Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Alle drei dürfen kandidieren
Landkreis Ostkreis Alle drei dürfen kandidieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:59 10.01.2022
Von Links: Max Schwetz, Olaf Hausmann und Holger Lesch
Von Links: Max Schwetz, Olaf Hausmann und Holger Lesch Quelle: Michael Rinde
Anzeige
Kirchhain

Alle drei Bewerber, die ihre Unterlagen fristgerecht eingereicht hatten, sind zur Kirchhainer Bürgermeisterwahl am 6. März zugelassen worden. Das beschloss der Wahlausschuss am Freitag in öffentlicher Sitzung einstimmig und ohne jede Beanstandung. Damit ist der letzte formale Akt im Vorfeld der Wahl vollzogen. Olaf Hausmann tritt als Amtsinhaber für die SPD an, Holger Lesch für die CDU und Maximilian Schwetz für Bündnis 90/Die Grünen.

Da die drei für Parteien antreten, die allesamt im Stadtparlament vertreten sind, genossen sie ein Privileg, wie Wahlleiter Dirk Lossin im Ausschuss noch einmal erläuterte. Sie mussten keine Unterstützungsunterschriften sammeln und vorlegen. Ein unabhängiger Bewerber hätte im Normalfall 74 Unterschriften vorlegen müssen, aktuell sogar nur 37. Die Vereinfachung beruht auf der Corona-Pandemie, das Land hat diese Sonderregelung eingeführt.

Im Vorfeld des Abgabetermins hatte die Verwaltung die eingereichten Unterlagen bereits mit den Bewerbern und ihren gewählten Vertrauensleuten durchgesprochen, um formale Fehler auszuschließen. Darum galt die Zustimmung zu den drei Kandidaten als Formsache. Dennoch prüften die Ausschussmitglieder am Freitag die Unterlagen noch einmal auf Vollständigkeit und Korrektheit. Wahlleiter Lossin hatte eingangs der Sitzung noch einmal die Formalia, die erfüllt sein müssen, erklärt.

Etwa 12 500 Kirchhainer Bürger werden am 6. März und bei einer eventuellen Stichwahl wahlberechtigt sein. Eine genaue Zahl kann die Stadtverwaltung erst nennen, wenn das endgültige Wählerverzeichnis erstellt worden ist. Bis zum 21. Tag vor der Wahl erhalten die Bürger die Wahlbenachrichtigungen. Auch diese Fristen sind gesetzlich geregelt. Ab dem 24. Januar ist die Briefwahl möglich. Wahlleiter Lossin rät Bürgern allerdings dazu, mit dem Antrag auf Briefwahl bis zum Eingang der Wahlbenachrichtigung zu warten. „Es sei denn, es gibt zwingende Gründe für eine frühere Wahl“, erklärt der erfahrene Wahlleiter.

Die Verwaltung erwartet wieder einen hohen Anteil an Briefwählern aufgrund der Corona-Situation und hat darum vier Briefwahlbezirke gebildet. Sollte es Bedarf geben, könnte deren Zahl auch noch einmal angepasst werden.

Auch die Reihenfolge der Bewerber auf den Stimmzetteln steht jetzt fest: Oben steht Hausmann, gefolgt von Lesch und Schwetz. Die Reihenfolge richtet sich nach Größe der Fraktionen im Stadtparlament. Die SPD ist stärkste Fraktion, die CDU folgt auf Platz zwei, die Bündnisgrünen auf drei.

Die Zeit drängt aufgrund der gesetzlichen Fristen, Wahlleiter Lossin hat die Stimmzettel noch am Freitagabend bei der Druckerei in Auftrag gegeben. Das war erst nach der Entscheidung des Ausschusses möglich. Der Wahlausschuss berät im Nachgang zum 6. März dann über das Endergebnis und leitet gegebenenfalls die Stichwahl ein.

Von Michael Rinde

07.01.2022
06.01.2022