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Ostkreis Jäger erschießt versehentlich Pferd: Polizei nimmt Ermittlungen auf
Landkreis Ostkreis Jäger erschießt versehentlich Pferd: Polizei nimmt Ermittlungen auf
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19:02 20.04.2022
Ein Jäger steht auf einer Wiese. (Symbolfoto)
Ein Jäger steht auf einer Wiese. (Symbolfoto) Quelle: Philipp Schulze/dpa (Archivfoto)
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Wohratal

Nachdem vor rund einer Woche ein Jagdpächter auf einer Weide in Wohratal einen zwölf Jahre alten Kaltblutwallach versehentlich erschoss, da er das Tier mit einem Wildschwein verwechselte, hat die Polizei in Marburg die Ermittlungen aufgenommen. Das Töten des Pferdes wird rechtlich als Sachbeschädigung behandelt. Der Jäger hatte sich selbst direkt nach dem Jagdunfall bei der Besitzerin gemeldet und schließlich freiwillig seinen Jagdschein abgegeben

Wie lange sein Jagdschein einbehalten wird, ist noch offen und ist abhängig von einer Prüfung. „Er hätte sich vorher überzeugen müssen, das darf nicht passieren“, erklärte der Erste Vorsitzende der Jägervereinigung Marburg, Dr. Hans Otto Pusch. Er vermutet, dass der Jäger das Tier nicht richtig angesprochen habe. „Das sichere Ansprechen ist das A und O“, erklärt der Vorsitzende. Gemeint sind damit im Jägerjargon die präzise Beobachtung und Identifikation des Wilds, bevor der Schuss abgegeben wird. Der Jagdpächter hätte zwar wohl aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse eine Wärmekamera zu Hilfe genommen, wobei das nicht ausreichend gewesen sei. „Man muss sich ganz sicher sein, bevor man einen Schuss abgibt“, bekräftigt Pusch daher.

Von Felix Hamann

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