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Ostkreis Sicherer zum Burger King
Landkreis Ostkreis Sicherer zum Burger King
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10:38 08.10.2019
Ein noch zu schaffender Fußweg soll vor allem Kinder und Jugendliche sicherer zu diesem Schnellrestaurant bringen. Quelle: Matthias Mayer
Kirchhain

Die städtischen Gremien haben sich mehrfach mit der Verkehrssicherheit dort befasst. Und die CDU-Fraktion beauftragte den Magistrat, ­„alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Verkehrssicherheit auch durch Errichten eines Fuß- und Radweges ­sicherzustellen.“

Die missliche Situation in diesem neuen Teil des Gewerbegebiets entstand, weil es dort nicht einen einzigen Bürgersteig gibt. Und der vom Landkreis geplante Radweg, der vom Ortsausgang parallel zur Bahntrasse Richtung Langenstein führt und eine Querungshilfe ins Gewerbegebiet bekommt, wird erst in zwei Jahren gebaut. „Da haben wir während der Planungsphase alle gepennt“, übte Reiner Nau (Grüne) kürzlich Selbstkritik am Parlament.

So blieb es bis zur jüngsten Sitzung des Kirchhainer Verkehrsausschusses bei dem Status, den die CDU-Fraktion zur Begründung ihres Antrags so ­formulierte: „Seit Eröffnung ­eines Fastfood-Restaurants ist festzustellen, dass immer wieder Kinder und Jugendliche am Straßenrand in das Gewerbegebiet (neue Abzweigung) laufen. Durch die Nähe des Freibades steht zu befürchten, dass dieser kurze Weg noch stärker in Anspruch genommen wird.“

Eine Lösung ist jetzt offenbar in Sicht. Bürgermeister Olaf Hausmann sprach von weiteren Gesprächen zwischen Stadt und den Restaurant-Betreibern in Sachen Wegeführung.

Dabei sei die vage Idee von einem Trampelpfad über ein privates Grundstück verworfen worden. Stattdessen zeichne sich eine tragfähige Lösung ab. Die Stadt habe die Gelegenheit, 63 Meter eines Privatgrundstückes vom Eigentümer zurückzukaufen Auf dem Streifen könne ein Fußweg entstehen, der den Weg zu dem Schnellrestaurant deutlich verkürzt, so der Bürgermeister. 

Der Stadtverordnete Dr. Christian Lohbeck sprach von einer vernünftigen Wegeführung und einem guten Kompromiss im Sinne der Verkehrssicherheit. Mit Blick auf die Zielgruppe stellte der Stadtverordnete ­Lothar Klingelhöfer (SPD) fest: „Vom Freibad kommt man direkt über den Zebrastreifen auf diesen Weg. „Das ist eine sehr gute Lösung“, sagte der Parlamentarier. Ob sich der CDU-Antrag damit erledigt hat, steht noch nicht fest.

Das Gewerbegebiet Ost wird derzeit zwischen der Alsfelder Straße und der Niederrheinischen Straße als Umleitung genutzt. Urheber sind die Kanalarbeiten in der Weidenstraße. Der neue Kanal der Weidenstraße muss an den Kanal der Alsfelder Straße angeschlossen werden. Dazu reichte zunächst eine halbseitige Sperrung der Alsfelder Straße. Jetzt ist die Alsfelder Straße voraussichtlich bis zum Wochenende zwischen der Einmündung Weidenstraße und der Einmündung Flurstraße voll gesperrt sein. Die Umleitung erfolgt über die Lauterbacher Straße, Sonnenallee und die Niederrheinische Straße.

von Matthias Mayer