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Ostkreis Olaf Hausmann tritt zweite Amtszeit an
Landkreis Ostkreis Olaf Hausmann tritt zweite Amtszeit an
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10:40 20.07.2022
Nach der Einführung und Verpflichtung durch Helga Sitt (rechts) und Dietmar Menz (links) zeigt Bürgermeister Olaf Hausmann gemeinsam mit Ehefrau Ingeborg die Ernennungsurkunde. 
Nach der Einführung und Verpflichtung durch Helga Sitt (rechts) und Dietmar Menz (links) zeigt Bürgermeister Olaf Hausmann gemeinsam mit Ehefrau Ingeborg die Ernennungsurkunde.  Quelle: Florian Lerchbacher
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Kirchhain

Anfang März hatten die Kirchhainerinnen und Kirchhainer Olaf Hausmann als ihren Bürgermeister für weitere sechs Jahre bestätigt. Die Stadtverordnetenversammlung am Montag begann daher mit der zweiten Einführung und Verpflichtung des Kirchhainer Rathauschefs.

Nachdem Hausmann vor Stadtverordnetenvorsteherin Helga Sitt den Amtseid geleistet und Erster Stadtrat Dietmar Menz die Ernennungsurkunde verlesen hatte, warf der wiedergewählte Rathauschef einen Blick zurück auf die sechs vergangenen Jahre, schaute aber auch auf die kommenden sechs Jahre. Gemeinsam mit der Verwaltung – und gerne auch mit den Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung – wolle er Initiativen ergreifen, Akzente setzen und Ideen einbringen, um die Stadt „zukunftsfest“ zu machen. Dabei sei es aber nicht möglich, es immer allen Recht zu machen: „Denn dann werden wir beliebig.“

Die für dieses Jahr geplanten Großprojekte sind die bald beginnende Sanierung des Mittelbahnsteig des Bahnhofs, der danach barrierefrei zugänglich sein soll, der Bau der Kita am Hallenbad und die Umsetzung des Naturkita-Projektes, die Ansiedlung der Lebenshilfe in der Erfurter Straße und das Verlegen von Glasfaserkabeln – privatwirtschaftlich und später gefördert für alle Stadtteile.

Barbara Hesse gratuliert Bürgermeister Olaf Hausmann nach dessen Einführung und Verpflichtung. Quelle: Florian Lerchbacher

Und darüber hinaus arbeite die Verwaltung bereits an zahlreichen weiteren Projekten, beispielsweise der Umsetzung des Förderprogramms „Lebendige Zentren“ – was sowohl für die Kommune als auch die Anwohnenden eine einmalige Chance biete, in den kommenden zehn Jahren mit finanzieller Unterstützung die Innenstadt attraktiver zu gestalten.

Aber auch der Natur- und Klimaschutz genießen eine hohe Priorität, sagte Hausmann und betonte unter anderem, dass die regenerativen Energien im Stadtgebiet ausgebaut werden müssen. Gleichzeitig sprach er sich für eine Entsiegelung von Flächen aus und kritisierte Steingärten und die steigende Zahl an Privatpools: „Ich halte das in der heutigen Zeit für fragwürdig.“

Des Weiteren will der Bürgermeister den Wirtschaftsstandort Kirchhain stärken und das Gewerbegebiet erweitern und den Verkehrsentwicklungsplan umsetzen. Dieser habe für kontroverse Diskussionen gesorgt: „Das ist gut so.“ Ziele der Verkehrspolitik seien die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer, die Verbesserung der Anbindung der Stadtteile über ein besser ausgebautes Radwegenetz, die Schaffung von innerstädtischen Radwegeverbindungen, die barrierefreie Umgestaltung von Bushaltestellen und der Ausbau des ÖPNV. Gleichzeitig sei es aber auch wichtig, das Straßennetz insgesamt zu verbessern. „Und selbstverständlich werden wir an dem Thema der Sanierung unseres Freibads und der Zukunft der Trägerschaft für unsere Bäderlandschaft festhalten und intensiv nach Lösungen suchen.“ Hausmann kündigte zudem an, dass die Erhaltung der Infrastruktur durch Sanierung der Dorfgemeinschaftshäuser fortgesetzt werde – als Nächstes in Großseelheim und Niederwald. In jüngerer Vergangenheit hatte die Stadt dank großen ehrenamtlichen Engagements solche Projekte bereits in Langenstein und Sindersfeld umsetzen können. Eine „Flächenstadt“ wie Kirchhain (92 Quadratkilometer) müsse eben permanent in die Infrastruktur investieren – und dabei sei ehrenamtliches Engagement dringend notwendig.

Als Beispiele für umgesetzte Infrastrukturprojekte nannte er unter anderem die Umbauten an Feuerwehrstandorten (und den Neubau in Großseelheim), das Multifunktionale Haus Betziesdorf, die Sanierung des Bahnhofs und vieles mehr. Ebenso wichtig sei aber auch die Erstellung eines Baulückenkatasters oder die Initiativen für Natur- und Klimaschutz durch beispielsweise Solaranlagen auf öffentlichen Dächern gewesen.

Von Florian Lerchbacher