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Ostkreis Testzentrum – mit großem Vorteil
Landkreis Ostkreis Testzentrum – mit großem Vorteil
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12:58 23.04.2021
Dr. Dina Schweizer und Heiko Dawedeit stellten die Details des Testzentrums vor.
Dr. Dina Schweizer und Heiko Dawedeit stellten die Details des Testzentrums vor. Quelle: Florian Lerchbacher
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Wohra

Vor der gegenüber der Verwaltung gelegenen Praxis von Dr. Dina Schweizer steht ein großes, weißes Zelt. Es handelt sich dabei um das neue Corona-Testzentrum der Gemeinde Wohratal. Er sei immer wieder aus der Bevölkerung angesprochen worden und habe bei einem Blick auf eine Karte selber festgestellt, dass seine Heimat samt Umgebung ein „großer, weißer Fleck“ in Sachen Testzentren sei, berichtet Bürgermeister Heiko Dawedeit.

Entsprechend habe er überlegt, was sich dagegen unternehmen lasse und sich auf die Suche nach Lösungsmöglichkeiten gemacht. „Ich habe mich auch über externe Anbieter informiert“, sagt er, doch letztendlich sei klar gewesen, dass es die fachliche Kompetenz und das entsprechend geschulte Personal bereits in Wohratal gibt. Und zwar in unmittelbarer Nähe seines Arbeitsplatzes.

Kooperation mit Arztpraxis

„Wir testen bereits, seitdem es möglich ist“, betont die Wohrataler Ärztin. Es sei aber nicht bekannt gewesen, dass eigentlich jeder zu ihr kommen könne, wirft Dawedeit ein. Die meisten Menschen hätten wahrscheinlich gedacht, dass das Angebot nur für Patienten gilt. Das solle sich nun ändern. Aus diesem Grund gebe es die neue Kooperation, sodass sich nun alle Bürger Wohratals und der Umgebung im neuen Testzentrum willkommen fühlen können.

Vor der Arztpraxis steht nun ein Zelt, das in zwei Bereiche unterteilt wird. Auf der einen Seite eines zur Trennung aufgestellten Tisches sollen die Menschen warten, die sich testen lassen möchten. Auf der anderen sollen jene sitzen, die auf das Ergebnis ihres Tests beziehungsweise ein entsprechendes Schriftstück warten.

Bald kommt Nummer für Testzentrum

Die Praxis will bald noch eine Handynummer installieren, die speziell für das Testzentrum gilt und über die Testergebnisse dann auch via SMS den Getesteten zugeschickt werden sollen.

Der eigentliche Test wird dann durchs Fenster vorgenommen – um den Zugang zu erleichtern, ließ die Ärztin sogar extra eine kleine Schwelle im „Garten“ entfernen: Der Patient oder die Patientin steht draußen, der Testende in Schutzkleidung im Gebäude. Ein Vorteil dieses Systems: Dadurch, dass ihre Mitarbeiterin höher stehe als die Person vor dem Fenster, sei sie zusätzlich geschützt, da die Tröpfchen im Fall der Fälle nach unten fallen. „Ein weiterer Vorteil ist, dass die Menschen es hier mit Fachpersonal zu tun bekommen, das auch Detailfragen beantworten kann“, betont Schweizer.

PCR-Test nach positiven Schnelltest

Vielen Menschen sei beispielsweise nicht bewusst, dass es kaum etwas bringt, sich einen Tag nach dem Kontakt mit einem Corona-Kranken testen zu lassen. Viel sinnvoller sei es, sich fünf bis sieben Tage nach dem Kontakt testen zu lassen, erklärt die Wohrataler Ärztin – die in ihrem Testzentrum noch einen weiteren, riesigen Vorteil hat: Sie kann bei einem positiven Schnelltest direkt noch einen PCR-Test hinterherschieben, der in den meisten Testzentren nicht angeboten wird, und den sie dann an ein Labor zur Auswertung weiterleitet.

Termine müssen für den Corona-Test nicht extra ausgemacht werden. Es gibt feste Zeiten, zu denen sich Menschen, die sich einem Test unterziehen wollen, einfach an der Praxis einfinden sollen: Morgens um 9 Uhr und um 11 Uhr sowie dienstags und donnerstags um 18 Uhr.

9-Uhr-Termin für kranke Personen

Wer Krankheitssymptome empfindet oder von einer Erkrankung ausgeht, sollte den 9-Uhr-Termin nutzen – denn um 9.30 Uhr kommen Labormitarbeiter zu Schweizer, denen dann gegebenenfalls ein PCR-Test direkt mitgegeben werden kann.

Es gibt außerdem die Möglichkeit, telefonisch einen gesonderten Termin zu vereinbaren – was sich beispielsweise für größere Gruppen anbiete, so Dawedeit, der als Beispiel Familien anführt. Für Firmen sei dieses Angebot nicht gedacht, denn diese müssten Tests der Belegschaft anders abrechnen als Praxen, erläutert der Bürgermeister. Wer sich testen lassen will, muss einen Ausweis mitbringen. Ein Versichertenkärtchen wäre auch nicht schlecht, weil es einiges vereinfacht, so Schweizer – aber das sei nicht zwingend notwendig.

Die anderen Testcenter im Landkreis finden Sie über die Liste der Testcenter im Landkreis.

Von Florian Lerchbacher

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