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Ostkreis Im Rathaus soll es weniger heiß zugehen
Landkreis Ostkreis Im Rathaus soll es weniger heiß zugehen
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13:58 15.10.2020
Wegen der Renovierungsarbeiten ist das Rathaus komplett eingerüstet. Einer, der die Arbeiten tagtäglich verfolgt, ist Nachbarshund Nepomuk. Quelle: Florian Lerchbacher
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Amöneburg

Für rund 130 000 Euro lässt die Stadt Amöneburg derzeit ihr Rathaus sanieren. Das Schöne daran, wie Bürgermeister Michael Plettenberg betont: Die Ausschreibungen ergaben, dass alle Arbeiten von Firmen aus dem Stadtgebiet ausgeführt werden – und das sind gleich ein paar. Über allem steht die energetische Sanierung des Daches, für die es Fördermittel in Höhe von 64 800 vom Bund aus dem Kommunalen Investitionsprogramm II gibt. Außerdem fließen 54 000 Euro aus der Hessenkasse in das Gesamtprojekt, sodass die Stadt lediglich rund 14 000 Euro beisteuern muss.

Neben dem Dach lässt die Kommune zwei Fassaden sanieren – und zwar jene Richtung Museum und jene Richtung Brücker Straße. Diese seien, wie der Rathauschef hervorhebt, schon länger nicht mehr überarbeitet worden. Im Gegensatz zur Front und zur Eingangsseite, „die einen guten Anblick darbieten“. Nichtsdestotrotz zieht sich das Baugerüst um das gesamte Rathaus.

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Dritter Teil des Projektes ist die Erneuerung von Fenstern, die sich nicht so einfach herausstellte wie gedacht. Der Denkmalschutz habe einige Auflagen gemacht, sodass aufwendigere Fenster als geplant verwendet werden müssen, berichtet Plettenberg: Die geplanten einflügeligen Fenster mit Sprossen seien nicht ausreichend gewesen, stattdessen sollten es mehrflügelige Fenster mit einem Oberlicht sein: „Das bedeutet einen höheren Aufwand, aber die Mehrkosten sind erträglich.“ Allerdings sei die Gesamtfläche des Glases so natürlich geringer und es fällt weniger Licht ins Gebäude: „Aber gut, auch damit können wir leben“, so der Rathauschef.

Viel wichtiger sei ihm die energetische Sanierung des Dachs, denn sowohl in den unmittelbar unterm Dach befindlichen Büroräumen als auch dem dortigen Sitzungszimmer seien die Arbeitsbedingungen schlecht gewesen: „Im Sommer war es bei Sonnenschein dort knüppelwarm“, erinnert sich Plettenberg. Das werde in Zukunft besser – worauf sich auch die beiden vornehmlich betroffenen Mitarbeiter freuen könnten.

Seit dem Jahr 2015 denken die Amöneburger über diese Sanierungsarbeiten nach, entsprechend groß ist die Freude, dass sie nun umgesetzt werden. Sie sollen bis Ende November andauern – werden aber von außen ausgeführt, sodass die Rathausmitarbeiter weiter arbeiten können und der Betrieb weiterläuft. Einziges Manko sei die Lärmbelästigung, sagt Plettenberg. Es sei beispielsweise nicht ganz einfach, ein Gespräch zu führen, während die Dachdecker die Hämmer schwingen. Aber auch das lasse sich irgendwie machen.

Im Gespräch mit dieser Zeitung wies der Rathauschef darauf hin, dass er in sozialen Medien beziehungsweise einer öffentlichen Bekanntmachung einen Fehler gemacht habe: Die Gesamtkosten würden für die Rathaussanierung sich auf 130000 Euro belaufen – und nicht auf 200000 Euro, wie er ursprünglich vermeldet hatte.

Von Florian Lerchbacher