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Ostkreis Wahlhelfer nutzen die Generalprobe
Landkreis Ostkreis Wahlhelfer nutzen die Generalprobe
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07:00 15.03.2021
Matthias Luther vom DRK macht einen Nasenabstrich im Stadtallendorfer Testzentrum.
Matthias Luther vom DRK macht einen Nasenabstrich im Stadtallendorfer Testzentrum. Quelle: Foto: Michael Rinde
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Stadtallendorf

Ab dem heutigen Montag (15. März) ist das Stadtallendorfer Corona-Testzentrum in der Mehrzweckhalle in Betrieb. Der erste offizielle Termin findet von 9 bis 11 Uhr statt. Es gibt dabei eine wichtige Änderung: Die Einrichtung ist offizielles Testzentrum für den Ostkreis. Der Landkreis hatte bereits angekündigt, vier zusätzliche offizielle Testzentren einzurichten. „Wir haben vom Kreis den offiziellen Bescheid bekommen, dass wir das Zentrum für den Ostkreis werden“, erklärte Bürgermeister Christian Somogyi am Samstag gegenüber der OP. Vorteil für die Stadt: Sämtliches Material, insbesondere die Tests selbst, werden erstattet.

Am Samstag gab es eine Generalprobe: Wahlhelfer und Verwaltungsmitarbeiter konnten sich testen lassen. Ein Test für den Ablauf. Und der ist aus Sicht der Stadt gelungen. Auch die Zahlen an diesem Samstag waren beruhigend: Es gab 110 Tests, alle fielen negativ aus. Eingesetzt werden Tests, bei denen der Abstrich im vorderen Nasenbereich erfolgt, wie Fachbereichsleiter Reiner Bremer erläutert.

Zwei Kitas sind aktuell geschlossen

Alle Tests werden von medizinisch geschultem Personal vorgenommen, Partner der Stadt ist der DRK-Kreisverband. Der Stadtallendorfer Bereitschaftsleiter Stefan Sturm habe die Verwaltung bei den Vorbereitungen dabei sehr unterstützt, betont Bürgermeister Somogyi.

Kostenfreie Schnelltests sind Teil der bundesweiten Strategie im Kampf gegen das Coronavirus. Jeder, der dies möchte, kann einen solchen Schnelltest einmal in der Woche vornehmen lassen, so der Plan von Bund und Ländern. Stadtallendorfs Bürgermeister betont die Wichtigkeit des neuen Angebotes angesichts der Infiziertenzahlen. Am Freitagnachmittag hatte der Kreis für Stadtallendorf 105 Fälle gemeldet. Die zweitgrößte Stadt des Kreises ist damit Spitzenreiter in der Kreisstatistik. Somogyi berichtete der OP am Wochenende auch von der Schließung von aktuell zwei Kindertagesstätten in der Kernstadt wegen Corona-Fällen. Betroffen sind der städtische Kindergarten Hofwiesenweg und der eines kirchlichen Trägers. Laut OP-Informationen ist es der Kindergarten St. Michael.

Susanne Fritsch von der Stadtverwaltung lässt sich im Testzentrum registrieren.  Quelle: Michael Rinde

Wer sich testen lassen will, muss sich zunächst draußen anstellen, es gilt Maskenpflicht, die Mindestabstände sind zu wahren, wie die Stadt betont. Darauf achtet auch eigenes Personal. Nach der Registrierung am Eingang folgt der Test in einem der beiden Räume. Danach heißt es etwa eine Viertelstunde abzuwarten. Zwei getrennte Wartebereiche sind eingerichtet. Sobald das Ergebnis vorliegt, folgt ein Aufruf, an einem Tisch am Ausgang gibt es dann das Resultat. Jeder Teilnehmer erhält eine Bescheinigung und ein Merkblatt. Eine zentrale Aussage darauf: Das Schnelltestergebnis ist immer nur eine Momentaufnahme.

Vier Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind bei jedem Testtermin im Einsatz, hinzu kommen sechs Verwaltungsmitarbeiter. Hygiene ist im Testzentrum zentral: Jeder Sitzplatz wird nach Benutzung desinfiziert, nach jedem Testtag erfolgt eine gründliche Reinigung und Desinfektion der Halle. Ob die zwei angepeilten Testtermine pro Woche reichen, ist offen. „Wir werden nach dem Anlaufen entscheiden müssen, ob und wie wir nachsteuern“, sagt Reiner Bremer.

  • Testtermine sind montags von 9 bis 11 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr geplant.

Von Michael Rinde