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Ostkreis Zwei Städte wünschen sich „richtigen“ Radweg
Landkreis Ostkreis Zwei Städte wünschen sich „richtigen“ Radweg
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18:00 28.12.2021
Informationen zu verschiedenen Radweg-Projekten hielt Thomas Groll (links) bereit, als er gemeinsam mit Wolfram Ellenberg (von rechts) die fleißigsten Stadtradler auszeichnete: Dirk Büttner, Helmut Merita und Walter Schmitt.
Informationen zu verschiedenen Radweg-Projekten hielt Thomas Groll (links) bereit, als er gemeinsam mit Wolfram Ellenberg (von rechts) die fleißigsten Stadtradler auszeichnete: Dirk Büttner, Helmut Merita und Walter Schmitt. Quelle: Foto: Florian Lerchbacher
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Neustadt

45 619 Kilometer legten Neustädter Bürger im Zuge des „Stadtradelns“ auf ihren Fahrrädern zurück. Als Thomas Groll die drei fleißigsten Radler ehrte, nutzte der Bürgermeister die Gelegenheit, um einen Überblick über Radwegprojekte zu geben, die derzeit in der Planung sind.

Der Radweg durch das Frauenrod, der von der Eisenbahnbrücke in Neustadt nach Wiera führt, derzeit eine Oberfläche aus Schotter hat und voller Unebenheiten ist, soll im Frühjahr 2022 eine neue wassergebundene Decke bekommen. Außerdem seien sich die beiden Städte einig, dass sie einen dauerhaften Radweg wünschen, berichtet Groll. Aus diesem Grund befinde er sich in Gesprächen mit HessenMobil, damit die Strecke 2024 oder 2025 zum „richtigen Radweg“ ausgebaut wird.

Wann der zweite Abschnitt kommt, ist noch offen

In Sachen Verbindung zwischen Momberg und Mengsberg erklärt Groll, dass die Asphaltierung des Teilstückes vom Ortsausgang Mombergs bis zur Hardtmühle – die eigentlich schon erfolgen sollte – im kommenden Jahr erledigt wird. Wann der zweite Abschnitt bis Mengsberg erledigt wird, sei noch offen.

Des Weiteren gelte es, eine Lösung für den Weg von Neustadt nach Speckswinkel zu finden. „Die Verbindung ist nicht ideal“, sagt Groll und berichtet, dass für Januar 2022 ein Gespräch mit Wasenbergs neuem Bürgermeister anberaumt sei, in dem es um einen Radweg von der Junker-Hansen-Stadt in den Ort im Schwalm-Eder-Kreis geht – der nicht über die Hauptstraße führen soll.

Außerdem plant die Stadt, im kommenden Jahr am Bahnhof eine Abstellanlage zu errichten, in der Fahrräder in Boxen eingeschlossen werden können. 100 000 Euro koste eine solche Einrichtung, aber die Stadt hoffe auf Fördermittel in Höhe von 70 Prozent, kündigt der Bürgermeister an.

Wolfram Ellenberg wünscht sich zudem eine Verbesserung der Radwegeverbindung von Neustadt über Stadtallendorf und Kirchhain nach Marburg. Der Erste Stadtrat erntete derweil großes Lob vom Rathauschef für die Organisation des Stadtradelns in Neustadt, wo sich 130 Bürgerinnen und Bürger an der dreiwöchigen Aktion des Landkreises beteiligten – was für die Junker-Hansen-Stadt Platz zwei im Raum Marburg-Biedenkopf bedeutete. Sie gingen für zehn Teams an den Start.

Die Neustädter Top Drei bildeten der Bürgerverein „Wir für uns“ (10 629 Kilometer, Platz 8 von 81 im ganzen Kreis), „Die Radelrentner“ (8 720 Kilometer, Platz 10) und „Die Pedalos“ (6 365 Kilometer, Platz 12). Die fleißigsten Einzelradler waren der 76 Jahre alte Helmut Merita (1 178 Kilometer) und Stadtrat Walter Schmitt (1 044 Kilometer, beide „Wir für uns“), die beide mit ihren E-Bikes unterwegs waren. Zwischen ihnen platzierte sich Dirk Büttner (1 109 Kilometer, Freiwillige Feuerwehr), der auf elektrische Unterstützung verzichtete und auf reine Muskelkraft setzte. Zur Stärkung bekamen sie von der Stadt jeweils ein Sixpack Radler.

Von Florian Lerchbacher

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