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Ostkreis Zweite Zufahrt soll Situation entschärfen
Landkreis Ostkreis Zweite Zufahrt soll Situation entschärfen
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18:58 22.08.2021
Einer der Baggerseen bei Niederwald wird mit Erde von der A49-Baustelle verfüllt.
Einer der Baggerseen bei Niederwald wird mit Erde von der A49-Baustelle verfüllt. Quelle: Foto: Tobias Hirsch
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Niederwald

Dreck und Staub entlang der Strecke von Kirchhain nach Niederwald und die Verkehrssituation rund um das ehemalige Kieswerk Herrmann sorgten in den vergangenen Wochen für reichlich Unmut und Ärger unter Anwohnern und Autofahrern auf dieser Kreisstraße (die OP berichtete ausführlich am Dienstag). Ein weiteres großes Thema insbesondere aus Sicht des Ortsbeirates Niederwald war die Sicherheit und die Situation, dass Lastzüge mit A49-Erdaushub immer wieder am Fahrbahnrand halten, obwohl es andere Regelungen gibt.

Alle Beteiligten haben wie angekündigt reagiert und ein gemeinsames Gespräch über die Situation und Verbesserungsmöglichkeiten geführt. Das berichten A-49-Baugesellschaft und die Stadt Kirchhain der OP. Die direkten Einflussmöglichkeiten der Stadt Kirchhain sind dabei vergleichsweise gering. Sie sah sich dabei zunächst in der Moderatorenrolle, um zu Verbesserungen zu kommen, wie Armin Schmidt von der Ordnungsbehörde innerhalb der Stadtverwaltung erläutert.

Zunächst gibt es Verbesserungen bei der Fahrbahnreinigung mit einer Kehrmaschine. Inzwischen ist ein spezielles Unternehmen für die Straßenreinigung im Einsatz, wie Schmidt der OP berichtet. Nach den ersten Rückmeldungen habe sich die Situation bereits erheblich verbessert. „Zwischenzeitlich war die Fahrbahn in einem schlimmen Zustand durch den Lkw-Verkehr“, sagt auch Armin Schmidt als Ordnungspolizeibeamter der Stadt. Die A-49-Baugesellschaft ihrerseits teilt dazu mit, dass die Straßenreinigung so optimiert werde, dass „die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich gehalten werden“. Das scheint bereits Früchte zu tragen, so die ersten Eindrücke – auch von Niederwalds Ortsvorsteher Hans-Joachim Degen.

Klar ist aber auch: „Ganz ohne Beeinträchtigungen wird der Erdaushubtransport nicht möglich sein“, so Armin Schmidt.

In Sachen Sicherheit soll sich aber auch noch einiges tun in den nächsten Wochen. Aktuell laufen Planungen für eine zweite Zufahrt auf das Gelände der früheren Abbaufläche. Im Augenblick kann immer nur ein Lastzug auf die Fläche fahren, Lastwagen, die heraus wollen, müssen warten – und umgekehrt. Die Kieswerkzufahrt auf der gegenüberliegenden Seite soll als Wartebereich dienen. Das führt dazu, dass Lastzüge die Kreisstraße queren müssen, was die Verkehrssituation zusätzlich erschwert. Durch die zweite Zufahrt könnte ein Ringverkehr entstehen. Zurzeit müssen die beteiligten Behörden, die allesamt an den Gesprächen beteiligt waren, diese Pläne zwar noch prüfen. „Doch es sieht so aus, dass das klappt“, sagen Armin Schmidt und auch Niederwalds Ortsvorsteher und die A-49-Baugesellschaft gegenüber der OP.

Ortsvorsteher Degen ist jedenfalls mit den Ergebnissen des Gespräches zufrieden. „Das war sehr konstruktiv, alle wollen gemeinsam etwas verbessern“, berichtet er. Degen wird für Beschwerden aus Niederwald außerdem als Ansprechpartner dienen und diese dann an die Autobahngesellschaft weitergeben. Auch das soll bei Bedarf zu schnellen Lösungen führen. Die Autobahngesellschaft geht jetzt davon aus, dass sich die Gesamtsituation bis Ende August verbessern lässt.

Etwa 230 Lastzüge fahren zum Verfüllen täglich auf das Gelände des früheren Abbaufeldes. Ortsvorsteher Degen erinnert noch einmal daran, dass die Verfüllung im Sinne des Ortes ist. „Bisher fiel das Ufer dieses Sees fast senkrecht ab, das war gefährlich“, erinnert er. Auch der Ortsvorsteher erinnert wie auch die Stadt Kirchhain alle Autofahrer daran, im Bereich der Zufahrten unbedingt auf die Verkehrsregeln zu achten und langsam zu fahren. „Gegenseitige Rücksicht ist dort wichtig“, sagt Degen.

Von Michael Rinde

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