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Ostkreis Schnell nach Marburg, schnell nach Frankenberg
Landkreis Ostkreis Schnell nach Marburg, schnell nach Frankenberg
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10:00 11.12.2021
Bisher gibt es sehr gute Erfahrungen mit Schnellbuslinien im Landkreis, wie hier mit der X38.
Bisher gibt es sehr gute Erfahrungen mit Schnellbuslinien im Landkreis, wie hier mit der X38. Quelle: Foto: Thorsten Richter
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Ostkreis

An diesem Sonntag ist es so weit: Gleich zwei Buslinien, die beide vor allem den Ostkreis berühren, nehmen ihren Betrieb auf. Erstmals berührt eine Schnellbuslinie auch den östlichen Teil des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die Schnellbuslinie X35 verkehrt ab 12. Dezember zum Fahrplanwechsel zwischen Marburg, Kirchhain, Stadtallendorf und Alsfeld. Das besondere der insgesamt jetzt 29 Schnellbuslinien im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist, dass sie über deutlich kürzere Fahrzeiten als reguläre Busverbindungen verfügen. Einige Beispiele aus der Pressemitteilung des RMV dazu: Die Fahrzeit zwischen Stadtallendorf und Marburg-Uniklinikum verkürzt sich um 10 Minuten, künftig halbieren sich die Fahrzeiten zwischen Kirchhain und Marburg-Campus-Lahnberge auf nur noch 16 Minuten. Das dürfte für Studierende sehr attraktiv werden. Wer die volle Strecke nutzt und von Marburg-Hauptbahnhof nach Alsfeld fährt, ist fahrplanmäßig 85 Minuten unterwegs.

Es ist die mittlerweile fünfte Schnellbuslinie, die der RMV im Landkreis Marburg-Biedenkopf betreiben wird. „Damit haben wir im ländlichen Raum die meisten Schnellbuslinien im Verbandsgebiet“, freut sich Marian Zachow, Vizelandrat, Nahverkehrs-Dezernent und auch RMV-Aufsichtsratmitglied. In Alsfeld bekommen Reisende dann Anschluss an die Vogelsbergbahn. Er habe zunächst nicht geglaubt, dass sich die insgesamt zwei neuen Strecken jetzt schon umsetzen ließen, so Zachow gegenüber der OP. Die bisherigen Erfahrungen mit Schnellbusverbindungen vor allem im Hinterland seien sehr gut. Wobei sich teilweise die Folgen der Coronapandemie auch dort auf Fahrgastzahlen auswirkten.

Neue Fahrzeuge

Auf der neuen Schnellbuslinie X35 soll der Betreiber neue Fahrzeuge einsetzen, die auch über Wlan-Netz verfügen.

Die zweite neue Linie, die Buslinie 570, verkehrt zwischen Kirchhain, Rauschenberg, Wohratal- Gemünden (Wohra) und Frankenberg. Aus zwei Buslinien unterschiedlicher Verkehrsverbünde (MR 70 des RMV und 570 vom NVV) wird eine durchgehende. Es entfallen lästige und zeitraubende Umstiege, die Fahrzeiten verkürzen sich. Wer auf der neuen Linie 570 montagmorgens um 5.44 Uhr am Kirchhainer Bahnhof einsteigt, wird laut Fahrplan künftig um 6.14 Uhr am Bürgerhaus Wohratal sein. Oder um 6.35 Uhr in Haina an der Gemeindeverwaltung, um Beispiele zu nennen.

Die neue „570“ fährt wochentags im Stundentakt, samstags im Zwei-Stunden-Takt und an Sonntagen gibt es fünf Hin- und Rückfahrten. „Damit wird ein historischer Fehler korrigiert“, meint Zachow mit Blick auf diese kreis- und verkehrsverbundübergreifende Buslinie.

Generell lobt der heimische Erste Kreisbeigeordnete die gute Zusammenarbeit mit den Landräten aus den Nachbarkreisen, aus dem Vogelsbergkreis und dem Landkreis Waldeck-Frankenberg. „Der Kreis und die beteiligten Bürgermeister hätten nicht zu träumen gewagt, dass aus den ersten Gesprächen so gute Linien hervorgehen“, unterstrich Zachow. Er betonte, wie wichtig es auch weiterhin sein werde, Nahverkehrsentwicklung eben über Kreisgrenzen hinweg zu denken.

Fahrpläne sind über die Verbindungsauskunft des RMV unter www.rmv.de abrufbar.

Von Michael Rinde

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