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Ostkreis Alena lebt ihren Traum
Landkreis Ostkreis Alena lebt ihren Traum
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12:51 10.05.2022
Alena Weitzel mit Gitarre. Foto: Peter Lauritis Photography
Alena Weitzel mit Gitarre. Quelle: Peter Lauritis Photography
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Stadtallendorf

„Was für eine Stimme. Da müssen wir was draus machen.“ Diese Gedanken schossen Ralf Dewner durch den Kopf, als er Alena Weitzel auf der Hochzeit seines Sohnes „Halleluja“ singen hörte. Und so organisierte der Stadtallendorfer, der auch Manager (und Patenonkel) des heimischen Schlagersängers Patrick Heidenreich ist, dass die Teenagerin Gesangsunterricht bekommt. Seitdem sind einige Jahre vergangen, in denen der Inhaber von „RD-Music“ durch Zufall den Fuldaer Musikproduzenten David Neisser kennen lernte, dessen Büro dank Roland Kaiser oder Santiano einige Goldene und Platin-Schallplatten beziehungsweise CDs zieren. Dewner sprach den Songwriter wegen seiner Nachwuchshoffnung an, stieß auf fruchtbaren Boden – und so realisierte das Trio Alenas großen Traum und produzierte ihre erste Single.

„Freisehen“ hat die 20-Jährige selbst geschrieben – mitten in der Hochphase der Corona-Pandemie. „Das Lied handelt davon, aus dem Alltag rauszukommen“, sagt Alena Weitzel und erklärt: „Früher machte man einfach. Doch je älter man wird, umso geregelter wird der Tag: Irgendwann macht man gefühlt immer dasselbe.“ Daher drehe sich der Text darum, loszulassen, auszubrechen und den eigenen Weg zu gehen: „Und dabei ist egal, was die anderen sagen.“ Entsprechend lautet eine prägende Zeile des Refrains: „Ich will mich freisehen. So frei, wie Wolken sind.“

Alena Weitzel macht seit ihrer Kindheit Musik

Schon seit ihrer Kindheit liebt und macht die Stadtallendorferin Musik. Mit acht Jahren entdeckte sie ihre Begeisterung für die Gitarre – und begeisterte schon als Grundschülerin ihre Mitschülerinnen und -schüler aber auch die Lehrkräfte mit ihrer Musik. Je älter sie wurde, umso mehr trat sie auf, zum Beispiel bei Hochzeiten oder Gottesdiensten. Vor fünf Jahren sagte sie im Gespräch mit der Oberhessischen Presse: „Ich möchte irgendwann meine eigene Musik spielen und damit Geld verdienen.“ Ein Wunsch, der nun in Erfüllung geht – allerdings nicht, wie einst geplant, unter dem Namen „Alena Vinci“, sondern eben nur als „Alena“. Das Video zu ihrem ersten Pop-Song wurde in der Umgebung Stadtallendorfs sowie in der Stadthalle aufgenommen – ein Ort, an dem Alena Weitzel schon oft auf der Bühne stand, insbesondere als Funkenmariechen des FCKK. „Es soll nachdenklich und träumerisch wirken“, erläutert sie und freut sich, dass auch ihre Schwester Lisa (22) für die Rahmenhandlung des Videos vor der Kamera auftrat.

Ihr Ziel ist es, mit ihrer Musik die Leute zu erreichen: „Ich möchte, dass die Menschen meinen Song genauso gut finden wie ich. Aber es ist alleine schon krass, dass sie meine Musik jetzt überhaupt hören können.“ Das Video ist beispielsweise bei Youtube zu finden, der Song an sich unter anderem bei Amazon und Apple Music oder Spotify. Und Stück für Stück werden ihn auch die Radiosender in ihrem Repertoire aufnehmen – da ist sich Ralf Dewner sicher.

Privat hört Alena Weitzel, die derzeit in Marburg „Kunst, Musik und Medien: Organisation und Vermittlung“ im vierten Semester studiert, übrigens am liebsten Rock- und Metal-Musik. „Aber das Deutsch-Poppige passt besser zu mir als Sängerin. Ich finde, meine Stimme klingt auf deutsch einfach besser, vielleicht auch offener als auf englisch.“ Dabei will sie aber nicht ausschließen, sich eines Tages auch mal in etwas härteren Richtungen der Musik zu versuchen: „Mal sehen. Ich mache das, was sich für mich gut anhört.“ Für die OP schüttelte Alena Weitzel jedenfalls einfach mal Amy Macdonalds „This is the life“ aus dem Ärmel (unbedingt reinhören!). Und ihre zweite Single hat die junge Stadtallendorferin auch bereits im Kasten – doch zunächst ist erstmal Zeit fürs „Freisehen“.

Von Florian Lerchbacher

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