, bleibt stehen und schaut zu, als der Abrissbagger Dachbalken aus luftiger Höhe holt.

„Das war wirklich schon lange Zeit“, kommentierte er. Gut, dass der „Schandfleck“ verschwinde. Aber er erinnert sich auch an die „guten Zeiten“ der Tennishalle mit ihrer Gastronomie. Das liegt jedoch viele Jahre zurück. Bereits vor dem Brand 2017 sei dort ja nichts mehr losgewesen.

Was dort neu entsteht oder entstehen könnte, ist nicht bekannt. „Wir haben noch keine Informationen darüber, was der Eigentümer mit dem Gebäude plant“, antwortet Bonacker auf die Frage, was denn hier zukünftig entstehen könnte. Spekulieren will keiner.

„Durch das Programm INGEplus hat sich ein sehr guter Kontakt zu den Eigentümern ergeben. Ich bin sicher, wenn sie konkrete Pläne haben, werden sie auf die Stadt und auf uns zukommen“, sagt Corinne Diho, die Geschäftsführerin des Vereins „Stadtmarketing“. Davon geht auch der Erste Stadtrat aus. Wenn die Fläche entwickelt werden sollte, dann werde das sicher zusammen mit der Stadt erörtert werden.

Von Michael Rinde

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