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Ostkreis Ein Herz für Stadtallendorf
Landkreis Ostkreis Ein Herz für Stadtallendorf
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15:00 19.02.2022
Im Foyer des Rathauses steht bereits ein Defibrillator zur Verfügung. Die Stadtverordneten halten es für sinnvoll, solch lebensrettende Geräte noch in anderen städtischen Einrichtungen anzubringen.
Im Foyer des Rathauses steht bereits ein Defibrillator zur Verfügung. Die Stadtverordneten halten es für sinnvoll, solch lebensrettende Geräte noch in anderen städtischen Einrichtungen anzubringen. Quelle: Florian Lerchbacher
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Stadtallendorf

Nachdem sie den Haushaltsplan für das Jahr 2022 einstimmig abgesegnet hatten, widmeten sich Stadtallendorfs Stadtverordnete noch einem bunten Strauß an Themen.

Unter anderem beauftragten sie den Magistrat zu prüfen, in welchen städtischen Einrichtungen und Sportstätten Defibrillatoren verfügbar sind – und wo entsprechende Geräte bereitgestellt werden sollten.

Fabian Gies (CDU) freute sich zunächst, dass die anderen Fraktionen sich dem aus der Feder der Christdemokraten stammenden Antrag angeschlossen hatten. Er erinnerte in der Begründung des Antrages daran, wie Ende des vergangenen Jahres während eines Fußballspiels in Schönstadt einem Spieler durch den Einsatz eines Defibrillators das Leben gerettet wurde. Er halte es daher für sinnvoll, als Stadt besser für Notfälle gerüstet zu sein.

Daher solle sie über die Anschaffung weiterer Geräte und entsprechende Schulungen für Bürgerinnen und Bürger nachdenken. Zudem solle sich die Kommune Gedanken über eine Kooperation mit der Björn-Steiger-Stiftung machen – einer gemeinnützigen Stiftung, die sich unter anderem das Ziel gesetzt hat, die Notfallhilfe in Deutschland zu verbessern. Des Weiteren halte er es für sinnvoll, eine Übersicht anzufertigen, wo die lebensrettenden Geräte im Stadtgebiet zu finden sind.

Homepage soll barrierefrei werden

In den städtischen Gemeinschaftseinrichtungen gebe es bereits Defibrillatoren und auch für die Sportplätze und das Herrenwaldstadion seien bereits Geräte bestellt, erinnerte Emel Agca (SPD) an eine Auskunft von Bürgermeister Christian Somogyi, die dieser im Fachausschuss II gegeben hatte. Es sei aber sinnvoll, sich auch über andere Standorte Gedanken zu machen. Der plötzliche Herztod sei schließlich die mit Abstand häufigste Todesursache. Die Überlebenschancen hingen wesentlich davon ab, wie schnell und gut Erste Hilfe zur Wiederbelebung geleistet werden könne. Sie schlug vor, „im Außenbereich“ bei der Anbringung von Defibrillatoren Edelstahlkästen zu nutzen.

Ein weiterer Antrag betrifft die Homepage der Stadt Stadtallendorf. Digitalisierung, Inklusion und Barrierefreiheit seien Begriffe, die glücklicherweise nicht mehr aus dem Wortschatz wegzudenken seien, sagte Handan Özgüven (SPD). Doch Barrierefreiheit betreffe nicht nur Gebäude, sondern auch Internet-Auftritte. Die Homepage der Stadt sei zwar übersichtlich – aber den Bedürfnissen von Menschen mit Handicap nicht angepasst. Es gelte, den Internet-Auftritt in „leichter Sprache“ zu präsentieren.

Integrationskommission gegründet

Das bedeute, verständliche Formulierungen zu wählen aber beispielsweise eben auch die Möglichkeit zu bieten, die Schrift zu vergrößern oder Informationen als Audioversion abrufbar zu machen.

Da es aufgrund fehlender Wahlvorschläge keinen Ausländerbeiratswahl geben konnte, muss nun gemäß des hessischen Gesetzes zur Verbesserung der politischen Teilhabe von ausländischen Einwohnerinnen und Einwohnern eine sogenannte Integrationskommission gegründet werden. Diese wird bestehen aus den Stadtverordneten Stefan Weitzel (CDU), Fatma Tosun (SPD), Alexandra Baader (FDP) und Mario Huhn (BUS) sowie den Bürgerinnen und Bürgern Stefanie Fritzler, Deniz Cetinkaya-Kurt, Ziad Al Mahamid, Mona Shhabi und Ali Üngör. Vorsitzender ist Bürgermeister Christian Somogyi (SPD).

Bei den Anfragen äußerte sich Bürgermeister Somogyi zu einem Anliegen der Grünen-Stadtverordneten Karin Ittermann. Diese hatte nach einem Besuch bei der Kindertafel gefragt, ob die Stadt bedürftigen Kindern (und einer Begleitperson) Freikarten für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stellen könne.

Kindertafel bekommt erneut Freikarten

Dies sei, wie schon in der Vergangenheit, durchaus möglich, entgegnete der Rathauschef. Allerdings nur für Eigenveranstaltungen wie das kommunale Kino – und auch nicht in der angefragten Größenordnung von 10 bis 20 Prozent des Gesamtkontingents. Dies wäre nicht verhältnismäßig, so Somogyi – der auch noch zusagte, bezüglich Freikarten auch zu lokalen Vereinen Kontakt aufzunehmen, wenn diese Veranstaltungen ausrichten.

Von Florian Lerchbacher

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