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Ostkreis Neue Bodenfliesen glänzen im Wasser
Landkreis Ostkreis Neue Bodenfliesen glänzen im Wasser
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10:00 07.08.2020
Peter Bittner prüft die Wassertemperatur im gerade wieder befüllten Schwimmerbecken. Auf dem Boden leuchten die neuen Fliesen.
Peter Bittner prüft die Wassertemperatur im gerade wieder befüllten Schwimmerbecken. Auf dem Boden leuchten die neuen Fliesen. Quelle: Michael Rinde
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Kirchhain

Peter Bittner versenkt den Fühler seines Messgerätes im Wasser des Schwimmerbeckens. 25 Grad zeigt es in diesem Moment an. „Normalerweise haben wir 28 Grad Wassertemperatur“, sagt der Geschäftsführer der Bäder-Betriebsgesellschaft.

Derzeit wird das Beckenwasser aufgeheizt, seit einigen Tagen ist es wieder gefüllt. Es gibt erfreuliche Nachrichten für das Phönix-Hallenbad. Die Bodenfliesen im Schwimmerbecken sind komplett erneuert worden (die OP berichtete). Alle Arbeiten liefen reibungslos, die befürchteten negativen Nachrichten nach dem Abschlagen der alten Bodenfliesen sind ausgeblieben. Der Estrich im Schwimmerbecken musste nicht mitsaniert werden, anders als vor einigen Jahren im Nichtschwimmerbecken einige Meter weiter.

Allerdings zeigte sich beim Abschlagen der alten Fliesen, wie dringend notwendig deren Austausch gewesen ist. Sie hätten sich sehr leicht lösen lassen, aufwendiges Stemmen war kaum nötig, wie Bittner berichtet.

Schon Ideen für den Sommer 2021

Unter dem Strich gingen die Sanierungsarbeiten sogar eine Woche schneller als am Anfang geplant. Ebenso erfreulich für die Betreibergesellschaft und ihre Unterstützer: Die Kosten sind im veranschlagten Rahmen geblieben. „Das hätten wir bei weiteren Estricharbeiten nicht geschafft“, sagt ein erleichterter Geschäftsführer Bittner.

Etwa 70 000 Euro hat die Fliesensanierung gekostet. Um die von den Folgen der coronabedingten Schließungen geschwächte Bädergesellschaft zu unterstützen, hatte die Stadt Kirchhain unter anderem Gelder aus der Ehrenamtspauschale bereitgestellt.

Am 17. August um 7 Uhr morgens wird das Phönix-Hallenbad also wie geplant wieder seine Türen öffnen. Gute Nachrichten für viele Stammkunden des Bades.

2020 ist wegen der Pandemie einiges anders

Wie genau der Bäderbetrieb in den nächsten Monaten aussehen wird, ist noch nicht ganz klar. Es fehlen noch die zentralen Informationen rund um das Schulschwimmen, eine zentrale Säule für den Badebetrieb des Phönix und dessen Unterhaltung. Erst danach wird auch geplant werden können, welche Kapazitäten das Bad zu welchen Zeiten für die Vereine haben wird. Aber auch da verbreitet Peter Bittner Zuversicht: „Bisher haben wir das immer passend hinbekommen“.

In diesem Jahr ist durch die Corona-Pandemie allerdings auch einiges anders. Bittner kann sich vorstellen, dass bei einzelnen Terminen nicht mehr zwei vierte Klassen gleichzeitig ins Bad könnten. „Mit 25 Schülern kämen wir gut klar bei den geltenden Abstandsregeln, doch bei 50 müssten wir schauen“, sagt er. Nun nutzen vor allem die kleinen Grundschulen aus Kirchhain und Umgebung das Phönix-Hallenbad.

Und die haben meist ehedem nur eine vierte Klasse. Einzelheiten wird Bittner mit den Schulen abstimmen. „Wir haben ein sehr gutes, vertrauensvolles Verhältnis zu den Sportlehrern“, unterstreicht Bittner.

Hallenbad könnte durchgängig öffnen

Der Geschäftsführer schaut schon auf den Sommer 2021. Da nun alle zwingenden Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind, könnte das Phönix-Hallenbad in den Sommerferien 2021 ausnahmsweise geöffnet bleiben, wenn es die Stadt Kirchhain denn möchte. Denn die Stadt wird im nächsten Jahr ihr Freibad sanieren, so der Stand der Planungen.

Damit Kirchhain nicht wochenlang ganz ohne Schwimmbad dastünde, könnte zumindest das Hallenbad durchgängig geöffnet bleiben. „Das ist nur ein Angebot. Es gibt in Kirchhain viele Schwimmbegeisterte“, sagt Peter Bittner. Sein Gedankenspiel geht an dieser Stelle sogar noch ein Stückchen weiter. Sollte die Stadt dazu bereit sein, ließe sich mit vergleichsweise wenig Aufwand sogar eine kleine Liegewiese vor dem Gebäude schaffen.

Dazu müsste allerdings noch eine Dusche am Fuß einer Eingangstreppe geschaffen werden, zumindest provisorisch.

Von Michael Rinde