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Ostkreis Kreis: Ansteckungen vor allem im privaten Umfeld
Landkreis Ostkreis Kreis: Ansteckungen vor allem im privaten Umfeld
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11:58 25.03.2021
An der Stadtallendorfer Stadthalle weist eine Videotafel auf Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz vor Corona hin.
An der Stadtallendorfer Stadthalle weist eine Videotafel auf Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz vor Corona hin. Quelle: Foto: Stefan Dietrich
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Stadtallendorf

Die Corona-Infektionszahlen in Stadtallendorf sind in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Nach den Zahlen des Gesundheitsamtes gab es in der Stadt gestern 136 registrierte aktive Corona-Fälle – zwölf mehr als noch am Vortag. Die Zahl ist weiterhin die höchste im Landkreis, höher als im weitaus größeren Marburg (131). Viele Menschen fragen sich, woran das liegt. Doch eine einfache Erklärung, etwa einen großen Ausbruch in einer Einrichtung, gibt es offenbar nicht. „Es ist nach wie vor so, dass sich die Fallentwicklung in Stadtallendorf nach derzeitiger Kenntnis des Gesundheitsamtes nicht an Einzelereignissen festmachen lässt“, teilte der stellvertretende Pressesprecher des Landkreises, Sascha Hörmann, auf erneute Nachfrage der OP mit.

Er verwies darauf, dass die Infektionszahlen in allen Teilen des Landkreises, aber auch landes- und bundesweit steigen. Die Kreisverwaltung hatte bereits mehrfach betont, dass es keine besonderen Hotspots im Kreis gebe – auch nicht in Stadtallendorf. „Nach wie vor gilt, dass die Ansteckungen vor allem im familiären beziehungsweise privaten Umfeld erfolgen. Dabei stellen wir nicht fest, dass sich die Menschen in Stadtallendorf anders verhalten als Bürgerinnen und Bürger anderer Kommunen“, teilte Hörmann mit.

Ordnungsamt kontrolliert Treffpunkte regelmäßig

Das Ordnungsamt in Stadtallendorf kontrolliert regelmäßig die Einhaltung von Corona-Regeln – und stellt auch immer wieder Kontaktverstöße fest. „Es gibt bestimmte Örtlichkeiten, wo sich in den Abendstunden gerade bei gutem Wetter Jugendliche treffen“, sagte Fachdienstleiter Marco Sommer auf OP-Nachfrage. „Wir kennen diese Örtlichkeiten und kontrollieren sie seit einem Jahr regelmäßig.“ Versammlungen lösten die Ordnungsamt-Mitarbeiter auf, wenn jemand unbelehrbar sei, verhängten sie auch höhere Bußgelder. Das Ordnungsamt stimme sich dabei auch mit der Polizei ab, die Zusammenarbeit funktioniere gut. Die Ordnungshüter betreiben zudem auch Aufklärungsarbeit über die Corona-Regeln und arbeiten dabei mit den Kirchen und der Moschee zusammen, berichtete Sommer. Auch er verweist aber darauf, dass die steigenden Infektionszahlen vor allem auf den familiären Bereich zurückzuführen seien.

Von Stefan Dietrich

24.03.2021
24.03.2021