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Ostkreis Gelbe Schleife fährt auf dem Laster mit
Landkreis Ostkreis Gelbe Schleife fährt auf dem Laster mit
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13:00 31.08.2021
Bürgermeister Christian Somogyi (von links), Werner Kautetzky, Marcello Camerin und Thorsten Schäfer vom Förderverein DSK und Brigadegeneral Andreas Pfeifer stellten diese besondere gelbe Schleife vor.
Bürgermeister Christian Somogyi (von links), Werner Kautetzky, Marcello Camerin und Thorsten Schäfer vom Förderverein DSK und Brigadegeneral Andreas Pfeifer stellten diese besondere gelbe Schleife vor. Quelle: Michael Rinde
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Stadtallendorf

Künftig begegnet die gelbe Schleife vielen Autofahrern in ganz Deutschland. Ein großer Aufkleber prangt auf der Tür eines Aufliegers eines Sattelzuges der Stadtallendorfer Spedition Kautetzky. Die gelbe Schleife ist das Symbol der Solidarität mit den Soldaten der Bundeswehr und eine Stadtallendorfer Erfolgsgeschichte. Mittlerweile sind allein 85 dieser Schleifen an Städte und Gemeinden, an Privatleute und Unternehmen überreicht worden. Hinter der Aktion steht der Förderverein Division Schnelle Kräfte.

Am Montag (30. August) überreichte Marcello Camerin, der stellvertretende Vereinsvorsitzende, die gelbe Schleife symbolisch an Werner Kautetzky, mit dabei waren Brigadegeneral Andreas Pfeifer als stellvertretender Kommandeur der Division Schnelle Kräfte (DSK) und Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi.

Erstmals ist die Schleife als Symbol jetzt auch mobil, sprich auf einem Fahrzeug angebracht. Eine weitere gelbe Schleife kommt an den Eingang des Verwaltungsgebäudes der traditionsreichen Spedition. Sie ist mittlerweile das 32. Unternehmen, das die gelbe Schleife als Symbol führt.

Auch heimische Soldaten bei Evakuierung dabei

Brigadegeneral Pfeifer betonte am Montag erneut den hohen Wert, den diese Solidaritätsaktion für Soldaten hat.

Er war am Freitagabend dabei, als im niedersächsischen Wunsdorf Bundeswehrsoldaten vor allem der Division aus ihrem Einsatz in Kabul und Taschkent in Usbekistan landeten. „Man konnte den Soldatinnen und Soldaten die große Belastung der vergangenen Wochen in den Gesichtern ansehen“, berichtete er. Sie hätten hohe Risiken zu bestehen gehabt.

Unter den eingesetzten Soldaten dieser Evakuierungsoperation waren auch welche vom Standort Stadtallendorf, wie Pfeifer nun im Nachhinein der OP erläuterte. Vor allem waren Fernmeldespezialisten im Einsatz, ein Soldat aus Stadtallendorf war am Flughafen Kabul, weitere in Taschkent, dem Drehkreuz der Evakuierung. Zahlreiche weitere Soldaten des Stabes waren in Stadtallendorf direkt mit dieser besonderen und gefährlichen Operation der Bundeswehr betraut.

Werner Kautetzky war selbst acht Jahre bei der Bundeswehr in Stadtallendorf bei der Panzertruppe. Seine enge Verbindung zur Bundeswehr ist geblieben, auch wenn sich die Truppe in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Deshalb ist ihm und seiner Familie die gelbe Schleife auch wichtig. Marcello Camerin stellte das breite Aufgabenfeld des 2012 gegründeten Fördervereins DSK heraus. Es reicht von der Öffentlichkeitsarbeit bis zur schnellen und unbürokratischen Hilfe für Soldaten und deren Angehörige in Notsituationen. Dabei arbeitet der Vorstand mit Rücksicht auf die Betroffenen sehr diskret, insbesondere bei Schicksalsschlägen.

„Der Auftrag der Bundeswehr ist es, Frieden zu sichern“, unterstrich Camerin, der betonte, dass die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist. Bürgermeister Christian Somogyi hob die hohe Bedeutung der Bundeswehr für und in Stadtallendorf heraus. „Es ist uns ein großes Anliegen, dass sich unsere Soldaten bei uns wohlfühlen“, betonte er. Gleichzeitig wandte er sich pauschal gegen Kritiker im Zusammenhang mit der abgeschlossenen Evakuierungsoperation. „Es ist einfach, vom Fernseher aus zu sagen, was man vielleicht hätte besser machen können“, so Somogyi. In Stadtallendorf wurde die erste gelbe Schleife im Jahr 2014 angebracht. Seitdem hängt sie an Ortseingängen, an Firmentoren wie auch an Privatgebäuden und hat sich in ganz Hessen und darüber hinaus verbreitet.

Von Michael Rinde

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