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Ostkreis Mehr Arbeit, aber am Ende geringere Kosten
Landkreis Ostkreis Mehr Arbeit, aber am Ende geringere Kosten
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07:58 20.08.2021
Unter anderem im Kreppelweg stehen noch Leitungsarbeiten an. 
Unter anderem im Kreppelweg stehen noch Leitungsarbeiten an.  Quelle: Foto: Michael Rinde
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Stadtallendorf

Ab Montag rollen die Bagger wieder in Kreppelweg und Bismarckstraße. Dann enden die Betriebsferien der Baufirma. Teil dieses Bauprojektes von Stadtwerken und Stadtverwaltung ist auch der Rosenweg. Bei diesem Vorhaben hatte am Ende einiges „sehr gut zusammengepasst“, sagt Stadtwerke-Betriebsleiter Giselher Pontow. Noch vor dem Start ließ sich dieser Bauauftrag erweitern. Ursprünglich sollte es nur um neue Kanalleitungen und neue Wasserleitungen im Rosenweg, im Kreppelweg und in der Bismarckstraße gehen.

Dann meldete sich kurzfristig Stromversorger EAM bei der Stadt und kündigte an, dass er im kompletten Kreppelweg eine neue Versorgungsleitung legen wird. Das passte. Denn das ließ Stadtwerke und Stadtverwaltung neu denken. Zunächst erweiterten die Stadtwerke ihre Sanierungspläne um weitere 180 Meter Strecke mit Schäden insbesondere im Kanalsystem. Dann entschieden die Tiefbauspezialisten, dass sie anders als vorgesehen schließlich die Fahrbahn im Kreppelweg gleich grundlegend erneuern wollen.

Allein schon aus wirtschaftlichen Gründen, weil nunmehr drei verschiedene Leitungen in drei unterschiedlichen Tiefen und mit entsprechenden Sicherheitsabständen zueinander erneuert werden. „Das Angebot der beauftragten Firma war sehr günstig. Wir sparen dadurch am Ende, weil wir später keine neuerliche Baustelleneinrichtung brauchen werden und den ganzen Aufwand nur einmal haben“, sagt Giselher Pontow.

Positiver Nebeneffekt: Die Anwohner haben bei den Straßen vor ihrer Haustür nun längere Zeit Ruhe vor Bauarbeiten. Denn die Fahrbahn wird jetzt gleich so hergerichtet, dass sie von ihrer Bauweise her etwa 20 Jahre halten wird. Da in Stadtallendorf keine Straßenbeiträge mehr erhoben werden, sind die Anlieger auch nicht kurzfristig finanziell belastet.

Und am Ende dürfte es jetzt sogar schneller gehen als geplant, trotz der einkalkulierten Betriebsferien der Baufirma. Rolf Weber von den Stadtwerken schätzt, dass die Arbeiten spätestens Mitte Oktober komplett beendet sind, das wäre etwa zwei bis drei Wochen früher als erwartet. „Und wir haben mehr Schäden an Kanälen beseitigt als zunächst geplant“, sagt Stadtwerkechef Pontow im Gespräch mit der OP.

Am Ende zahlen die Stadtwerke insgesamt knapp 700 000 Euro für ihren Teil an den Bauarbeiten. Das Stadtparlament hatte im Juni außerdem die Mehrausgaben für die Fahrbahnsanierungen gebilligt. Es waren Umschichtungen möglich, etwa weil Arbeiten in der Warthestraße jetzt von der Stadt selbst geplant werden.

Von Michael Rinde

19.08.2021
19.08.2021