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Ostkreis Stadt geht von einem dicken Minus aus
Landkreis Ostkreis Stadt geht von einem dicken Minus aus
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11:58 22.01.2021
Banknoten liegen auf einem Tisch. Die Stadt Stadtallendorf rechnet für das Jahr 2021 mit einem dicken Minus. Der Fehlbetrag soll durch angespartes Guthaben ausgegleicht werden.
Banknoten liegen auf einem Tisch. Die Stadt Stadtallendorf rechnet für das Jahr 2021 mit einem dicken Minus. Der Fehlbetrag soll durch angespartes Guthaben ausgegleicht werden. Quelle: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbi
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Stadtallendorf

Die Stadt Stadtallendorf rechnet für das Jahr 2021 mit einem Minus von rund 1,5 Millionen Euro – und auch für die darauffolgenden Jahre geht Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) davon aus, dass die Stadt keine schwarzen Zahlen schreibt. Dennoch werde es im kommenden Jahr keine Gebühren- oder Steuererhöhungen geben, verspricht er und betont, dass sich die Aufwendung auf etwas über 62 Millionen Euro belaufen werden – und auf der anderen Seite ein Ertragsvolumen von knapp unter 61 Millionen Euro stehe.

Aufgrund des daraus resultierenden Minus und der Annahme, dass auch mittelfristig erst im Jahr 2024 mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Stadt zu rechnen sei, müssten die Stadtallendorfer ein Haushalts-Sicherungskonzept entwerfen. Problem seien die Gewerbesteuern, von denen die Kommune stark abhänge, so der Kämmerer: In diesem Jahr sei mit einem ähnlichen Betrag wie im vergangenen Jahr zu rechnen (36 Millionen Euro), danach werde dieser wohl noch heruntergehen, ehe im Jahr 2024 die Wirtschaft wieder besser dastehe. Dann sei mit einem Plus von 290 000 Euro zu rechnen, sagt Somogyi und erklärt, dass sich dies in Gesprächen mit den großen Unternehmen in der Stadt ergeben habe. Doch auch die Fehlbeträge in der Zwischenzeit könne die Stadt überbrücken – müsse dafür eben ihr angespartes Guthaben nutzen.

Außerdem geht der Kämmerer davon aus, dass einige Investitionen später Erträge mit sich bringen. Als Beispiel nennt er den Erwerb von Bauflächen, die dann beplant würden und in zwei Jahren in den Verkauf gehen sollen.

Als wichtigsten Bereich der Investitionen bezeichnet Somogyi in diesem Jahr die Kindergärten. Die Kompletterneuerung der Einrichtung im Hofwiesenweg soll fortgesetzt werden – auch unter Zuhilfenahme von Fördermitteln. Für 1,5 Millionen Euro soll außerdem der Kindergarten St. Martin erweitert und grundhaft saniert werden. Weitere 500 000 Euro werden in die Einrichtung in Hatzbach fließen, die ebenfalls eine zusätzliche Gruppe bekommt und somit mehr Kindern Platz bieten wird.

„Und die Feuerwehren werden wir auch weiter stärken und das Gesamtkonzept fortsetzen“, sagt der Bürgermeister. Ganz oben steht dabei natürlich der Neubau des Stützpunktes in der Kernstadt. Der Neubau soll voraussichtlich ab dem Sommer 2021 entstehen, die Bauzeit wird auf zwei Jahre geschätzt. Die Kosten belaufen sich auf rund 10 Millionen Euro – 4,3 Millionen Euro stehen für dieses Jahr im Finanzwerk. Das Land unterstützt das Projekt mit rund 420 000 Euro.

Am Donnerstag, 28. Januar, bringt der Bürgermeister den Haushaltsplan-Entwurf im Stadtparlament ein. Erste Zahlen gab er am Dienstag während der Sitzung des Sozialausschusses preis.

Von Florian Lerchbacher