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Ostkreis Alle Feuerwehren sind parallel im Einsatz
Landkreis Ostkreis Alle Feuerwehren sind parallel im Einsatz
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21:04 18.07.2022
Einer von sieben Einsätzen am Montag: Auf einem Feld bei Niederklein brannte eine Fläche der Größe von rund zweieinhalb Fußballfeldern.
Einer von sieben Einsätzen am Montag: Auf einem Feld bei Niederklein brannte eine Fläche der Größe von rund zweieinhalb Fußballfeldern. Quelle: Feuerwehr Stadtallendorf
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Stadtallendorf

„Wir hatten lange keinen größeren Einsatz mehr – da haben wir uns gedacht: Wir machen einfach alles auf einmal.“ Am Dienstagmorgen konnte Dirk Mann, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Stadtallendorf, schon wieder lachen.

Am Montag hatte das noch ganz anders ausgesehen: Da hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun – und zwar zwischenzeitlich sogar die Einsatzkräfte aus allen Stadtteilen.

Flächenbrand an der B 62

Los ging es gegen 12 Uhr, als die Brandschützer aus der Kernstadt und aus Niederklein mit Unterstützung eines Landwirtes an der B 62 Richtung Kirchhain einen Flächenbrand löschten. Um 15.45 Uhr musste sich die Rufbereitschaft aus der Kernstadt dann im Konrad-Adenauer-Ring ans Werk machen, wo aber glücklicherweise „nur“ ein Quadratmeter Waldboden in Flammen stand.

Brand bei Erntearbeiten

45 Minuten später ging es dann allerdings rund: Bei Erntearbeiten war es zu einem Brand auf einem Feld bei Niederklein gekommen. Das Feuer war von einer landwirtschaftlichen Maschine ausgegangen und breitete sich auf eine Größe von rund zweieinhalb Fußballfeldern aus – und griff auch auf ein Waldstück über. „Und dabei hatten wir noch Glück. Hätte der Wind anders gestanden, hätte das Feuer auf den nicht abgeernteten Teil der Felder übergreifen können. Und auch ein Waldstück wäre schlimmer betroffen gewesen.“

Wie genau das Feuer entstanden war, lasse sich allerdings nicht sagen. Es könne sein, dass es zu Funkenflug kommt, wenn Steine in die Erntemaschine zwischen die Messer geraten.

Eine andere Möglichkeit sei, dass die Maschine einfach heißgelaufen ist. Toll sei jedenfalls die Reaktion der Landwirte gewesen: Der Fahrer der Maschine habe selbige nach Ausbrechen des Feuers auf eine Wiese gefahren und sie von Strohresten befreit, sodass das Arbeitsgerät zwar gequalmt, aber nicht gebrannt habe. Zudem seien gleich mehrere Landwirte herbeigeeilt, um die Feuerwehren bei den Löscharbeiten zu unterstützen. Das gleiche gelte für das Lohnunternehmen Stefan Metz.

Im Einsatz dort waren die Feuerwehren aus Niederklein, Schweinsberg, Erksdorf, Stadtallendorf-Mitte, Kirchhain und der Führungsdienst des Landkreises. Um den Grundschutz zu sichern, wurden die Feuerwehren aus Hatzbach und Wolferode in die Kernstadt gerufen – die später dann tatsächlich auch aktiv werden mussten. Beim Brand in Niederklein erlitten ein Feuerwehrmann und der Fahrer der Erntemaschine leichte Rauchvergiftungen und kamen zur Abklärung ins Krankenhaus.

Brand in der Faudi-Straße

Zeitgleich zum Flächenbrand in Niederklein löste eine Brandmeldeanlage in der Faudi-Straße Alarm aus, wo die Männer und Frauen von Stadtallendorf-Mitte das Feuer aber noch im Keim erstickten. Allerdings mussten sie später noch einmal in den Betrieb ausrücken, um Glutnester zu löschen. So etwas könne leider passieren, wenn das Löschwasser nicht an alle Stellen eindringe, erklärt Mann und betont, dass Stadtallendorf-Mitte beim zweiten Einsatz in der Faudi-Straße Hilfe aus Hatzbach und Wolferode bekam. Zur Brandstelle in Niederklein musste die dortige Feuerwehr dann nach einem ersten fünfstündigen Einsatz nochmal ausrücken – ebenfalls um Glutnester abzulöschen.

Weitere Brand in der Nach

Und in der Nacht auf Dienstag waren dann wieder die Niederkleiner und die Stadtallendorfer im Einsatz, da zwischen Niederklein und Rüdigheim ein Flächenbrand mit einer Größe von fünf mal zehn Metern entstanden war.

Großes Lob spricht Mann in diesem Zusammenhang allen Arbeitgebern der Brandschützer aus, die die Arbeit der Feuerwehren hervorragend unterstützten. Zudem appelliert er an die Menschen, vorsichtig zu sein: Durch die aktuelle Hitze und die daraus resultierende Trockenheit sei die Brandgefahr sehr hoch.

Von Florian Lerchbacher