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Landkreis Ostkreis Alle Zeichen stehen auf Grün
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18:58 21.02.2021
Die Tage des in den 1970er-Jahren gebauten Feuerwehr-Stützpunktes sind gezählt.
Die Tage des in den 1970er-Jahren gebauten Feuerwehr-Stützpunktes sind gezählt. Quelle: Archivfoto: Michael Rinde
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Stadtallendorf

Es ist das wohl größte Projekt Stadtallendorfs in den nächsten Jahren: der Bau des neuen Feuerwehr-Stützpunktes für die Kernstadt. In diesem Jahr fällt definitiv der Startschuss. Streng genommen ist er sogar schon erfolgt. Auf der Parkplatzfläche am Herrenwald-Stadion sind bereits einige Bäume gefallen. Sie mussten dem geplanten Bau des provisorischen Stützpunktes weichen.

Am Dienstagabend gab die Verwaltung dem Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Soziales und Kultur einen Überblick über das Projekt. Ein ganz wichtiges Detail: Die Kostenberechnung liegt jetzt, wo die Ausführungsplanung passiert ist, bei 9,83 Millionen Euro. Stadtallendorf muss diese Summe zu einem überwiegenden Teil allein aufbringen. Vom Land kommt ein Zuschuss von 440 000 Euro.

„Unsere Schätzungen haben angesichts dieser Zahl gestimmt“, freute sich Susanne Fritsch, die das Projekt innerhalb der Verwaltung leitet.

Vorrang hat jetzt zunächst die provisorische Unterkunft für die Stadtallendorfer Feuerwehrleute und vor allem für ihre Fahrzeuge. Für Halle und Container ist die Baugenehmigung beantragt, ebenso ist der Abbruchantrag für das jetzige Gebäude auf den Weg gebracht. Die Verwaltung bereitet derzeit auch gemeinsam mit dem Architektenbüro den Bauantrag für das neue Gebäude vor, was ziemlichen Aufwand erfordert, weil es sich bei einem Feuerwehrstützpunkt eben nicht um ein Haus in Standardausführung handelt, sondern um ein Sondergebäude. An der Lage des Neubaus und dem Umfang hat sich nichts mehr verändert. Neben dem Neubau mit zehn Fahrzeuggaragen entsteht auch ein Übungsturm für die Feuerwehr (die OP berichtete). Auch für die beiden nachträglich aufgestellten Fahrzeuggaragen ist ein guter Verwendungszweck gefunden worden. Sie stehen in naher Zukunft dann neben dem Schweinsberger Gerätehaus als Garagen bereit. Das Gerätehaus wird entsprechend umgebaut, um künftig dort auch mehr Platz für die Jugendarbeit zu haben.

Derzeit sieht der Zeitplan für das Großprojekt so aus: Im Juni und Juli sollen die provisorische Fahrzeughalle plus der Container für Umkleiden und Sozialräume aufgebaut werden. Für das Provisorium auf dem Stadionparkplatz ist übrigens eine eigene Zufahrt vorgesehen, ebenso wie eine Einzäunung und Schranken an der Einfahrt, berichtet Susanne Fritsch.

Klares Votum für den Haushalt

Sobald die Übergangslösung steht, soll die Feuerwehr umziehen. „Das ist nicht an einem Wochenende geschafft“, verdeutlichte Susanne Fritsch. Im August, so der Plan, soll dann der Abbruch des alten Gebäudes passieren. Der Neubau soll dann bis zum Sommer 2023 stehen. Einzugstermin für die Feuerwehr ist im Juli 2023, so der Plan derzeit. Die Ausschuss-Mitglieder verständigten sich darauf, diesen Punkt im Stadtparlament ohne Aussprache abzustimmen, um Zeit zu sparen. Ein Vorgehen, das in Zeiten der Corona-Pandemie in Stadtallendorf seit Monaten so praktiziert wird.

Für den Haushaltsentwurf von Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) zeichnete sich während der Ausschusssitzung eine eindeutige Mehrheit ab. Rückfragen seitens der Parlamentarier gab es bei der formalen zweiten Lesung im Ausschuss keine mehr. Somogyi teilte lediglich eingangs mit, dass sich der Kassenbestand der Stadt zum Jahreswechsel noch einmal um zwei Millionen Euro erhöht hat. Grund ist der frühere Eingang von Landeszahlungen und eine Gewerbesteuer-Zahlung von 800 000 Euro. Ein Grund zum Jubel ist das allerdings nicht, wie Somogyi hervorhob. Denn dabei handelt es sich um Gelder, die ohnehin erwartet worden waren und die einkalkuliert sind.

In der Ausschusssitzung stimmten CDU, SPD, Bürgerunion und FDP für den Entwurf, lediglich Bündnis 90/Die Grünen enthielten sich.

Das Stadtparlament tagt am Donnerstag, 25. Februar, ab 19.30 Uhr in der Stadthalle.

Von Michael Rinde

21.02.2021