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Ostkreis Ein Elektro-Pickup für den Bauhof
Landkreis Ostkreis Ein Elektro-Pickup für den Bauhof
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17:59 25.10.2021
Vorarbeiter Viktor Brodt (hinterm Steuer) und Thomas Groll nahmen den Elektro-Pickup offiziell in Betrieb.
Vorarbeiter Viktor Brodt (hinterm Steuer) und Thomas Groll nahmen den Elektro-Pickup offiziell in Betrieb. Quelle: Florian Lerchbacher
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Neustadt

„Wir haben zu wenige Fahrzeuge für unsere Handwerker“, berichtet Neustadts Bürgermeister Thomas Groll und erklärt, dass die Mitarbeiter des Bauhofs oft voneinander abhängig waren. Um Abhilfe zu schaffen und die Handwerker flexibler zu machen, hat die Stadt nun ein Fahrzeug angeschafft – und dabei auf Elektrotechnik gesetzt. 18 300 Euro kostete der gebrauchte „Streetscooter Pickup“, der ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen und 65 PS hat. Erstmals zugelassen worden war das Elektro-Auto im Juni 2019. Neu hatte es damals rund 57 000 Euro gekostet. Die Laufleistung belief sich zum Zeitpunkt des Kaufes auf weniger als 5 200 Kilometer. Der Pickup hat eine Spitzengeschwindigkeit von 95 Stundenkilometern und eine Akkureichweite von 80 Kilometern. „Der Kauf wird zu 90 Prozent mit Mitteln der Hessenkasse finanziert“, betont der Rathauschef, während er das Elektro-Auto gemeinsam mit Vorarbeiter Viktor Brodt offiziell in Betrieb nimmt. In den Jahren 2021 und 2022 gebe es insgesamt große Veränderungen an der Fahrzeugflotte des Bauhofs, so Groll: „Wir werden noch einen Großflächenmäher, einen Mini-Bagger, einen Radlader, einen Hecken-Mulcher, einen Anhänger für den Caddy und eine Kleinkehrmaschine anschaffen.“ Insgesamt koste das rund 350 000 Euro – wobei 300 000 Euro aus Fördertöpfen kommen: „Mit dieser Investition sorgen wir dafür, dass der Bauhof nicht nur weiterhin schlagkräftig ist, sondern die Leistungsfähigkeit sogar noch ausgebaut wird.“

Die Kommune werde bei jeder Neuanschaffung prüfen, welche Antriebsart das Fahrzeug haben solle, verspricht er. Dabei gelte es aber, auch darauf zu achten, ob die Anschaffungen mit Elektrobetrieb sinnvoll und auch wirtschaftlich betreibbar seien – auch diese Faktoren gelte es zu betrachten.

Von Florian Lerchbacher