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Ostkreis Vor dem Neubau kommt das Zelt
Landkreis Ostkreis Vor dem Neubau kommt das Zelt
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09:58 30.09.2021
Stadtbrandinspektor Patrick Schulz (von links), Bürgermeister Christian Somogyi, Susanne Fritsch (Projektleiterin „Neubau Feuerwehrgebäude“), Gerätewart Christoph Bipp und Marcus Räthe, der Leiter des Fachbereichs 4, erklärten, was es mit dem riesigen Zelt vor dem Herrenwaldstadion auf sich hat.
Stadtbrandinspektor Patrick Schulz (von links), Bürgermeister Christian Somogyi, Susanne Fritsch (Projektleiterin „Neubau Feuerwehrgebäude“), Gerätewart Christoph Bipp und Marcus Räthe, der Leiter des Fachbereichs 4, erklärten, was es mit dem riesigen Zelt vor dem Herrenwaldstadion auf sich hat. Quelle: Foto: Florian Lerchbacher
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Stadtallendorf

Rund zwei Jahre lang wird die Stadtallendorfer Kernstadt-Feuerwehr in einem riesigen Zelt vor dem Herrenwaldstadion beheimatet sein – danach geht’s dann zurück in die Straße des 17. Juni in den neu gebauten, nach einigen Kostensteigerungen fast zwölf Millionen Euro teuren Feuerwehrstützpunkt.

Die rund 600 Quadratmeter große Interimslösung, die sechs Fahrzeugen Platz bietet und die Umkleiden beherbergen soll, steht inzwischen. Im Dezember kommen dann noch 13, insgesamt rund 180 Quadratmeter Platz bietende Container für Sanitäranlagen, Büros, Werkstätten und Lager in den komplett eingezäunten Bereich. Dann zieht auch die Feuerwehr in ihre rund 300 000 Euro teure Zwischenheimat ein – eine Aufgabe, bei der die Mitglieder gefordert sind, wie Bürgermeister Christian Somogyi betont. „Wir werden alles vor Ort haben, was für die Gefahrenabwehr notwendig ist, müssen aber während des Umzuges Prioritäten setzen und selektieren, was einsatzrelevant ist“, erklärte Stadtbrandinspektor Patrick Schulz die Arbeiten.

Die Suche nach einem passenden Standort für das Zelt sei gar nicht so einfach gewiesen, erinnert sich Susanne Fritsch, die bei der Stadt Stadtallendorf für den Neubau des Feuerwehrstützpunktes zuständig ist. Die zentrale Vorgabe war schließlich, dass die Hilfsfristen weiter eingehalten werden können. Das ist gegeben, freut sich Schulz und stellt heraus, dass die Bundesstraße in der Nähe ganz andere Möglichkeiten bietet.

Allerdings müssen auch die Bürger beziehungsweise alle Fahrzeugführer dafür sorgen, dass Fristen eingehalten werden können: An der Zufahrt von der Waldstraße ist Parken oder Halten strengstens verboten. Schilder mit dem Hinweis „Feuerwehrausfahrt“ durften allerdings nicht angebracht werden, wie Fachdienstleiter Marco Sommer berichtet: Gründe seien unter anderem, dass sich die Ausfahrt auf einer langen Geraden befindet und die Einsatzkräfte ein Sondersignal (sprich: Blaulicht plus Martinshorn) nutzen. Er betont aber, dass das Ordnungsamt an der Stelle streng kontrollieren werde. Es gehe schließlich um die Sicherheit.

Parken mit Einschränkungen

Fans von Eintracht Stadtallendorf werden in den kommenden Jahren beim Parken einige Einschränkungen hinnehmen müssen, aber es gebe ja noch genug andere Flächen, auf denen sie ihre Autos abstellen können, sagt Somogyi. Fritsch verweist darauf, dass das Stadion fußläufig weiterhin wie gewohnt erreichbar ist.

Wenn der Neubau fertig ist und das Zelt wieder wegkommt, werden die für die Interimslösung entfernten Beete wieder hergestellt, verspricht sie und verweist darauf, dass derweil für den Neubau des Stützpunktes einige Bäume gefällt werden müssen.

Das stehe ab dem 1. Oktober an. „Zu Beginn wird das dort ein bisschen wild aussehen, aber es wird auch wieder aufgeforstet“, erklärt Fritsch und gibt einen Zwischenbericht.

Neben den Baumfällungen steht die Umlegung der Gasleitung durch die EAM an. Die Baugenehmigung für den Stützpunkt liegt vor, derzeit ist die Stadt mit der Vorbereitung der Ausschreibungen – die teilweise europaweit erfolgen müssen – beschäftigt.

Der Abbruch des bisherigen Gebäudes – der ursprünglich für den 1. Oktober 2021 vorgesehen war – soll Anfang 2022 beginnen.

Von Florian Lerchbacher

29.09.2021
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