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Ostkreis Verkehr fließt über eigens gebaute Straße
Landkreis Ostkreis Verkehr fließt über eigens gebaute Straße
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08:00 21.01.2022
Eine Kehrmaschine reinigt die Umfahrung der B 454 bei Eis und Schnee.
Eine Kehrmaschine reinigt die Umfahrung der B 454 bei Eis und Schnee. Quelle: Michael Rinde
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Stadtallendorf

Seit Tagen liegen die Umleitungsschilder bereits am Rande der Fahrbahnen der Bundesstraße 454 und der Niederrheinischen Straße, der Kreisstraße 12. Nun soll es ab Montag so weit sein. Damit an der A-49-Auffahrt Stadtallendorf ein Kreuzungsbauwerk und eine Radwegeunterführung gebaut werden können, muss der Verkehr auf der B 454 umgeleitet werden. Das geschieht zwischen Abzweigung Daimler-Straße und Abzweig K 12.

Der Verkehr wird dann über einen Bypass, eine Umfahrung, durch das Gewerbegebiet Nord-Ost geführt. Dort wird der Verkehr damit entsprechend zunehmen – und das für längere Zeit. Die Bauarbeiten dauern, Stand jetzt, bis 21. November. Wichtig für alle Autofahrer: Auf der Durchfahrt gilt Tempo 50!

Dies sei das erste Stück Straße, das wirklich endausgebaut fertiggestellt werde, erklärt Jürgen Driebe, der Geschäftsführer der A-49-Autobahngesellschaft. Nach ihrer Funktion als „Bypass“ wird diese etwa einen Kilometer lange Straße die Zufahrt zum Gewerbegebiet Nord-Ost darstellen. Driebe betont, dass man durch die „Faudi-Umgehung“ eine sehr verkehrssichere Lösung für die Zeit der Arbeiten an dem Kreuzungsbauwerk für die Autobahnauffahrt gefunden habe.

Von der Sperrung und Umleitung sind auch die Radrouten D 4 „Deutschlandradweg“, RDE „Radweg Deutsche Einheit“ sowie R 2 zwischen Stadtallendorf und Neustadt betroffen, die parallel zur B 454 über die K 12 Alte Wache/Niederrheinische Straße verlaufen. Sie werden aber nicht unterbrochen. Geplant ist folgende Regelung: Die Radrouten werden voraussichtlich bis Ende August 2023 innerstädtisch an den Kreisverkehrsplätzen in der Bahnhofstraße aus Richtung Niederklein und Marburg aufgenommen und über den bestehenden RMV 11 über die Hauptstraße in Richtung Erksdorf umgeleitet. Ab der Gemarkungsgrenze erfolgt die Umleitung weiter über den „Krückeberg“ in Richtung Neustadt/Alsfeld. Die Umleitung sei ab Stadtallendorf-Mitte in beide Richtungen ausreichend beschildert, so die Autobahngesellschaft in einer Pressemitteilung. Das Thema Rad-, Wander- und Spazierwege ist in Stadtallendorf sensibel angesichts der bereits erfolgten Absperrungen und Unterbrechungen (die OP berichtete mehrfach). „Wir prüfen ständig, ob wir Wander- und Radwege öffnen oder länger offen halten können, das ist uns ein großes Anliegen“, sagt Jürgen Driebe. Noch gibt es aber keine Möglichkeit, Wegebeziehungen im Herrenwald wiederherzustellen.

Von Michael Rinde