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13:58 29.09.2021
Irene Stier-Böttcher (links), Tochter Maja und Amaia Balzer haben die Zügel auf dem Reitsporthof Rauschenberg fest in der Hand.
Irene Stier-Böttcher (links), Tochter Maja und Amaia Balzer haben die Zügel auf dem Reitsporthof Rauschenberg fest in der Hand. Quelle: Florian Lerchbacher
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Rauschenberg

„Gemeinsam. Erfolgreich. Sein.“ So lautet das Motto des neuen Reitsportvereins Rauschenberg, der in der Bahnhofstraße 9 auf dem neuen Reitsporthof angesiedelt ist – auf den das Motto durchaus auch zutrifft. Für den Verein ist Hintergrund, dass der Mensch ohne Pferd einfach Mensch ist, mit Pferd aber Reiter wird. Für den Hof ist Hintergrund, dass er eigentlich eine ganz bunte Mischung ist und, wie Eigentümerin Irene Stier-Böttcher betont, auch ein bisschen soziale Anlaufstelle sein soll.

Gemeinsam mit ihrem Mann Erich Böttcher ist sie dabei, die gesamte Anlage auf Vordermann zu bringen und umzugestalten. Im ehemaligen Kuhstall haben die beiden bereits zwei Wohnungen eingerichtet und ein Atelier, in dem Künstler Christian Ströbel aktiv ist. Bei der nächsten Rauschenale will das Paar die Halle, die auch noch in Wohnbereiche umgebaut werden soll, sowie die Außenanlage zur Verfügung stellen – und außerdem ist durch den neuen Reitsportverein ohnehin immer etwas auf dem Gelände los.

Die Idee, auf einen Hof zu ziehen, kam über eine Freundin, erinnert sich Stier-Böttcher. So wurde sie auf die Anlage in Rauschenberg aufmerksam – und als sie dann noch mit ihrer pferdebegeisterten Tochter über den Gedanken, mit dem sie spielte, sprach und auf Begeisterung stieß, fiel die Entscheidung. Die Familie kaufte den Hof vor rund einem Jahr, zog nach Rauschenberg und baut ihn nun Stück für Stück um. „Es hat sich schon unglaublich viel verändert“, freut sich Amaia Balzer, die auch ein Teil des Projektes ist. Nicht nur bezog sie mit ihrem Mann Jan und dem gemeinsamen Kind eine der Wohnungen im ehemaligen Kuhstall: Sie bringt auch noch weiteres Leben in die Bude.

Verein vor einem Monat gegründet

Balzer und Stier-Böttcher kennen sich über den Reit- und Fahrverein Wehrda: Erstere war Reitlehrerin beziehungsweise Trainerin von Maja. Im Gespräch stand die Idee, ebenfalls nach Rauschenberg zu ziehen und dort einen Reitsportverein zu gründen. Schließlich verfügt der Hof im Herzen Rauschenbergs unter anderem über Pferdeboxen, in denen 15 Tiere stehen, eine Führanlage und einen eigenen Reitplatz. „Außerdem gehören uns neben einem Auslauf auf dem Hof noch große Wiesen in der Nähe, auf denen sich die Tiere auch noch bewegen können“, stellt Stier-Böttcher heraus.

Vor rund einem Monat kam es zur Gründung des Reitsportvereins, dessen Vorsitzende Amaia Balzer auch gleich ist. Als Stellvertreter fungiert Jan Balzer, Kassiererin ist Leonie Hollfelder, die gleichzeitig auch das Voltigieren dienstags leitet. Amaia Balzer gibt Dressur- und Springreitunterricht – momentan ausschließlich als Einzeltraining. Hintergrund ist, dass der Verein ein Schulpony besitzt. Es gibt aber auch den Plan, noch ein Schulpferd zu kaufen und eines Tages auch in Kleinstgruppen Trainingseinheiten anzubieten. Lehrgänge bietet sie bereits an, zudem hegt sie den Plan, bald auch eine Art Ferienspiele für Kinder zu organisieren – „mit dem Pferd, noch nicht auf dem Pferd“, wirft sie ein.

„Ich glaube, das ist eine große Chance. Wir können hier Tolles entwickeln und richtig etwas aufbauen“, sagt Balzer. „Wir möchten den Menschen etwas Gutes tun und Raum für Kreativität anbieten, denn genug Platz haben wir ja“, ergänzt Stier-Böttcher. Eins der nächsten Vorhaben ist, ein „Reiterstübchen“ einzurichten, in dem Theoriestunden abgehalten und die Geselligkeit gepflegt werden können. Doch zunächst einmal heißt es, den Rauschenbergern und allen weiteren Interessierten einen Einblick in den Reitsporthof zu geben: Am Samstag, 2. Oktober, findet dort ab 14.30 Uhr ein Tag der offenen Tür statt – mit Verpflegung aus der Region und einer abendlichen Disco auf dem Reitplatz.

Von Florian Lerchbacher