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Ostkreis Kirche organisiert Musik-Vorstellung
Landkreis Ostkreis Kirche organisiert Musik-Vorstellung
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16:00 05.07.2021
Gundel Neveling und Christopher Noll stellten die Pläne für das Autokino am 17. Juli auf dem Festplatz vor.
Gundel Neveling und Christopher Noll stellten die Pläne für das Autokino am 17. Juli auf dem Festplatz vor. Quelle: Foto: Florian Lerchbacher
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Rauschenberg

Lieber in der Gruppe schauen, als alleine – was derzeit vielerorts für die Fußball-Europameisterschaft gilt, ist auch Hintergrund einer Einladung des Kirchenkreises Kirchhain und der Kirchengemeinde Rauschenberg-Ernsthausen: Am 17. Juli steht auf dem Festplatz Rauschenberg Autokino auf dem Programm. Dann wird das Oratorium „Eins“ gezeigt – ein musikalisches Bonbon, das eigentlich Höhepunkt des dritten Ökumenischen Kirchentages in Frankfurt werden sollte. Ursprünglich war geplant gewesen, das Oratorium mit dem größten ökumenischen Chor der Welt im Deutsche Bank Park aufzuführen – mehr als 2 000 Menschen hatten sich bereits zum Mitsingen angemeldet, als die öffentliche Veranstaltung pandemiebedingt abgesagt werden musste.

Der Kirchentag fand digital statt – und das Oratorium war „nur“ im Livestream zu sehen. In Rauschenberg sollte das musikalische Meisterwerk bereits im Mai im Autokino zu sehen sein, doch damals machten die Ausgangsbeschränkungen dem Plan einen Strich durch die Rechnung, wie Pfarrer Christopher Noll und Pfarrerin i.R. Gundel Neveling sich erinnern. Am Samstag, 17. Juli, soll die Veranstaltung nun aber stattfinden – coronakonform auf dem Festplatz. Zuschauer werden die Aufzeichnung der ohne Publikum und letztendlich von Profis umgesetzten Uraufführung des Oratoriums aus ihren Autos betrachten – und müssen dafür nur die Fenster runterlassen, denn neben ihnen werden Boxen aufgestellt, aus denen der Ton kommt. Eine Übertragung via Radiofrequenz koste zu viel, sagt Neveling und ergänzt, dass auch die begrenzte Kapazität der Autobatterien ein Problem sei.

Die Autokino-Idee hatte sie aufgebracht. Da sie während ihres Berufslebens über die Geschäftsstelle beziehungsweise die Vorbereitungsstelle gleich mehrfach in die Organisation von Kirchentagen involviert war und sie gemeinsame Fahrten der Kirchengemeinde zum Kirchentag vermisste, hatte sie die Idee entwickelt, das Oratorium sozusagen auf Leinwand nach Rauschenberg zu holen. Neveling freut sich auf ein Meisterwerk mit „hochkarätiger Musik“, das den Zuschauer mit auf eine Zeitreise zu den ersten Christen mitnimmt und die Frage aufwirft, wie es um das Christentum steht. Angelehnt ist es an die Apostelgeschichte.

Für 100 Autos ist Platz

Für 100 Autos soll bei der Übertragung auf den Rauschenberger Festplatz Platz sein. Einlass beziehungsweise Einfahrt ist am 17. Juli ab 20.30 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 21.30 Uhr: Dann zeigen aus Rauschenberg stammende Jungen und Mädchen von der Sing- und Musikschule Stadtallendorf unter Leitung von Philip Schütz ihre Künste am Instrument. Die Ausstrahlung des Oratoriums soll gegen 22 Uhr beginnen – eben dann, wenn es dunkel genug ist.

Der Eintritt ist kostenlos (um Spenden wird gebeten), da die Veranstaltung von lokalen Firmen und dem Filmbüro Hessen gefördert wird. Der Filmtheaterbetrieb Bähr, der die Leinwand stellt, habe den Kontakt zum Filmbüro vermittelt und so quasi die Fördermittel besorgt, lobt Neveling und ergänzt, dass sich zudem die Rauschenberger Veranstaltungstechnik „Sunds“ sehr verdient mache. Die Stadt habe bereits organisiert, dass es eine Einbahnstraßenregelung am Festplatz geben werde, um einen geordneten Betrieb möglich zu machen. Zudem bringen sich der Verschönerungsverein und die Feuerwehr ein, Unterstützung gibt es außerdem von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.

Zuschauer müssen sich anmelden – und zwar per E-Mail. Allerdings sind technische Schwierigkeiten aufgetreten: Noll und Neveling betonen daher, dass das Anmelden nur funktioniert habe, wenn der Absendende eine Bestätigungsmail bekommen hat. Wer diese Mail nicht erhalten habe, werde gebeten, sich erneut anzumelden – mit Namen, Adresse und Kontaktdaten. Dies sei notwendig, um angesichts der Corona-Pandemie im Notfall eventuelle Kontakte zurückverfolgen zu können, betont Neveling. Er hoffe, dass auch Katholiken der Einladung ins Autokino folgen, ergänzt Noll.

Anmeldung bis 10. Juli per E-Mail an die Adresse autokino.eins@gmail.com

Von Florian Lerchbacher