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Ostkreis In Oldtimern durch die Kampagne
Landkreis Ostkreis In Oldtimern durch die Kampagne
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10:00 21.11.2019
Stadtallendorfs neues Prinzenpaar Svenja I. und Nico I. schwärmt für die Narretei und für alte Autos. Quelle: Michael Feldpausch
Stadtallendorf

Wieder ist es den Scouts, den Suchexperten, des FCKK-Vorstandes gelungen, ein hochkarätiges Prinzenpaar zu finden und für das hohe närrische Amt zu begeistern. Am vergangenen Samstag, 16. November, war das Geheimnis gelüftet. In der Kampagne 2019/2020 sitzen Svenja I. und Nico I. auf dem Stadtallendorfer Narrenthron.

Beide sind auch privat ein Paar, beide verbindet eine große Leidenschaft: Sie lieben Autos. Svenja Schmidt und Nico Horst sind passenderweise auch beide Kfz-Meister. Beide arbeiten beim Autohaus Horst in Rauschenberg. Der Vater des Prinzen, Heinrich „Heini“ Horst, dürfte seinem Sohn in den nächsten Monaten manchen guten Tipp geben.

Denn er und seine Frau waren in der Kampagne 2006/2007 selbst närrische Hoheiten. Dass Svenja I. und Nico I. das närrische Amt übernehmen, hatte sich im vergangenen Jahr angebahnt. Seinerzeit kamen der Vorstand und das damalige Prinzenpaar des FCKK zu Besuch ins Autohaus Horst.

Svenja-Katharina Schmidt war gleich begeistert vom Gedanken, einmal selbst Prinzessin zu sein. Zumal in ihren Adern seit der Kindheit Narrenblut fließt. Aber auch Prinz Nico I. musste nicht lange überredet werden. Er steckt für die noch ganz junge Kampagne voller Ideen, wie beide der OP berichten.

Der Beruf ist eben auch Hobby

Nach der Inthronisierung in Erksdorf gibt es nun aber erst einmal eine kleine Pause, bis es richtig losgeht. „Aber wir haben genug mit den Vorarbeiten zu tun“, sagt Prinzessin Svenja. Das Paar verbindet privat und beruflich sehr viel miteinander. Beide sind tierlieb, haben einen Hund und zwei Katzen. Und sie haben zusammen auch noch vier Autos.

Der Beruf ist eben auch Hobby. Beide schrauben nämlich gerne, richten Autos wieder her, die schon ein paar Jahrzehnte gelaufen sind und eigentlich vor der letzten Fahrt zur Schrottpresse stehen könnten.

Darauf deuten auch die närrischen Namen der beiden hin: Svenja I. ist „meisterliche Schrauberin und galante Repräsentantin der Zunft mit PS und Hubraum“, Nico I. ist „Marquise de Peugeot und Regent des Hauses Löwenhorst.“

Übrigens hat auch der nimmermüde Obersthofmarschall Michael Feldpausch nun einen närrischen Beinamen erhalten, auch ein wenig in Adelung seiner närrischen Verdienste. Er heißt nunmehr „kreativer Elferrat und Diplomat am närrischen Hof des FCKK“.

Rosenmontag beim Umzug dabei

Während bei ihrem Lebensgefährten frühzeitig alles in Richtung Kfz-Handwerk deutete, machte Svenja Schmidt noch einen kleinen Umweg. Sie studierte nach dem Abitur zunächst einige Semester Jura. „Dann habe ich gemerkt, dass ich nicht an Schreibtische gehöre und habe mich um eine Ausbildung als Kfz-Mechatronikerin beworben“, sagt sie.

Sie fand sehr schnelle eine Ausbildungsstelle. Und sie entschied sich früh, auch noch die Meisterprüfung anzustreben. Prinzessin Svenja I. hatte vor dem ersten großen öffentlichen Auftritt vor mehr als 300 erwartungsvollen Narren großes Lampenfieber. „Ich war überwältigt, als ich auf der Bühne stand“, sagt sie.

Eine Innovation hat das Prinzenpaar in jedem Falle schon durchgesetzt. Beim Rosenmontag im nächsten Februar wird das Stadtallendorfer Prinzenpaar des FCKK am Marburger Rosenmontagszug teilnehmen.

Damit das zeitlich klappt, müssen sie nach der närrischen Machtübernahme in Stadtallendorf schnell in das Oberzentrum fahren und dort ihren Wagen besteigen. Deshalb wird die Rathauserstürmung im nächsten Februar auch eine Stunde früher stattfinden.

von Michael Rinde