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Ostkreis Neuer Standort soll Carsharing pushen
Landkreis Ostkreis Neuer Standort soll Carsharing pushen
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00:17 24.10.2018
Das kommunale Carsharing erlaubt Buchungen der Elektroautos Tag und Nacht. Nico Horst (von links), Michael Emmerich und Doris Horst hoffen auf mehr Nutzer. Quelle: Matthias Mayer
Rauschenberg

Bürgermeister Michael Emmerich berichtete, dass sich bislang 30 Nutzer für die Elektromobilität auf Zeit haben registrieren lassen. Diese nutzten die beiden Elektrofahrzeuge jedoch nur sporadisch. Der große Durchbruch ist also noch nicht gelungen. Einen Aufschwung erhofft sich der Bürgermeister von zwei Änderungen:

Eines der beiden Fahrzeuge steht ab sofort am Marktplatz direkt neben der Ökostrom-Tankstelle der Stadtwerke. Dort wird das Auto auch aufgeladen. Im Herzen der Stadt fällt das Auto mehr auf als vor dem Autohaus Horst zwischen den vielen andere Autos.

Zunächst werden Führerscheindaten geprüft

Für die Nutzer gibt es neben einer neuen, noch anwenderfreundlicheren Software jetzt eine App, sodass die beiden Autos auch über das Smartphone gebucht werden können. Wie gehabt dienen die auf den Führerscheinen aufgeklebten Chips zum Öffnen der Fahrzeuge. Neueinsteiger müssen sich auf dem Portal regiomobil.azowo.com online anmelden.

Die Azowo-App lässt sich nach dem Stichwort „Azowo“ herunterladen. Bevor der Account neuer Nutzer aktiviert werden kann, werden im Rauschenberger Rathaus durch Miriam Prüßner die Führerscheindaten geprüft und bestätigt. Bei dieser Gelegenheit wird der als Schlüssel dienende Chip auf den Führerschein geklebt.

Die Autos haben eine Reichweite von 100 Kilometern. Die reichen für Erledigungen in der Umgebung locker aus. Nico Horst erwartet zudem für das kommende Jahr einen Quantensprung in Sachen Reichweite. Die dann auszuliefernden Elektroautos kämen mit einer Vollladung etwa 300 Kilometer weit, sagte er bei dem Lokaltermin.

Bürgermeister lobt minimalistische Bürokratie

Michael Emmerich kündigte an, dass er künftig das nur wenige Schritte vom Rathaus stehende Auto öfter zu Dienstfahrten nutzen werde. Erfahrungen mit dem weißen Peugeot ion hat er bereits gemacht. Er holte mit dem Auto Landrätin Kirsten Fründt im Kreishaus ab, um diese zum Eis essen auf Damms Hof einzuladen. Sozusagen als kleine Entschädigung für die Wette, die die Landrätin nicht ungern zu Gunsten des Stadtteils Bracht verloren hatte.

„Das Auto fährt sich gut und hat einen enormen Antritt“, berichtete der Bürgermeister von seinen Erfahrungen. Was Michael Emmerich besonders gefällt, ist die minimalistische Bürokratie des Systems. Die Software erfasse automatisch die gefahrenen Kilometer und die Zeit. Das Finanzielle werde bequem über die Bankeinzugsermächtigung geregelt.

von Matthias Mayer