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Ostkreis Markus Dörr wieder im Landeselternbeirat
Landkreis Ostkreis Markus Dörr wieder im Landeselternbeirat
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21:00 13.06.2021
Markus Dörr ist Mitglied des Landeselternbeirates.
Markus Dörr ist Mitglied des Landeselternbeirates. Quelle: Florian Lerchbacher
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Erfurtshausen / Schweinsberg

„Wenn man etwas verändern oder erreichen will, darf man nicht nur Sprüche klopfen, sondern muss auch etwas tun“, sagt Markus Dörr – der dieses Prinzip auch lebt: Der selbstständige Heizungsbauer ist unter anderem Amöneburger Stadtverordneter in Reihen der CDU, Mitglied des Ortsbeirates Erfurtshausen, Schöffe am Jugendgericht, Vorsitzender des Elternbeirates der Grundschule Schweinsberg und stellvertretender Vorsitzender des Kreiselternbeirates. Jüngst wurde er auch noch als Vertreter der Grundschulen im Landeselternbeirat wiedergewählt, über den er außerdem noch in der Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien sitzt (als stellvertretender Vorsitzender des Rechts- und Satzungsausschusses).

Wegen ihm finden Sitzungen nun dezentral statt

„Man kann sich seine Zeit doch einteilen“, antwortet er auf die Frage, wie sich Beruf, Familie und Arbeitsleben unter einen Hut bringen lassen. „Und man muss ja nicht jeden Nachmittag und Abend vor dem Fernseher verbringen“, ergänzt er schmunzelnd auf den Hinweis, dass seine Frau – Dr. Annette Schick – sich ebenfalls vielfältig ehrenamtlich einbringt.

Drei Jahre lang dauert eine Amtszeit im Landeselternbeirat. Das bedeutet, dass Dörr noch in dem Gremium sein wird, wenn seine beiden Töchter die Grundschule Schweinsberg schon lange verlassen haben.

Entsprechend wird keiner von ihnen direkt etwas von möglichen Veränderungen oder Verbesserungen haben. Das sei eben so, kommentiert er und ergänzt, dass viele Dingen Zeit und Menschen bräuchten – und man selbst manchmal eben nicht profitiert. „Ich kann das jedem nur empfehlen“, fügt er hinzu.

Schon als seine heute neun und zehn Jahre alten Töchter in die Kindertagesstätte gingen, ließ sich Dörr in den Elternbeirat wählen – und wenn sie eines Tages an die Stiftsschule nach Amöneburg wechselten, wolle er dort auch wieder aktiv sein, kündigt er an. Bei seinem inzwischen 23 Jahre alten Sohn aus erster Ehe habe er sich viel zu wenig eingebracht, gibt er offen zu und freut sich, erneut im Landeselternbeirat sitzen zu dürfen. In seine erste Amtszeit sei er mit dem Ziel gegangen, die sanitären Anlagen an Grundschulen zu verbessern.

Das sei zwar Sache der Kommunen, weiß er – aber da vor drei Jahren Landtagswahlen anstanden, hätten Grüne und CDU die Thematik aufgegriffen. Es habe sich auch ein bisschen was getan, sagt Dörr. Aus den Augen verlieren werde er die angestrebten weiteren Verbesserungen aber nicht: „Das ist immer noch ein heißes Thema.“

Ein weiterer Meilenstein, den er erreichte: Früher fanden Sitzungen des Landeselternbeirates immer in Wiesbaden statt. Er regte an, den Sitzungsort wechseln zu lassen, Schulen zu nutzen und auf diese Weise Einrichtungen in ganz Hessen kennenzulernen: „Das ist zum einen fairer für die Teilnehmer. Außerdem kann man sich selber ein Bild davon machen, was andernorts passiert.“

Digitalisierung steht für ihn im Vordergrund

Dieses Mal steht bei ihm die Digitalisierung im Vordergrund – sowohl in Sachen technischer Voraussetzungen, aber auch in Sachen Hintergrundwissen. „Kinder müssen besser aufgeklärt werden über die Gefahren des Internets. In diesem Zuge müssen wir aber auch die Eltern aufklären“, betont der 51-Jährige. Er ist weiterhin guten Mutes und hoch motiviert. Ein Grund dafür sei, dass er einige Erfolge seines Engagements auch schon sehe. Ein Beispiel seien die modernen Module, die an der Grundschule Schweinsberg die Inklusionsklasse beherbergt. Einst habe ein Raum gefehlt, erinnert er sich und berichtet, dass er und die damalige Schulleiterin das Heft in die Hand nahmen und letztendlich beim Landkreis erreichten, dass die Raummodule aufgestellt wurden. „Ich sah, dass es funktioniert – und das man etwas erreichen kann, wenn man es möchte, und bereit ist, sich einzubringen.“

Von Florian Lerchbacher

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