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Ostkreis Rauschenberger Freibad ist startklar
Landkreis Ostkreis Rauschenberger Freibad ist startklar
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13:58 14.05.2021
Sie hoffen auf eine baldige Freibad-Öffnung: Schwimmmeisterin Silke Hackfurth, Klaus Heiner (Badeaufsicht), Andrea Vitt (Stadtverwaltung) und Bürgermeister Michael Emmerich. 
Sie hoffen auf eine baldige Freibad-Öffnung: Schwimmmeisterin Silke Hackfurth, Klaus Heiner (Badeaufsicht), Andrea Vitt (Stadtverwaltung) und Bürgermeister Michael Emmerich.  Quelle: Foto: Stefan Dietrich
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Rauschenberg

„Theoretisch könnten wir innerhalb von vier bis fünf Tagen das Freibad öffnen“, sagte Bürgermeister Michael Emmerich am Mittwoch bei einem Ortstermin mit Beschäftigten des Freibads, mit dem die Stadtverwaltung „ein Zeichen setzen“ wollte. Denn die Schwimmbad-Öffnung ist von den Vorgaben der Landesregierung abhängig. Und die verkündete noch am selben Tag neue Lockerungen, die auch für Rauschenbergs Freibad Bedeutung haben werden.

Das Konzept des Landes sieht zwei Stufen vor – die erste greift, wenn die Inzidenz in einem Landkreis fünf Werktage lang unter 100 liegt, die zweite, wenn sie weitere 14 Tage unter diesem Wert bleibt oder fünf Tage lang unter 50 liegt. Und in der zweiten Stufe sollen auch Schwimmbäder wieder öffnen dürfen. Die Inzidenz, also die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen, pendelt im Landkreis seit einigen Tagen um den Wert von 100.

„Ich persönlich bin der Meinung, dass im Freibad keinerlei Gefährdung für Besucher und Personal besteht“, betont der Bürgermeister. Schließlich ist das Infektionsrisiko an der frischen Luft deutlich geringer als in geschlossenen Räumen, auch im gechlorten Wasser haben Keime keine Chance. In der Stadtverwaltung verweist man zudem darauf, dass die vergangene Saison problemlos verlaufen sei.

Wichtig wäre die Öffnung des Freibads auch für Schülerinnen und Schüler: Die Grundschule Rauschenberg und die Mittelpunktschule Wohratal nutzen es für den Schwimmunterricht. Zudem bietet die Stadt Kindern Schwimmunterricht bei einer ehemaligen Sportlehrerin an.

2022 soll das Freibad
umgebaut werden

Das Rauschenberger Freibad wird laut Stadt mit Quellwasser gespeist, das mit Solarthermie und Nahwärme auf 23 bis 24 Grad erwärmt wird. Voraussichtlich im kommenden Jahr steht ein großer Umbau an. Nach derzeitigem Zeitplan würde die Saison 2022 deshalb schon im August enden – auch deshalb hoffen Stadt und Schwimmbegeisterte, dass zumindest in diesem Jahr viele Öffnungstage möglich sind. Wenn alles planmäßig verläuft und das Wetter mitspielt, sollen die Arbeiten 2023 zum Beginn der warmen Jahreszeit weitgehend abgeschlossen sein.

Der vom Stadtparlament beschlossene Umbau sieht unter anderem vor, dass das Funktionsgebäude aus den 1960er-Jahren, in dem sich unter anderem die Umkleiden befinden, abgerissen und neu errichtet wird. Der Kiosk soll ebenfalls neu errichtet werden – einige Meter unterhalb des jetzigen Standortes. Das Kinderbecken soll interessanter gestaltet werden: Es wird nach dem Umbau zwei Ebenen haben, die mit einer Rutsche verbunden sind. Das große Becken soll dann aus Edelstahl sein, auch die Filteranlage wird modernisiert.
Die Stadt rechnet mit Kosten von rund drei Millionen Euro – und hofft, die Hälfte davon aus Fördermitteln von Bund und Land finanzieren zu können. „Wir warten auf Förderzusagen“, sagte Emmerich zum aktuellen Stand des Projekts. „Die Planung ist angestoßen und wird definitiv dieses Jahr fertiggestellt, so dass wir bis Ende 2021 einen Bauantrag stellen können.“