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Ostkreis Großbaustelle soll am 24. August starten
Landkreis Ostkreis Großbaustelle soll am 24. August starten
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11:55 27.07.2020
Aus dem provisorischen Lego-Kreise in der Frankfurter Straße wird eine Dauerlösung. Quelle: Tobias Hirsch
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Kirchhain

Schon jetzt informiert die Stadt Kirchhain über eine kommende Großbaustelle. Voraussichtlich ab 24. August erfolgt der endgültige Ausbau des Kreisverkehrs an der Frankfurter Straße/Kasseler Straße. Damit startet die erste Phase des Bauprojekts. Außerdem soll bis zum Sommer nächsten Jahres die Fahrbahn der Frankfurter Straße bis zum Kreisverkehr „Stausebach“ erneuert werden, ebenso die Bürgersteige (die OP berichtete). Alles ist ein gemeinsames Projekt von Stadt und Land Hessen, vertreten durch die Straßenbauverwaltung bei „Hessen Mobil“. Losgehen wird es aller Voraussicht nach am 24. August, so der bisherige Bauzeitenplan von Stadt und Land.

Bereits im Vorfeld waren Versorgungsleitungen verlegt worden, Ampel regelten den Verkehr auf der Frankfurter Straße und am „Lego-Kreisel“ wie das Provisorium aufgrund der weißen und roten Bausteine genannt wird. Die „Klötze“ waren vorher jahrelang am „Amöneburger Dreieck“ im Einsatz, bevor dort ein endgültiges Kreiselbauwerk entstand. Für Autofahrer, Geschäftsleute und alle Anlieger eine wichtige Nachricht: Das soll während der gesamten Bauarbeiten an Kreisverkehr und Fahrbahnbelag auch wieder so sein, wie Bürgermeister Olaf Hausmann im Gespräch mit der OP erläutert.

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Mehr Schutz für Fußgänger

Dabei bleibt es nicht. Außerdem will die Stadt gemeinsam mit Hessen Mobil in den besseren Schutz von Radfahrern und Fußgängern am und rund um den Kreisverkehr investieren. So ist eine Querungshilfe am Radweg R6 in Richtung Innenstadt geplant. Außerdem sind Fußgängerüberwege vorgesehen. Die Bushaltestellen an der Frankfurter Straße sollen an anderer Stelle barrierefrei eingerichtet werden. Und es gibt zusätzliche Grünflächen im Umfeld des endgültigen Kreisels. Die werden ähnlich gestaltet wie die Staudenbeete in der Straße „Am Amöneburger Tor“.

Finanziell ist das Bauvorhaben in jedem Falle ein Großprojekt für den Haushalt der Stadt: Deren Anteil liegt bei 1,19 Millionen Euro. Es gibt darauf einen Landeszuschuss von 372.000 Euro, der auf die sogenannten förderfähigen Kosten gezahlt wird. Die gute Nachricht für die Stadtkasse: „Die Ausschreibungsergebnisse liegen in dem Rahmen, den wir kalkuliert hatten“, so Hausmann. In der Vergangenheit hatten deutlich gestiegene Baupreise die Stadt Kirchhain wie auch andere Kommunen mehrfach zu Nachfinanzierungen gezwungen.

Warum überhaupt ein Endausbau des provisorischen Kreisverkehrs? Der Test des provisorischen Kreisels sei erfolgreich verlaufen in den vergangenen Jahren, der Kreisverkehr habe zu einem Plus an Sicherheit und zu einem besseren Verkehrsfluss geführt, antwortet Hausmann im Gespräch mit dieser Zeitung. „Und außerdem müssen wir auf unser Stadtbild achten, dieses Provisorium ist keine Dauerlösung“, sagt der Kämmerer. Hausmann verweist zugleich auf die Sicherheitsaspekte, auch Wünsche von angrenzenden Schulen seien bei den Planungen berücksichtigt worden.

Zugleich wird sich das „Quartier Frankfurter Straße“ in absehbarer Zeit auch weiter verändern. So wird die Firma Geissler im Herbst in ihren Neubau am Rande des Gewerbegebiets umziehen. Was auf den freiwerdenden Flächen dann geschieht, will die Stadt gemeinsam mit den Grundstückseigentümern und den Gremien erörtern. „Die Weiterentwicklung an der Wohra und in der Frankfurter Straße wird uns ab dem nächsten Jahr sehr beschäftigen“, ist Hausmann überzeugt. Zunächst müsse aber das Thema Verkehr an dieser Stelle abgeschlossen werden.

Von Michael Rinde