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Ostkreis Feuerwehr blickt auf Unwetter-Jahr zurück
Landkreis Ostkreis Feuerwehr blickt auf Unwetter-Jahr zurück
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10:00 07.04.2019
Feuerwehrleute erhielten das Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25 und 40 Jahre aktiven Dienst, mit Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker (von links), Landrätin Kirsten Fründt, Kreisbrandmeister Daniel Thome  und Olaf Hausmann. Quelle: Stefanie Wellner
Kirchhain

Tobias Kästner und Maximilian Pape erhielten von Bürgermeister Olaf Hausmann die Ernennungsurkunde zum Wehrführer von Schönbach beziehungsweise stellvertretenden Wehrführer von Langenstein.

In seinem Bericht ging Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker zuerst auf statistische Daten ein. Ende 2018 hatten die Einsatzabteilungen in Kirchhain insgesamt 360 Mitglieder, davon 51 Frauen und 309 Männer. Das macht ein Plus von 28 Mitgliedern zum Vorjahr. Von 143 ausgebildeten Atemschutzgeräteträgern waren 100 zum Jahresende einsatztauglich, was zu den Vorjahren eine kontinuier­liche Steigerung darstellt. „Das ist eine imposante Zahl, auf die ihr stolz sein könnt“, sagte Kreisbrandmeister Daniel Thome in seiner Ansprache.

Im Gefahrstoffzug arbeiteten laut Bonacker 60 Feuerwehrangehörige mit. Davon waren 28 CSA-Träger. In allen Stadtteilen werden die Mindestzahlen für eine einsatzfähige Feuerwehr überschritten. Darüber hinaus sind 84 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung und 24 Musiker im Blasorchester. Die Feuerwehren der Stadt Kirchhain wurden 2018 zu 425 Einsätzen gerufen. Darunter waren 87 Brände, 12 Fehlalarme und 24 Brandsicherheitsdienste. „Den größten Bereich bildeten die Hilfeleistungen mit 302 Einsätzen. Davon gingen allein 250 auf das Unwetter am 7. August zurück“, berichtete Bonacker. Der Gefahrenstoffzug rückte zu fünf Einsätzen aus.

Personalien

Neuaufnahmen: Stephan Knoch, Clemens Schubert, Marc Wilbur.
Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr: Helena Bonacker, Sören Jerrentrup, Celina Kläs, Julian Kraus, Lukas Payer, Julian Schurrat, Vanessa Billert, Paul Schulz, Marcel Korycki
Beförderungen: Feuerwehrmann/Frau: Nicklas Fritsch, Berit Kase, Devon Pause, Bjarne Pöltl. Oberfeuerwehrmann/Frau: Johanna Hielscher, Benedikt Kempf. Hauptfeuerwehrmann: Stefan Großbernd. Löschmeister: Andreas Jennemann. Oberlöschmeister: Martin Eckart, Alexander Speh.Hauptlöschmeister: Michael Bartel, Carsten Paul, Sebastian Sprenger.

Ehrungen:
Anerkennungsprämie des Landes Hessen: Für 10 Jahre aktiven Dienst: Jan-Philipp Biecker, Anke Botthof, Christian Bromm, Anke Decher, Andreas Jaworski, Julian Knabeschuh, Manuel Möller, Markus Nau, Benjamin Pilgrim, Matthias Schaub, Doris Wege, Andreas Werner, Markus Bodenbender, Florian Morneweg. Für 20 Jahre aktiven Dienst: Kerstin Albrecht, Daniela Hahn, Dirk Mößer, Christian Nau. Für 30 Jahre aktiven Dienst: Frank Baumbach, Marcus Biedermann, Gerhard Kobermann, Stefan Rutz, Thorsten Scheld. Für 40 Jahre aktiven Dienst: Klaus Bauerbach, Peter Jäkel, Hermann Klingelhöfer, Wolfgang Pieler, Ingo Speh, Susanne Stein-Bast.
Feuerwehrleistungsabzeichen: Eisen: Daniela Hahn, Johanna Hielscher, Tobias Kästner, Ludwig Klingelhöfer, Matthias Knack, Maximilian Kraft, Christian Kremer, Maximilian Pape, Samantha Pigozzo, Niki Seipp, Andreas Wagner. Bronze: Benenedikt Kempf, Alexander Preis. Silber: Martin Eckart, Johannes Feußner, Laura Götzl, Lara Hielscher, Uwe Kemmer, Stefan Möbus, Lisa Steinbrecher. Gold: Stefan Eucker, Andreas Jennemann, Lennard Weil, Niklas Zill. Gold 5: Jörg Diehl. Gold 10: Christoph Höck. Brandschutzehrenzeichen am Bande: In Silber für 25 Jahre aktiven Dienst: Erwin Bender, Sebastian Freidhof, Stefan Möbus, Dirk Mößer. In Gold für 40 Jahre aktiven Dienst: Peter Jäkel, Georg Löber, Wolfgang Pieler, Ferdinand Thomas, Rainer Zell.

Rund 400 Einsatzkräfte aus dem ganzen Landkreis waren in die Geschehnisse um das Unwetter eingebunden. „Bei diesem Unwetter haben wir gesehen, dass die Kirchhainer Feuerwehr funktioniert“, zeigte sich Bürgermeister Olaf Hausmann stolz auf seine Feuerwehrleute. Auch Landrätin Kirsten Fründt war beeindruckt, wie die Feuerwehrleute 250 Einsätze in wenigen Tagen stemmten. „Wir haben in der Nachbereitung sehr viele Erkenntnisse erlangt. Diese fließen in eine neue Arbeitsgruppe des Landkreises ein, die sich mit Extremwetterlagen beschäftigt“, informierte Bonacker. „In dieser Gruppe entwickeln wir einen Plan, wie wir in Zukunft Extremwetterlagen standardisierter und effizienter bearbeiten können“, erklärte Daniel Thome.

Die Feuerwehrmänner und -frauen leisteten im vergangenen Jahr 2 800 Personenstunden für Ausbildung und 3 800 Personenstunden bei Einsätzen. Außerdem hielten sie 20 Veranstaltungen zur Brandschutzerziehung und Aufklärung, vor allem in Kindergärten, ab und zeigten beim Stadtpokal und den Kreisleistungswettkämpfen ihre Fähigkeiten. Für das nächste Jahr stehen zahlreiche Baumaßnahmen an, darunter ein Anbau in Sindersfeld für etwa 400 000 Euro und ein Neubau in Großseelheim im Wert von einer Million Euro. „Wir investieren in unsere Feuerwehren“, sagte Hausmann. Außerdem werden in diesem Jahr zwei neue Einsatzfahrzeuge für Burgholz und Schönbach gekauft. Zusätzlich wird eine Software die Alarmierung auf Smartphones ermöglichen.

Jugendfeuerwehr leistete 1.792 Dienststunden

Die Kirchhainer Feuerwehren können auch eine erfolgreiche Jugendarbeit aufweisen. Neben den bereits seit längerem bestehenden Bambinigruppen in Betziesdorf und Niederwald wurde auch in Kirchhain eine neue Kindergruppe gegründet. Die Jugendfeuerwehr hatinsgesamt 151 Mitglieder, davon 99 Jungen und 52 Mädchen, berichtete Stadtjugendfeuerwehrwart Johannes Sprenger. Diese leisteten insgesamt 1.792 Dienststunden, wovon 533 Stunden auf die feuerwehrtechnische Ausbildung, 193 Stunden auf allgemeine Jugendarbeit und 1.066 Stunden für die Vorbereitung und Weiterbildung der Jugendwarte entfielen. Die Jugendlichen legten Abzeichen, wie die Jugendflamme und die Leistungsspange, die höchste Auszeichnung der deutschen Jugendfeuerwehr, ab. Außerdem traten sie beim Stadtpokal und dem Kreisentscheid an. Die Jugendfeuerwehr aus Langenstein belegte dabei den ersten Platz bei den Jungen und gemischten Gruppen. Die Mädchengruppe aus Anzefahr siegte in der Mädchenwertung.

von Stefanie Wellner