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Ostkreis Neue Bänke laden zum Verweilen ein
Landkreis Ostkreis Neue Bänke laden zum Verweilen ein
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15:58 12.05.2021
Der Verein Amöneburg 13Hundert hat mit Unterstützung der Stadt Amöneburg mehrere Ruhebänke aufgestellt.
Der Verein Amöneburg 13Hundert hat mit Unterstützung der Stadt Amöneburg mehrere Ruhebänke aufgestellt. Quelle: Privatfoto
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Amöneburg

Doch der Reihe nach: Der Verein sucht immer wieder nach Projekten, die dem Vereinszweck (Geschichte, Kultur, Heimat, Natur und Nachhaltigkeit) entsprechen und die einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität der Bergstadt leisten. Daher kam schon 2019 die Idee auf, den attraktiven Mauerrundweg in Kooperation mit der Stadt zu verschönern. Der Mauerrundweg verläuft entlang der alten Stadtmauer rund um den Stadtkern Amöneburgs auf dem 365 Meter hohen Basaltkegel über dem Amöneburger Becken.

Dieser überregional bekannte Spazierweg vermittelt einen einmaligen Panoramablick rund um die Amöneburg. Je nach Himmelsrichtung kann man den Blick in Richtung Gießen zum Dünsberg, oder zur Sackpfeife, Burgwald, Kellerwald, Knüll oder Vogelsberg schweifen lassen und bei günstiger Witterung bis zu 36 Ortschaften entdecken. Der Rundweg bedurfte dringend einer Sanierung, zu der auch eine Neuausstattung mit Ruhebänken gehört. Die alten Bänke waren erheblich in die Jahre gekommen.

Der Verein Amöneburg 13Hundert hat nunmehr den Mauerrundweg nach Sanierung durch die Stadt mit 13 neuen stabilen Bänken ausgestattet. Dadurch wurde lange überfälliger Ersatz geschaffen, und die Attraktivität dieses touristischen Highlights der Kernstadt Amöneburgs aufgewertet.

Zusätzlich wurden je eine Bank in der Nähe der historischen Brücker Mühle und des Friedensteins am Fuße des Berges aufgestellt. Beide sind Bestandteil des vom Regionalbudget 2019 geförderten Projekts „Amöneburger Häuser erzählen“.

Das „Bänke-Team“ des Vereins unter Leitung von Elisabeth Schmitt-Nau hatte sich nach umfangreicher Marktrecherche auf ein Modell geeinigt, das von einer Behindertenwerkstatt in Schönfließ im Norden Berlins hergestellt wird. Die gemeinnützige GmbH wird zu gleichen Teilen getragen von der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Oberhavel Süd und der Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin. Mehr als 100 Mitarbeiter betreuen dort 425 Menschen mit schwerer körperlicher oder geistiger Behinderung. Vertreter des Vereins Amöneburg 13Hundert konnten sich bei einem Besuch von der Professionalität des Unternehmens überzeugen.

Nachdem eine Bewerbung für die Finanzierung beim Regionalbudget 2020 nicht zum Zuge kam, war Spenden-Akquisition gefragt. So machte sich Elisabeth Schmitt-Nau auf den Weg und sprach sogenannte „Bank-Paten“ an, die unterschiedliche Beträge für dieses Amöneburger Aushängeschild bereitstellten. Einige Spender hatten sich bereits auf die Nachricht vom „Bänkeprojekt“ spontan gemeldet und finanzielle Unterstützung angeboten. „Ich war erstaunt über das durchgehend positive Echo auf unsere Anfrage. Von Institutionen, Unternehmen, Einzelpersonen über Vereinsmitglieder bis hin zu Sport- oder anderen Gruppen kamen nur positive Rückmeldungen – und die notwendigen Spenden in Höhe von insgesamt zirka 13 000 Euro zusammen“, sagt Schmitt-Nau.

Als Anerkennung für die Unterstützer des Vereins ist an jeder Bank ein Messingschild mit dem Namen der Bank-Paten angebracht worden. Zusätzlich zu den gespendeten Bänken hat sich ein Einzelspender spontan bereit erklärt, die Finanzierung von fünf Abfallkörben zu übernehmen.

„Mit dieser Bänke-Patenschaft will der Verein auch dazu beitragen, dass die Patinnen und Paten sich mitverantwortlich fühlen, dass auf die Bänke und deren Umgebung ein besonderes Auge geworfen wird, und die Bänke dadurch länger in gutem Zustand bleiben. Der Verein sagt ein großes Dankeschön an alle, die zu dem Projekt beigetragen haben“, sagt die Vorsitzende von Amöneburg 13Hundert, Carmen Gebhard.

Die Aufstellung der insgesamt 15 Bänke wurde durch die Stadt Amöneburg übernommen. Der städtische Bauhof baute die alten Bänke zur teilweisen Wiederverwendung ab und stellte die neuen Bänke im Zuge der ohnehin vorgesehenen Erneuerung des Mauerrundwegs auf.

Von PM, geschickt von Winfried Nau vom Verein