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Ostkreis Kinder auf den Gleisen
Landkreis Ostkreis Kinder auf den Gleisen
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14:33 11.01.2022
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Stadtallendorf

Die beiden aus Stadtallendorf stammenden Jungen blieben unversehrt. Der Zug konnte gerade noch rechtzeitig stoppen. Ein Lokführer kletterte aus seinem Führerstand und übergab die beiden Kinder der Bundespolizei. Die Polizisten klärten die Sprösslinge über ihr Fehlverhalten auf und übergaben sie anschließend ihren Eltern. Auch die rund 250 Reisenden in dem Zug kamen durch die überraschende Schnellbremsung mit einem Schrecken davon und blieben unverletzt. Die Bahnstrecke war während des Polizeieinsatzes gesperrt. Insgesamt verspäteten sich neun nachfolgende Züge um rund 30 Minuten.

Bahnanlagen sind keine Kinderspielplätze

"Kinder haben meist kein Gespür für Gefahren an Bahnanlagen. Die Lust auf Mutproben oder andere Spiele auf Bahnanlagen führen unter Umständen zu akuter Lebensgefahr", sagt die Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kassel, Polizeidirektorin Sonja Koch-Schulte. 

Hinweise der Bundespolizei

Das Betreten der Gleisanlagen ist für Unbefugte nicht nur verboten, sondern extrem gefährlich. Züge können sich relativ lautlos nähern und werden daher oft erst spät bemerkt. Die Gefahr, von durchfahrenden Zügen erfasst und getötet zu werden, ist sehr groß. Besonders dann, wenn Züge außerplanmäßig verkehren, wie beispielsweise Güterzüge.

Nachwuchs informieren:

Erziehungsberechtigte sollten mit ihren Kindern über diese Gefahren sprechen. Bei Fragen können sich Interessierte unter der Telefon 0561/81616-0 an die Bundespolizeiinspektion Kassel wenden. Informationen zur Gefahren an Bahnanlagen gibt es auch unter www.bundespolizei.de.

Mögliche FolgenAuf die Verursacher von Verspätungen (gegebenenfalls die Eltern) können bei solchen Einsätzen jeweils Kosten für den Polizeieinsatz (variiert im dreistelligen Bereich) sowie zivilrechtliche Forderungen der Verkehrsunternehmen zukommen. Zivilrechtliche Forderungen können bis zu 30 Jahre danach geltend gemacht werden.