Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Scheune in Mardorf brennt
Landkreis Ostkreis Scheune in Mardorf brennt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:38 27.05.2020
In Mardorf hat am Mittwochmittag eine Scheune gebrannt.  Quelle: Florian Lerchbacher
Anzeige
Mardorf

Großeinsatz von Rettungskräften im Mardorfer Lindenweg: Zahlreiche Feuerwehr-, Rettungsdienst- und Polizeifahrzeuge standen in der kleinen Straße in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses – und die Insassen hatten alle Hände voll zu tun. Grund dafür war ein Feuer, das in einer Scheune ausgebrochen war, als ein 71-Jähriger an einem Auto auf einer Hebebühne werkelte. Zunächst brannte der Wagen, dann griffen die Flammen auf die Scheunendecke über, berichtete Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.

Der Feuerwehr gemeldet worden sei ursprünglich eine „unklare Rauchenwicklung“ – mit der Info, dass sich keine Menschen in dem Gebäude befänden. Als die Einsatzkräfte auf den Fahrzeugen waren, folgte die überarbeitete Meldung: Menschenleben in Gefahr. Entsprechend ging die Feuerwehr dann von einem Großbrand aus.

Anzeige

Als die Kameraden vor Ort eintrafen, hatte das Feuer bereits vom Auto aufs Scheunendach übergegriffen und es bestand die Gefahr, dass auch noch die angrenzende Scheune in Mitleidenschaft gezogen wird. „Das obere Drittel der Wand besteht aus Eternitplatten, die durch die Hitze geplatzt waren“, erklärt Schäfer. Glücklicherweise seien aber keine Flammen ins Nachbargebäude übergetreten, sondern nur Rauch. Während die Einsatzkräfte also in einem Gebäude Feuer löschen mussten, konnten sie sich im anderen darauf beschränken, es zu belüften. Das Wohnhaus sei derweil nicht in Gefahr gewesen.

In Mardorf hat eine Scheune gebrannt.

Beim Eintreffen im Lindenweg habe er die Info erhalten, dass niemand verletzt wurde, berichtet Schäfer: „Und es gab sich auch niemand als verletzt zu erkennen.“ Als der Rettungsdienst kam, habe er diesen indes „aufgrund eines Bauchgefühls“ noch einmal angesprochen – und die Sanitäter stellten tatsächlich auch fest, dass der 71-Jährige schwere Verletzungen erlitten hatte, während seine 69 Jahre alte Ehefrau leichte Verletzungen davontrug. Beide kamen ins Krankenhaus. „Sie standen unter Schock – da spürt man nichts“, zeigte sich der Kreisbrandinspektor wenig verwundert.

Als die Flammen gelöscht waren, öffneten die Brandschützer noch das Dach der Scheune, um von oben nachlöschen zu können und zu prüfen, ob sich irgendwo noch verborgene Glutnester befinden. Im Einsatz waren alle Amöneburger Feuerwehren sowie ein Tanklöschfahrzeug und die Drehleiter aus Kirchhain (insgesamt rund 35 Feuerwehrleute). „Sie haben sehr gute Arbeit geleistet“, lobte Schäfer und ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Die Jungs und Mädels waren gut, fit und schnell.“

Der entstandene Schaden beläuft sich laut Polizei-Pressesprecherin Sabine Richter auf rund 30 000 Euro.

von Florian Lerchbacher

Ostkreis 10 Jahre Hessentag - Ein Rückblick in Bildern
26.05.2020
25.05.2020
Anzeige