Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Auch „Eduardo“ trägt natürlich Maske
Landkreis Ostkreis Auch „Eduardo“ trägt natürlich Maske
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:58 15.02.2021
Corona-konform und mit viel Spaß: Närrischer Umzug in Roßdorf. 
Corona-konform und mit viel Spaß: Närrischer Umzug in Roßdorf.  Quelle: Fotos: Michael Rinde
Anzeige
Roßdorf

Batman, ein kleiner Polizist und ein kleiner Vampir warteten gemeinsam auf Schnee an der Mehrzweckhalle in Roßdorf. Schon einige Minuten vorher kündigte sich der Narren-Corso mit lautem Hupen an. Aus einem Lautsprecher tönte Musik. Der Roßdorfer Carnevals Club wollte die Kampagne 2020/2021 eben doch nicht nur virtuell stattfinden lassen, ohne die Kontaktbeschränkungen und vor allem den Schutz vor dem Corona-Virus zu vernachlässigen.

So entstand die Idee zum wohl einzigen, wenn auch sehr kleinen Karnevalsumzug im Landkreis. „Wir haben vor allem an die Kinder gedacht, als wir die Idee entwickelt haben“, sagt Norbert Rausch vom RCC. Zwei Motivwagen und fünf „Jeckenkisten“, wie sie Rausch nennt, machten sich Punkt 14.30 Uhr auf den Weg durch den Ort. Allen voran das Maskottchen „Eduard“, das prachtvolle weiße Pferd mit langer Geschichte, das die Narren vor Jahren selbst wieder auf Vordermann gebracht hatten. „Eduardo“, so das Namensschild auf dem Bauch des Pferdes, war natürlich auch Corona-konform unterwegs und trug roten Mund-Nasenschutz.

In den Autos fuhren ausschließlich Narren aus dem jeweils selben Haushalt.

Wie es sich für einen richtigen Karnevalsumzug gehört gab es auch Kamelle. Wobei die RCC-Narren bewiesen, dass sie auch aus geöffneten Seitenscheiben heraus gut werfen können. Sie waren am Samstag im ganzen Ort anzutreffen. Und das kam offenbar gut an. Es gab lobende Zurufe aus offenen Fenstern. „Toll, dass Ihr das macht, helau“, war da zu hören. Am häufigsten erklang natürlich der närrische Roßdorfer Schlachtruf: „Deer zou“. Vor der Kirche (aus Narrensicht eindrucksvoller als der Kölner Dom) warteten, korrekt nach Haushalten getrennt, mehrere Roßdorfer auf die Ankunft von „Eduardo“ und Begleitung. „Normalerweise herrscht an Karnevalssamstag Ausnahmezustand, jetzt muss man froh sein, dass es überhaupt etwas gibt“, kommentierte ein älterer Roßdorfer die Situation. Ein närrisches Begleitfahrzeug hatte die Musik auch zur Kirche gebracht. Auch an der Kirche freuten sich einige Kinder wieder über Süßigkeiten. So gab es zumindest ein bisschen Karnevalsgefühle in Roßdorf.

Von Michael Rinde