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Ostkreis Binnen Sekunden steht „Zimmer“ in Flammen
Landkreis Ostkreis Binnen Sekunden steht „Zimmer“ in Flammen
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18:53 07.09.2019
Der Albshäuser Angriffstrupp näherte sich bis auf fast einen ­Meter an den Brandherd heran. Ohne Schutzkleidung und Atem­schutzgeräte wäre das nicht möglich gewesen. Quelle: Nadine Weigel
Albshausen

Ein kleiner Funke genügt und schon steht der Weihnachtsbaum in Flammen. Schnell springt das Feuer auf Stühle, Tisch und Sofa über. Wenig später brennt das ganze Zimmer lichterloh.

Glücklicherweise ist das Zimmer nicht echt, sondern nachgebaut in einem Baucontainer. „Wir wollen Euch heute mal zeigen, wie schnell so ein kleiner Brand lebensgefährlich wird“, erläutert Helmut Muhm von der Feuerwehr Albshausen den gut 70 Zuschauern, die in sicherer Entfernung vor dem Dorfgemeinschaftshaus stehen.

Meterhohe Flammen aus dem Container

Gegenüber auf der Wiese schlagen meter­hohe Flammen aus dem Container. Das liebevoll eingerichtete Zimmer ist zerstört, noch bevor die Einsatzkräfte der Feuerwehren Albshausen und Schwabendorf auf die Wiese gefahren kommen. Dabei sind sie schneller da, als die Hilfsfrist vorschreibt. „Normalerweise muss die Feuerwehr nach zehn Minuten vor Ort sein, aber bei so einem Brand ist da schon nix mehr zu retten“, sagt Muhm und zeigt, womit man zu Hause selbst kleine Brände in der Entstehung löschen kann: mit einer Löschdecke und einem Feuer­löscher.

Angriffstrupp benötigt Atemschutzgeräte

Nichtsdestotrotz zeigen die Kameraden, wie sie bei solch einem Brand im Ernstfall vorgehen: In Windeseile werfen sie Schläuche aus und stellen die Wasserversorgung sicher. Unter Atemschutz nähert sich der Albshäuser Angriffstrupp dem stark qualmenden Container und löscht den Brandherd unter den „Ohs“ und „Ahs“ der zahlreichen Kinder.

Die kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Denn auch die nächste Demonstra­tion wird spektakulär. „Wir zeigen Euch, warum man brennendes Fett nicht mit Wasser löschen darf“, sagt Moderator Muhm und schon schlägt eine explosionsartige Stichflamme meterhoch in den Himmel.

Von Dominik Jünger aus Josbach lernten die Kinder während der Brandschutzerziehung, wie sie sich im Ernstfall verhalten müssen. Zum Beispiel, dass man bei einem Brand die 112 anrufen muss. Danach durfte der Feuerwehrnachwuchs selbst an die Wasserschläuche und den Löschangriff proben. Das kam bei den warmen Temperaturen gut an. Der eigene Durst der Kinder wurde von der Marburger Molkerei mit gesponsertem Kakao gelöscht.

von Nadine Weigel