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Ostkreis Märchenhafter Familientag in Rauschenberg
Landkreis Ostkreis Märchenhafter Familientag in Rauschenberg
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17:54 30.04.2019
Steffen Hoffmann trug auf der Friedhofsmauer stehend das selbst gedichtete Rauschenberg-Lied vor. Quelle: Nadine Weigel
Rauschenberg

Die Kleinen kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Mit offenen Mündern verfolgten sie, wie Andreas Pigulla voller Inbrunst die spannende Sage des „Schimmelreiters von der Ewersbach“ vortrug. „Flixflax Federvieh, tut meiner armen Seele wieh“, rief Pigulla, gewandet in einen braunen Umhang samt Schlapphut, und erntete für seine Darbietung viel Applaus.

Auf dem 1,5 Kilometer langen Spaziergang quer durchs malerische Rauschenberg gab es für die 150 Teilnehmer an fast jeder Ecke etwas zu entdecken: Der Kultur- und Verschönerungsverein hatte sich einiges einfallen lassen: Nicht nur Andreas Pigulla bot eine mitreißende Darbietung.

Auch Ivana Schauß und Helmut Wittekindt trugen kostümiert Rauschenberger Sagen und Märchen vor. Steffen Hoffmann thronte als Gitarre spielender Hexenmeister auf der Friedhofsmauer und stimmte sein Rauschenberg-Lied an, das er zusammen mit Ehefrau Ela extra komponiert hatte. Den Refrain „Einst im schönen Rauschenberg“ sangen Jung und Alt auf Geheiß des musikalischen Hexenmeisters brav mit.

Einer der Höhepunkte der Wanderung war natürlich der Rauschenberger Märchenwald. Hier konnten die Kleinsten auf Augenhöhe liebevoll gestaltete Märchenfiguren entdecken und Rauschenberger Gebäude in Miniaturform bestaunen.

Sagen, Spiel und Spaß: Das alles gab's am Sonntag in Rauschenberg.

„Total schön. Uns hat das alles super gefallen. Vor allem die Schauspieler, die die Sagen mit so viel Herzblut vorgetragen haben“, sagte Maria Priebe begeistert. Sie war mit ihrem siebenjährigen Sohn aus Marburg nach Rauschenberg gekommen, nachdem sie den Hinweis auf die Veranstaltung in der OP entdeckt hatte. Und die Fahrt hatte sich gelohnt.

Ziel des glücklicherweise regenfreien Spaziergangs war der Waldspielplatz. Dort hatte die Stadtjugendpflege viele tolle Spiele organisiert, während sich die Mitglieder des KVR der Bewirtung widmeten. Den Erlös will der KVR wieder in die Instandhaltung des Waldspielplatzes stecken.
Bürgermeister Michael Emmerich war zufrieden mit dem märchenhaften Familientag. Das durfte er auch. Rauschenberg war seinem Ruf als putzige Märchenstadt wieder einmal gerecht geworden.

von Nadine Weigel