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Ostkreis Ab März sind Prüfer auf dem Rad unterwegs
Landkreis Ostkreis Ab März sind Prüfer auf dem Rad unterwegs
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19:55 21.01.2020
Bürgermeister Christian Somogyi (von links), Thomas Meyer, Landrätin Kirsten Fründt und Peter Gwiasda stellten die Planungen vor. Quelle: Noa Pötter
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Stadtallendorf

Dieses Anliegen ist Teil des kreisweiten Radverkehrskonzeptes des Landkreises Marburg-Biedenkopf, das bereits im Jahr 2018 gemeinsam mit den Kommunen abgestimmt wurde. Dabei soll ein insgesamt etwa 1.000 Kilometer langes Radverkehrsnetz mit Anbindung an die benachbarten Landkreise entstehen. 28.917 Euro investierte der Kreis bereits für das Stadtallendorfer Innenstadtkonzept, dessen Umsetzung schon im Januar begonnen und im Oktober 2020 abgeschlossen werden soll.

Vorgestellt wurde der Plan von Bürgermeister Christian Somogyi und Landrätin Kirsten Fründt sowie beteiligten Mitarbeitern des Landkreises und des Kölner Planungsbüros „VIA eG“, das vom Kreis mit der Analyse und Optimierung der Infrastruktur beauftragt worden war. Fründt betonte, es gehe beim Ausbau des Radverkehrsnetzes neben einer Verbesserung des Freizeit- und Tourismusangebotes auch um die Nutzung im Alltag, beispielsweise für Arbeitswege.

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Ab März werden bauliche Mängel erfasst

„Gerade für einen so bedeutenden Wirtschaftsstandort wie Stadtallendorf ist es wichtig, Radverkehr, Fußverkehr und öffentliche Verkehrsmittel eng miteinander zu verzahnen“, erläuterte Fründt. Thomas Meyer, Radverkehrsplaner des Landkreises, erklärte, es sollten vor allem die Bedingungen für den Radverkehr verbessert werden. Dazu müsste die aktuelle Situation analysiert und als Folge die innerörtliche Infrastruktur optimiert werden. „Das Ziel ist es, Menschen näher an den Radverkehr heranzubringen“, betonte er.

Die geplante Herangehensweise erläuterte schließlich Peter Gwiasda vom Planungsbüro „VIA eG“: Ab März werden Mitarbeiter die Gegend mit dem Fahrrad abfahren und bauliche Mängel mit Tablets und Smartphones erfassen, um einen Sanierungsplan zu entwickeln. 

"Ein Meilenstein, der neu beschritten wird"

Auch auf Abstellmöglichkeiten für Fahrräder soll – besonders im Hinblick auf Bahnreisende – ein Augenmerk liegen. Zudem sei auffällig, dass es an den Hauptverkehrsstraßen vermehrt Einbiege- und Abbiegeunfälle gebe, sodass auch dort Handlungsbedarf bestehe. Für die Umsetzung werden Facharbeitskreise gebildet, um die Konzeptabwicklung von April bis zu den Sommerferien zu ermöglichen. Mitwirkende werden voraussichtlich aus der Verwaltung, aus Interessenverbänden und aus der Politik kommen. 

Auch eine Informationsveranstaltung mit Bürgerbeteiligung sei angedacht, sobald das Konzept mit den Fachleuten erarbeitet sei und präsentiert werden könne, ergänzte Somogyi. „Das ist ein Meilenstein, der neu beschritten wird“, betonte er.

von Noa Pötter